Computacenter wappnet sich für die Cloud

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier und Michael Hase / Sarah Gandorfer

Die Cloud macht vor keinem der großen Dienstleister halt. Entsprechend muss das Geschäft angepasst werden, um nicht überrollt zu werden. Computacenter scheint sich hierfür gut aufgestellt zu haben.

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Oliver Tuszik, CEO und Vorstandsvorsitzender von Computacenter Deutschland
Oliver Tuszik, CEO und Vorstandsvorsitzender von Computacenter Deutschland

Die Anzahl der Cloud-Anbieter und der angebotenen Services auf dem deutschen Markt haben sich signifikant erhöht. Nach Angaben der Experton Group stellen die Bereiche Cloud Consulting und Cloud Integration künftig Milliardenmärkte dar. Allerdings müssen sich die IT-Dienstleister den neuen Herausforderungen anpassen.

So ordnet die Experton Group die verschiedenen Cloud-Anbieter und -Consulter in einen magischen Quadranten ein.
So ordnet die Experton Group die verschiedenen Cloud-Anbieter und -Consulter in einen magischen Quadranten ein.
In ihrem „Cloud Vendor Benchmark“ kommen die Analysten zu dem Schluss, dass die meisten großen Anbieter ihr Portfolio mittlerweile daraufhin ausgerichtet hätten. Jedoch sei die Erfahrung aus erfolgreich durchgeführten Projekten derzeit noch rar. Insgesamt identifizierte Experton 350 Cloud-Anbieter, von denen die Analysten wiederum 109 als relevant bewerteten. Darunter ist auch Computacenter.

Kleiner Schritt zur Cloud

Bei Computacenter macht zwar der Produktvertrieb nach wie vor den größten Anteil am Umsatz aus, doch wurden bereits im vergangenen Geschäftsjahr 2011 rund 24 Prozent des Gesamtumsatzes mit Managed Services gemacht. Das entspricht 327 Millionen Euro. Dabei ist es von den „modernen Managed Services“, wie sie der Kerpener IT-Dienstleister betreibt, laut Oliver Tuszik, CEO von Computacenter, ein Katzensprung in die Cloud. Die wesentlichen Attribute, die Cloud Computing auszeichnen, wie Flexibilität, Standardisierung und Pay-per-Use würden im Managed-Services-Geschäft adaptiert. Demzufolge werden auch die Kerpener Dienstleistungsangebote der Cloud immer ähnlicher.

Kaum ein Unternehmen setzt zudem Cloud Services ein, die „der reinen Lehre entsprechen“, wie Tuszik es formuliert. Vieles, was unter dem Label „Cloud“ läuft, enthält bei genauer Betrachtung Elemente, die dem klassischen Dienstleistungsgeschäft zuzurechnen sind.

Vier Modelle

Das ist auch den Experton-Analysten aufgefallen. Sie unterscheiden deshalb nicht mehr einfach zwischen „Public“, „Private“ und „Hybrid“ Cloud, sondern haben vier IaaS-Betriebsmodelle (Infrastructure as a Service) ausgemacht, die das alte Schema in Zukunft ablösen werden:

  • Public Cloud: Unmanaged, Shared Infrastructure, die bei einem Provider liegt und sich durch Self Service, Standard SLA sowie Pay as you go auszeichnet
  • Managed Cloud: Managed Service von einem Dienstleister, der als Shared Infrastructure bei einem Provider liegt und sich durch auf Enterprise ausgelegte Service Level Agreements auszeichnet
  • Manage Private Cloud: Managed Service durch einen Dienstleister, der als Dedicated Infrastructure bei einem Provider liegt und sich durch auf Enterprise ausgelegte SLAs auszeichnet
  • Private Cloud: Aufbau und Betrieb von individueller Cloud-Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum oder auch ausgelagert

Tuszik ist im Interterview ebenfalls überzeugt davon, dass es einen Markt neben „den Amazons, Microsofts und Googles und den beim Kunden betriebenen Lösungen“ gibt. Dazwischen sei Platz für alle Spielarten von Hosting und Managed Services.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum die Cloud für IT-Dienstleister gleichzeitig eine Transformation bedeutet.

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