Linux für den Mittelstand Collax liefert erstmals Virtualisierung und Hochverfügbarkeit

Redakteur: Daniel Feldmaier

Mit der V-Family stellt Collax erstmals eine Produktfamilie für Virtualisierung vor. Auch echte Hochverfügbarkeit steht zur Verfügung. Der Anbieter von Linux-basierenden Infrastrukturen adressiert mit seinen Produkten kleine und mittelständische Unternehmen.

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Durch die serverbasierte Lizenzierung beschränkt bei V-Cube allein die Leistungs des Servers die Anzahl der virtuellen Maschinen.
Durch die serverbasierte Lizenzierung beschränkt bei V-Cube allein die Leistungs des Servers die Anzahl der virtuellen Maschinen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ein Server, ein Preis: Solch ein Lizenzmodell für virtualisierte Infrastrukturen ist selten zu finden. Verbreiteter ist eine komplexe Lizenzierung pro Prozessorkern oder pro virtueller Maschine.

Collax stellt mit seiner V-Family ein Lösungspaket für die Virtualisierung vor, das auf die Ansprüche von kleineren oder mittelständischen Unternehmen zugeschnitten ist und bei dem die Kosten kalkulierbar sein sollen. Die Produkte sind auch als White-Labeling-Variante verfügbar. So können Reseller, Distributoren und Integratoren ihren eigenen Brand verwenden.

Hypervisior, Hochverfügbarkeit und Storage

Der Collax-V-Cube ist ein Hypervisor für den Betrieb von virtuellen Maschinen auf Servern. Die Server-Virtualisierungs-Software ist auch als Appliance erhältlich und soll die bekannten Vorteile einer virtuellen Umgebung schaffen. Als Alleinstellungsmerkmale hat V-Cube einen vergleichsweise niedrigen Lizenzpreis und nutzt als Linux-Produkt die „Kernel-based Virtual Machine“ (KVM), also die Hardware-Virtualisierungstechniken in Prozessoren von Intel und AMD. Letzteres ist sinnvoll, weil hier die vorhandene Hardware voll ausgenutzt wird.

Ist eine hochverfügbare Infrastruktur gewünscht, kann die Cluster-Lösung Inter-V ein ausfallsicheres System schaffen. Fällt ein Clusterknoten aus, übernehmen ein oder sogar mehrere andere dessen Aufgabe. Es gibt keine nach außen sichtbare Unterbrechung. Bei Wartungsarbeiten können Administratoren die virtuellen Maschinen von einen auf den anderen Server verschieben (Live Migration).

Die Speichervirtualisierung Collax V-Store, macht die Anschaffung eines SANs unnötig, da die Server-eigenen Festplatten genutzt werden. (Archiv: Vogel Business Media)

Spricht man von Hochverfügbarkeit, sollte diese nicht nur für den Server sondern auch für den Storage gelten. Erforderlich ist hierfür eine zentrale Speicherinfrastruktur (Shared Storage) für die Cluster-Nodes, was Collax als V-Store anbietet. Die Speichervirtualisierung soll die Anschaffung eines SANs unnötig machen, da die Server-internen Festplatten genutzt werden. Die Technologie „Embedded SAN“ integriert dabei die Speicherverwaltung direkt in die Nodes des Clusters. V-Store sorgt automatisch dafür, dass alle Daten synchronisiert auf den Cluster-Nodes zur Verfügung stehen.

Systemumgebung

Collax V-Cube und die beiden Zusatzmodule V-Store und Inter-V unterstützen Gastbetriebssysteme mit 16 Bit, 32 Bit und 64 Bit. Zu den Betriebssystemen zählen unter anderem Windows 7, Vista, XP, 2000, 2003 und 2008, Novell Suse Linux 9, 10, 11, Redhat 3, 4, 5 und Ubuntu. Durch PCI-Passthrough können virtuelle Maschinen direkt auf eine PCI-Karte – beispielsweise eine ISDN-Karte – zugreifen. So lassen sich auch Fax-Server oder Telefonanlagen virtualisiert betreiben.

Auf der nächsten Seite finden Sie die Lizenz-Preise für Collax-V-Cube, V-Store und Inter-V.

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