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AMD Ryzen kommt am 2. März

Comeback mit Ansage

| Autor: Klaus Länger

Ab 2. März kann man die Ryzen-Prozessoren von AMD kaufen. Mit Ihnen meldet sich der Hersteller im Markt für leistungsstarke CPUs zurück.
Ab 2. März kann man die Ryzen-Prozessoren von AMD kaufen. Mit Ihnen meldet sich der Hersteller im Markt für leistungsstarke CPUs zurück. (Bild: AMD)

Wenig IT-Produkte werden derzeit mit so großen Hoffnungen erwartet wie die Ryzen-Prozessoren von AMD. Mit ihnen will der kleinere der beiden wichtigen Hersteller von x86-Prozessoren endlich die Durststrecke bei den leistungsfähigen Modellen für Gamer und professionelle Anwender überwinden. AMD lockt zudem mit vergleichsweise günstigen Preisen.

Wer in den vergangenen Jahren nach einem Desktop-Prozessor für ein Gaming-System oder ähnlich fordernde Aufgaben wie Videoschnitt oder Bildbearbeitung mit hohen Auflösungen gesucht hat, ist an Intel kaum vorbeigekommen. Die Bulldozer-Architektur von AMD und deren Weiterentwicklungen konnten mit Intels Core-Prozessoren weder bei der Leistung noch beim Energieverbrauch mithalten. Laut AMD soll Ryzen nun 52 Prozent mehr Instruktionen pro Taktzyklus verarbeiten, als ein FX-Prozessor mit Piledriver-Mikroarchitektur. Damit können die neuen AMD-Prozessoren laut Hersteller auch die aktuellen Core-Prozessoren von Intel schlagen.

Zen: Vier Jahre Entwicklung

Vor vier Jahren hat AMD mit der Entwicklung der Zen-Architektur begonnen, die nun mit der Vorstellung der Ryzen-Prozessoren am 2. März die ersten Früchte trägt. Die ersten Modelle der in einem 14-Nanometer-FinFET-Verfahren hergestellten Prozessorfamilie sind der Ryzen 7 1800X, 1700X und 1700. Alle verfügen über acht Kerne mit Hyperthreading und 16 MB gemeinsamen Level-3-Cache. Der Buchstabe „X” steht hier für die Extended-Frequency-Range-Technik von AMD. Mit ihr kann der Prozessor bei ausreichender Kühlung im Boost automatisch eine Taktfrequenz erreichen, die über der spezifizierten maximalen Taktfrequenz liegt.

Das aktuelle AMD-Spitzenmodell für Desktop-PCs ist der Ryzen 7 1800X mit 3,6 GHz Standard- und vier GHz Boost-Taktfrequenz. Er soll in den USA 499 US-Dollar kosten, hierzulande ist er bei den ersten Händlern für 559 Euro gelistet. Damit kostet er nur die Hälfte des ebenfalls mit acht Kernen ausgestatteten Intel Core i7-6900K, den AMD als direkten Konkurrenten sieht. Der Ryzen 7 1700X liefert mit 3,4 beziehungsweise 3,8 GHz eine etwas niedrigere Taktfrequenz, kostet dafür aber auch nur 399 US-Dollar. Der deutsche Straßenpreis bewegt sich hier um die 440 Euro und liegt damit auf dem Niveau eines Intel Core i7-6800K. Der Intel-Prozessor ist wie der i7-6900K für Sockel-2011-3-Mainboards ausgelegt, bietet aber nur sechs Kerne.

Während die Ryzen 7 1800X und 1700X für 95 Watt TDP spezifiziert sind, soll der Ryzen 7 1700 mit maximal 65 Watt auskommen und damit der sparsamste 8-Kerner auf dem Markt sein. Er läuft mit 3,0 GHz Basis- und 3,7 GHz Boost-Takt und soll 329 US-Dollar kosten. Mit einem deutschen Straßenpreis von etwa 359 Euro liegt er etwa auf dem Niveau eines Intel Core i7-7700K. Dieser Kaby-Lake-Prozessor mit vier Cores und 4,5 GHz Turbo-Takt ist die derzeit schnellste Mainstram-CPU von Intel für den Sockel 1151.

Breite Unterstützung

Laut der AMD-Chefin Lisa Su genießen die neue Prozessoren eine breite Unterstützung in der Industrie. Mehr als 80 verschiedene Mainboards mit Sockel AM4 sollen zum Start als Basis für die Ryzen-Prozessoren zur Verfügung stehen. Bislang sind Platinen mit AMD-B350 oder X370 angekündigt. Beide Chipsätze unterstützen USB 3.1 Gen2 mit 10 GBit/s. AM4-Boards eignen sich auch für die Bristol-Ridge-Prozessoren mit integrierter Grafik, die noch zur vorhergehenden AMD-Generation gehören. Erste Gaming-PCs mit Ryzen sollen bei CLS-Computer, Medion und Mindfactory in den Startblöcken stehen.

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