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COS: Gute Stimmung trotz schwieriger Lage

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Harry Jacob / Harry Jacob

Werner Dao, seit Anfang März 2013 Geschäftsführer des Distributors COS.
Werner Dao, seit Anfang März 2013 Geschäftsführer des Distributors COS. (Bild: VBM-Archiv)

Auch wenn die Geschäfte derzeit ruhen, herrscht bei COS in Pohlheim geschäftiges Treiben. Das Team legt nicht einfach die Hände in den Schoß, sondern kümmert sich um seine Kunden, so gut es geht.

Das größte Handicap für COS ist derzeit das gemeinsame Lager mit Devil. Die ausgesprochenen Eigentumsvorbehalte führten dazu, dass der Pohlheimer Distributor nicht mehr liefern kann. Doch Geschäftsführer Werner Dao will das nicht als Vorwurf verstehen. Man arbeite im Konzern zusammen, neben der Logistik sind auch Backoffice-Funktionen an verschiedene Gesellschaften des BOD-Firmenkonglomerats ausgelagert.

Auch dem Eindruck, dass es zwischen Pohlheim und Braunschweig Differenzen gebe, widerspricht er. Da sei manches überspitzt dargestellt oder falsch interpretiert worden. Eine Trennung werde von keiner Seite forciert.

Auf der anderen Seite sind die Konzern-Bande im Insolvenzfall nicht entscheidend. Da werde für jede einzelnes Unternehmen die optimale Lösung gesucht, erläutert Dao, unabhängig davon, ob diese Lösung im Konzernverbund oder losgelöst davon zustande kommt.

Von der Entwicklung überrascht

Pünktlich zur Cebit 2013 hatte Werner Dao seinen Posten als COS-Geschäftsführer angetreten. Damals habe sich die Lage nicht so schlecht dargestellt, wie sie heute sei, gibt er zu. Es hätten aber eben auch äußere Umstände mit dazu beigetragen, die damals noch nicht absehbar waren.

Vor seinem Engagement bei COS war er bei B.com solar, einem Schwesterunternehmen des Kölner Distributors. B.com musste Mitte März Insolvenz anmelden.

Nun gelte es, die derzeitige Situation gut zu überstehen und für die COS eine Zukunft zu finden. Und da sehe es gar nicht so schlecht aus. Es gebe „vielversprechendes Interesse“ an der COS. Ein großes Plus: das enge Kundenverhältnis, das über viele Jahre gewachsen ist. Dao berichtet: „Die Kunden mussten ja schon einmal, im Jahr 2009, eine COS-Insolvenz überstehen. Und dabei ist die Verbundenheit der Kunden mit der COS sogar noch stärker geworden“.

Nun will das COS-Team den Kunden auch beweisen, dass das Vertrauen in den Lieferanten gerechtfertigt ist. Die Vertriebler versuchen, alle Kunden zu erreichen, fragen nach offenen Problemen, beispielsweise RMA-Einsendungen und Vorkasse-Bestellungen, und versuchen Lösungen zu finden.

Blick nach vorn

Das Feedback, so der COS-Geschäftsführer, sei überwältigend. „Viele Kunden sagen uns, dass sie sofort wieder bei COS bestellen, sobald Ware geliefert werden kann“, berichtet Dao. Und er lobt sein Team, das sehr diszipliniert mit der Situation umgehe und höchst motiviert sei. Zum Beweis fragt er mitten im Telefongespräch mit IT-BUSINESS nach hinten: „Seid Ihr gut drauf?“ Und ein lautstarkes „JAAAAAAA!!!!“ erschallt von den Vertrieblern.

Immerhin, es geht in kleinen Schritten voran. Die Bezahlung der Mitarbeiter ist für drei Monate gesichert, die Anträge für das Insolvenzausfallgeld sind gestellt. Und es werde „an allen Ecken und Enden“ daran gearbeitet, dass es möglichst schnell wieder weitergeht, versichert Werner Dao.

Einer der entscheidenden Punkte dafür ist die Frage, wann die COS wieder Ware ausliefern kann. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist noch dabei, mit Banken, Lieferanten und Kreditversicherern zu verhandeln, um dieses Handicap aus dem Weg zu räumen.

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