Dienstleister setzt auf Hype-Thema Big Data Computacenter baut Consulting-Geschäft personell stark aus

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Der Dienstleister Computacenter ist 2012 bei leichtem Wachstum hinter den Rekordergebnis des Jahres 2011 zurückgeblieben. Das Unternehmen investierte in Personal und stockte vor allem seine Consulting-Mannschaft um mehr als zehn Prozent auf.

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Oliver Tuszik, CEO von Computacenter Deutschland, rechnet für 2013 mit einer positiven Entwicklung auf dem IT-Markt.
Oliver Tuszik, CEO von Computacenter Deutschland, rechnet für 2013 mit einer positiven Entwicklung auf dem IT-Markt.
(Computacenter)

Computacenter bleibt in Deutschland auf Wachstumskurs, schaltet aber einen Gang zurück. Nach den vorläufigen Zahlen steigerte der IT-Dienstleister im vergangenen Jahr seinen Umsatz, der 2011 bei und 1,4 Milliarden Euro lag, um vier Prozent. Dabei erhöhten sich die Erlöse aus dem Service-Geschäft um acht und die aus dem Produktverkauf um zwei Prozent.

Zum Gewinn des vergangenen Jahres nennt das Unternehmen noch keine Zahlen. Das Ergebnis lag laut Oliver Tuszik, CEO von Computacenter Deutschland, aber unter dem Rekordwert von 31,9 Millionen Euro aus dem Vorjahr.

Aufwendungen für langfristige Service-Verträge

Da der Dienstleister 2011 langfristige Outsourcing-Verträge im Volumen von 250 Millionen Euro gewonnen hatte, musste er 2012 in Tools, Prozesse und vor allem in Personal investieren, wie der Manager im Gespräch mit IT-Business erläutert. „Nachdem wir 2011 zahlreiche Service-Verträge mit einem bis dahin nicht gekannten Volumen gewinnen und ein Rekordergebnis erzielen konnten, stand 2012 unter dem Motto der Stabilisierung auf hohem Niveau.“

Neben Neueinstellungen im Outsourcing-Geschäft investierte Computacenter insbesondere in die Consulting-Mannschaft. 50 Berater stellte der Dienstleister im vergangenen Jahr neu ein und vergrößerte das Consulting-Team damit auf 450 Mitarbeiter. Außerdem startete das Kerpener Unternehmen bereits im Frühjahr ein Trainee-Programm mit 20 Berufsanfängern, um junge Leute zu Beratern auszubilden.

Fokus auf Big Data

Zu den Schwerpunkten im Beratungsgeschäft von Computacenter gehört inzwischen auch das Hype-Thema Big Data. „Es wird von den Kunden schneller angenommen, als ich das anfangs gedacht habe“, beobachtet Tuszik. „Vor einem Jahr war ich bei dem Thema noch wesentlich skeptischer.“

Bei Big Data arbeitet der Service-Anbieter nach den Worten des Managers mit allen relevanten Herstellern zusammen. Dazu zählen unter anderem EMC, IBM, Oracle und SAP. „Wir können das Thema ganzheitlich in nahezu allen Facetten abbilden, von der Infrastruktur bis zu den Applikationen und Tools.“

Kooperation mit Spezialisten

Wenn bei Kunden branchenspezifisches Know-how benötigt wird, arbeitet Computacenter im Big-Data-Geschäft mit Spezialisten aus dem Bereich Business Intelligence (BI) zusammen. Dabei handele es sich oft um recht kleine Unternehmen, für die es gerade in umfangreichen Projekten wiederum von Vorteil sei, einen Großen an ihrer Seite zu haben, erläutert Tuszik. „Generell werden die Anforderungen in der Branche zunehmend komplexer. Selbst für große Service-Anbieter wie uns wird es immer wichtiger, mit hochspezialisierten Dienstleistern zusammenzuarbeiten.“

Auch wenn sich Computacenter mit Big Data einem Thema widmet, das die Business-Prozesse der Kunden betrifft, bleibt die IT-Infrastruktur freilich ein Schwerpunkt des Anbieters, wie der CEO betont. „Ein Dienstleister kann die Infrastruktur aber nicht mehr nackt und allein anbieten.“

Kunden investieren in Infrastruktur und Sicherheit

Neben Big Data sieht Tuszik vor allem Cloud Computing, Mobility und Bring Your Own Device als Themen an, die die IT-Branche in diesem Jahr bestimmen werden. „Die Themen, über die am intensivsten diskutiert wird, sind in der Regel aber nicht die, für die Unternehmen das meiste Geld ausgeben.“ Nach wie vor investierten Kunden vor allem in Storage-Migrationen, Virtualisierungs-Projekte und Windows-Upgrades. Nicht zuletzt stehe der Komplex Security und Compliance bei fast allen IT-Verantwortlichen ganz weit oben auf der Agenda.

Trotz noch nicht ausgestandener Euro-Krise und einer auf ein Prozent gesenkten Wachstumsprognose der Bundesregierung ist der Computacenter-Chef für das laufende Jahr alles andere als verzagt. Das IT-Geschäft habe sich in den vergangenen Jahren stets besser entwickelt als die Wirtschaft insgesamt. „Für 2013 bin ich daher vorsichtig optimistisch und rechne mit einer positiven Entwicklung auf dem IT-Markt." □

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