Gute Geschäftszahlen, neue Mitglieder und gemeinsame Lösungen wurden in Fulda gefeiert Compass stellt eigene Monitoring-Lösung auf der Convention vor

Redakteur: Sarah Gandorfer

Auf der Business Convention präsentierte die Compass Group nicht nur gute Zahlen, sondern auch eine Monitoring-Lösung für den Storage-, Server und Applikationsbereich. Zudem konnte der erste Master der kooperationseigenen Akademie gefeiert werden.

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Dirk Henniges, Geschäftsführer der Compass-Gruppe
Dirk Henniges, Geschäftsführer der Compass-Gruppe
( Archiv: Vogel Business Media )

Alle zwei Jahre trifft sich die Compass-Gruppe zur Business Convention. Diesmal kamen am 8. und 9. Juni 2011 leitende Mitarbeiter von 37 Mitgliedsunternehmen sowie rund 80 Teilnehmer aus Lieferanten-Firmen in das Kongresszentrum Esperanto nach Fulda. Die Mitglieder der Compass-Gruppe haben ihre Stärken im Systemhaus- sowie Dokumenten-Output-Geschäft.

Am ersten Tag stand die interne Gesellschafter-Versammlung der Händlergruppe auf der Agenda. Am zweiten Tag öffnete die angeschlossene Hausmesse für alle Anwesenden die Tore. Flankiert wurde diese von Fachvorträgen zu aktuellen Branchenthemen.

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Compass-View

Besonders stolz ist Dirk Henniges, Geschäftsführer der Compass-Gruppe, auf das Monitoring-System „Comapss-View“. Dieses ist für den speziellen Einsatz im Server-, Storage- und Applikationsbereich ausgelegt. Das Compass-View basiert auf einer Lösung, die vom Mitgliedsunternehmen Systemhaus Dresden SHD entwickelt wurde. „SHD kann auf das breite Know-how unserer Gruppe zurückgreifen und das System auf den Mittelstand perfekt abstimmen“, erklärte Henniges den Vorteil der gemeinsamen Zusammenarbeit.

Zum Monitoren von Druck-Infrastrukturen setzt der Verbund bereits seit längerem die eigens entwickelte Lösung „Fleet-Cockpit“ ein. „Hiermit hat unsere Gruppe über 50.000 Systeme beim Kunden angebunden. Davon werden 35.200 Systeme aktiv gemanaged“, so Henniges. Dieses Management schlägt sich auch im steigenden Anteil der Dienstleistungen am Gesamteinkaufsvolumen der Gruppe nieder. Die kletterten von zwölf Prozent im Geschäftsjahr 2009 auf 16 Prozent für das Jahr 2010.

Das gemeinsam abgewickelte Einkaufsvolumen von IT-Infrastruktur-Produkten betrug 145 Millionen Euro und stieg damit um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gemeinsam erwirtschafteten die der Compass-Gruppe angeschlossenen Unternehmen 2010 einen Außenumsatz von 536 Millionen Euro. „Auch in das neue Jahr sind wir gut gestartet“, so der Compass-Chef. „Im ersten Quartal beliefen sich die gemeinsamen Einkaufsumsätze auf rund 70 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 24 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum Auch wenn man diese Steigerung um die beiden dem Verbund neu beigetretenen Systemhäuser bereinigt, bleibt eine Steigerung um 21 Prozent.“

Erst kürzlich sind zwei Handelshäuser neu in die Compass-Gruppe aufgenommen wurden: Als neuer Gesellschafter kam das Unternehmen Compdata aus Albstadt im Januar hinzu. Fischer Bürosysteme aus Grasbrunn erweitert als Mitglied den Arbeitskreis Paper-Output-Management. Zudem konnte nach dem Verkauf von BT IT-Consulting (ehemals SCC GmbH) an Cancom und dem damit verbunden Ausscheiden aus der Gruppe, dessen ehemaliger Wettbewerber Kumatronik aufgenommen werden.

Infolge einer Insolvenz der Muttergesellschaft verlor der Verbund das Systemhaus Pfeifer aus Saarbrücken. Compass haftet in diesem Fall gegenüber den Lieferanten. „Der Schaden ist zwar für uns schwer abzuschätzen, doch es wirft uns nicht um“, fasst Henniges diese Situation zusammen. Schon früh hätte die Gruppe hier erste Sicherungsmaßnahmen getroffen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die E-Business-Plattform und die Compass-Akademie.

E-Business-Plattform Cockpit

Neben Compass-View zeigte die Gruppe auf ihrem Stand wie die Entwicklung der E-Business Plattform Cockpit V4.0 voranschreitet. Bei der Umsetzung wurden Anregungen und Wünsche der Einkaufsleiter sowie Vertriebsmitarbeiter berücksichtigt.

Compass-Akademie

Stolz ist Henniges auch auf die Compass-Akademie, mit der der Verbund den Fachkräftemangel angeht. Insgesamt begannen in den vergangenen drei Jahren 40 Studenten das BWL-Studium, von denen derzeit der erste Jahrgang seinen Bachelor erhält. Ganz besonders hervorgehoben hat Henniges in seiner Ansprache auf der Abendveranstaltung Ziad Ferjani von Praedata Bürosysteme. Er hat als erster Absolvent seinen Master of Business Administration bestanden. Die Unternehmen investieren alleine in die Studiengebühren 800.000 Euro.

„Wir haben 2010 mit unseren Partnern zusammen nach einem für viele schweren Jahr 2009, nahezu alle gemeinsamen Ziele erreicht“, freut sich Henniges. „Wir, und damit unsere Mitgliedsunternehmen, sind der Mittelstand der IT-Branche und dadurch der präferierte Partner des deutschen Mittelstands. Dieser zeichnet sich aus durch Stabilität, Verantwortungsbewusstsein und Agilität.“

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