E-Mail aus der Redaktion Corporate & Social Responsibility bei Apple?

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Ende September legte eine Massenschlägerei beim Apple-Zulieferer Foxconn das Werk vorübergehend lahm. IT-BUSINESS fragte bei Apple nach, was zur Verbesserung der dortigen Arbeitsbedingungen unternommen wird.

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Aufstand bei Foxconn: 2,5 Polizisten waren mit je einem Arbeiter „beschäftigt“.
Aufstand bei Foxconn: 2,5 Polizisten waren mit je einem Arbeiter „beschäftigt“.
(© Henlisatho - Fotolia.com)

Sehr geehrte Damen und Herren,

einen Tag nach dem Aufruhr im chinesischen Werk des Apple-Zulieferers Foxconn hat dieser die Produktion des iPhone 5 schon wieder aufgenommen. Tolle Organisation, könnte man meinen – wären da nicht ein paar Fakten, die zu denken geben ...

Um die Ausschreitungen niederzuschlagen, waren 5.000 Polizisten nötig. Macht 2,5 Polizisten auf einen Arbeiter. Gewalt gegen Arbeiter gehöre „geradezu zur Unternehmenskultur“, sagte ein Vertreter der Arbeitsschutzorganisation China Labor Research. So werden die gewalttätigen Ausschreitungen auch als symptomatisch für den angestauten Frust der Arbeiter gedeutet.

Auf der Website Ihres Unternehmens ist zu lesen: „… wenn wir feststellen, dass ein Zulieferer nicht in der Lage ist, das erneute Auftreten eines solchen [schwerwiegenden; d. Red.] Verstoßes zu verhindern, beenden wir die geschäftliche Beziehung zu diesem Zulieferer.“

Bei allen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, die in letzter Zeit dort realisiert werden konnten: Ist es nicht an der Zeit, gerade für einen so mächtigen Foxconn-Kunden wie Apple es ist, Taten folgen zu lassen?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Andreas Bergler

Redaktion IT-BUSINESS

Nach mehrfachen Nachfragen an die Pressevertretung von Apple teilte eine PR-Agentur schließlich mit, dass IT-BUSINESS auf diese Frage keine Antwort bekommt.

Was meinen Sie: Ist Nichtstun gerechtfertigt? Diskutieren Sie mit – im IT-BUSINESS-Forum!

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