Deutsche Partnerkonferenz von Microsoft

„CSP ist unsere Zukunft“

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Gregor Bieler, General Manager One Commercial Partner Organisation, Microsoft Deutschland
Gregor Bieler, General Manager One Commercial Partner Organisation, Microsoft Deutschland (Bild: Microsoft)

Schluss mit dem Buzzwording! Statt Allgemeinplätze über „Digital Transformation“, gab es auf der Partnerkonferenz von Microsoft, #DPK17, Konkretes zur angebrochenen Cloud-Ära.

Auf der Deutschen Partnerkonferenz von Microsoft, die nicht nur in Sozialen Medien den Hashtag-Namen #DPK17 bekommen hat, stand – kaum verwunderlich – wieder einmal die Cloud im Allgemeinen und das CSP-Programm (Cloud Solution Provider) im Vordergrund.

Der „Glaspalast“ der Messe Leipzig war eines von mehreren weitläufigen Gebäuden, in denen die #DPK17 stattfand.
Der „Glaspalast“ der Messe Leipzig war eines von mehreren weitläufigen Gebäuden, in denen die #DPK17 stattfand. (Bild: Microsoft)

Auf dem Leipziger Messegelände zeigte ­Microsoft zusammen mit rund 1.700 Partnern, wie Mensch und Maschine zusammenarbeiten. Während IBM seit Jahren am „Smarter Planet“ arbeitet, lautete das Motto der Microsoft-Veranstaltung „Smart World – designed together“. Ein dauerhafter Claim steckt hier nicht dahinter. Auch vom Veranstaltungs-Untertitel des vergangenen Jahres, nämlich „Digital Revolution“ war kaum noch die Rede.

Für das Buzzword „Digital Transformation“ wollte Gregor Bieler, General Manager One Commercial Partner Organisation bei ­Microsoft Deutschland auf seiner Vision Keynote gar ein Phrasen-Schwein aufstellen, in das er Geld für die Verwendung des Begriffes zu werfen habe. Der Begriff sei ihm zu abstrakt und unkonkret. Inzwischen gehe es darum, diesen konkret in Projekten in Form von Lösungen umzusetzen. Was das bedeutet, konnten die rund 2.100 Teilnehmer in Showcases, Vorträgen und Workshops zum Internet der Dinge (IoT), künstlicher Intelligenz (KI) und Mixed Reality (MR) erfahren.

Neues Partnermodell

Auf der Microsoft Inspire 2017 wurde bereits im Sommer das neue Partnermodell in Las Vegas vorgestellt und auf der herbstlichen #DPK17 in Deutschland wurde konkretisiert, auf was sich Partner in Deutschland vor diesem Hintergrund einstellen können. Bieler skizziert die Stoßrichtung folgendermaßen: „Das Ziel des neuen Partner Operating Models ist 100 Prozent auf Partner-Erfolg ausgerichtet.“

Das Vier-Säulen-Modell

Dafür habe Microsoft die Partnerorganisation auf vier Säulen gestellt. Die erste Säule ist die so genannte Partnerentwicklungssäule, intern auch „Built with“ genannt. „Hier geht es darum, Partner zu identifizieren, zu rekrutieren und zu entwickeln. Diese Partner werden mit ihren Lösungen dann quasi an die zweite Säule übergeben, dem Partnermarketing“, so der Channel-Chef. Im Rahmen dieser zweiten Säule werden diese Lösungen dann gemeinsam vermarktet. Der dritte Bereich ist der Partnervertrieb, der sich organisatorisch in zwei Bereiche aufsplittet: Den Enterprise- und den SMB-Markt. Der vierte und wichtige sowie neue Bereich ist die Technologieorganisation. „Hier unterscheidet sich das Modell fundamental zu dem, was wir früher gemacht haben“, erläutert Bieler. „In dieser Technologie-Organisation sitzen Systemarchitekten in den Schwerpunkten Business und Cloud, die zusammen mit Partnern in Projekte reingehen können, um grundlegend durchzuplanen. Das ist das Knowhow, das am Markt gerade so fehlt. Der Fachkräftemangel hier ist tatsächlich gigantisch und die größte Bremse der Cloudifizierung des deutschen Mittelstandes. Wir haben diese Technologieorganisation so groß angelegt, damit wir unseren Partnern in dieser Problematik helfen können. Neben den Architekten sitzen hier unsere Technologie-Spezialisten, die in Spezialthemen wie „Data and BI“, „Business Apps“ oder „Infrastructure“ oder „Cloud“ spezialisiert sind und in konkreten Umsetzungsfragen bei beispielsweise Dynamics, Office oder Workplace-Management weiterhelfen können.

Cloud-Potenzial ist wichtiger als Umsatz

Eine weitere wichtige Neuerung für Partner sprach Bieler in seiner Keynote an, nämlich dass künftig die Partner in Hinblick auf ihr Cloud-Potenzial bewertet werden. Im Gespräch mit IT-BUSINESS konkretisierte der Manager: „Früher haben wir entschieden, ob wir einen Partner managen oder nicht, anhand von Eckdaten wie Mitarbeiteranzahl, Umsatz, Firmengröße oder Lizenzverkaufserfolg. Kurz gesagt: Managed Partner werden zu solchen, weil sie besonders groß sind. Das ist vorbei.“ Denn nun stehe die Frage nach dem Potenzial im Vordergrund. So werden inzwischen auch kleine Partner direkt betreut, die in Hinblick auf Cloud-Technologien ein besonders großes Potenzial haben. „Uns geht es nur noch um Cloud-Potenzial. Das entscheidet darüber, ob Du ein Managed Partner bist, oder nicht“, bringt es Bieler auf den Punkt. Gegenwärtig gibt es in Deutschland 900 von Microsoft gemanagte Partner und das sei „eine ganz andere Liste, wie die aus dem vergangenen Jahr“, verrät Bieler. Diese Partner haben in jeder der oben genannten Säulen eigene Ansprechpartner, wobei in der ersten Säule der Partner ­Developement Manager (PDM) als erster Ansprechpartner koordinierende Tätigkeiten übernimmt.

Heinos Neuerfindung

Die #DPK17 von Microsoft fand in der Leipziger Messe statt.
Die #DPK17 von Microsoft fand in der Leipziger Messe statt. (Bild: Microsoft)

Auch im kommenden Jahr wird es wieder eine #DPK18 geben, Details dazu will ­Microsoft aber noch nicht verraten.

Geheimniskrämerei und die Partnerkonferenz gehen bei Microsoft Hand in Hand. Eine Überraschung auf der Abendveranstaltung am ersten Konferenztag war ein Heino-Auftritt. Seit geraumer Zeit hat sich der Schlagersänger musikalisch neu erfunden und kommt beim jungen Publikum gut an (siehe unten: offizielles Musikvideo).

Am nächsten Tag wurde Heinos Anpassungsfähigkeit an neue Zielgruppen als Tugend im IT-Geschäft thematisiert.

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