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Die IT-Cloud für Elektroautos Cloud-System hilft beim Aufbau von E-Car-Lade-Infrastrukturen

| Autor / Redakteur: Ariane Rüdiger / Ulrike Ostler

Die Niederlande und die Stadtwerke Düsseldorf haben nun ein System live geschaltet, das Cloud-Technologie nutzt, um E-Car-Fahrern die anbieterübergreifende Nutzung von Ladestationen zu ermöglichen.

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Ein Tesla Roadster und ein Mitsubishi iMiEV laden an den E.ON Stromtankstellen im Parkhaus Elisenhof in München. Bild: E.ON
Ein Tesla Roadster und ein Mitsubishi iMiEV laden an den E.ON Stromtankstellen im Parkhaus Elisenhof in München. Bild: E.ON
( Archiv: Vogel Business Media )

Infrastrukturen wandeln sich derzeit radikal: Die Zukunft der IT gehört der Cloud, die des Verkehrs der Elektromobilität. Dabei kann E-Mobilität erheblich von der Cloud-Technologie profitieren, wie das Beispiel Niederlande und Region Düsseldorf zeigt.

Denn statt eines homogenen Systems von Ladestationen wird es wohl einen Flickenteppich unterschiedlicher Hersteller und Anbieter geben. Doch die nötige Schubkraft erhält E-Mobilität nur, wenn den Pionieren der E-Car-Nutzung das Leben so weit wie möglich erleichtert wird, zum Beispiel indem sie möglichst viele, wenn nicht alle Ladestationen einer Region nutzen können statt nur die eines Anbieters, bei dem sie registriert sind.

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Weil man das in den Niederlanden schon länger erkannt hat, haben sich dort acht von elf Energienetzbetreibern zu der Stiftung „e-laad“ zusammengeschlossen. Sie soll zumindest während der ersten Jahre des entstehenden neuen Marktes diesen in Schwung bringen und hat sich hohe Ziele definiert: Ursprünglich wollte man bis Ende 2012 10000 Ladestationen unterschiedlicher Typen in den gesamten Niederlanden implementieren.

Ein eigene Protokoll für die Zapfsäulen

Das war wohl etwas zu ehrgeizig, aber es geht trotzdem zügig voran: Bis heute stehen 500 Ladestationen und damit weit mehr als im Nachbarland Deutschland, jeden Monat kommen 100 dazu, vorzugsweise an den vermuteten Nutzungsschwerpunkten, also nahe an Wohn- oder Arbeitsstätten der potentiellen Nutzer.

E-laad definierte für die Niederlande den Standard OCPP (Open Charge Point Protocol), der heute den niederländischen Normierungsgremien zur Standardisierung vorliegt und die Schnittstelle zwischen Ladesäulen und übergeordneten DV-Systemen vereinheitlicht. Sofern sie dieses Protokoll unterstützen, lassen sich beliebige neue Ladesäulen in eine übergreifende Infrastruktur einbinden.

Schon in diesem frühen Stadium kam auch Logica ins Spiel: Das Unternehmen beriet nämlich schon früher viele der Energie-Anbieter, die nun Ladesäulen-Infrastrukturen errichten und kennt sich daher mit den Details und Tücken des Energiemarktes bestens aus.

Angeschlossen an die Gesamtlösung haben sich auch die Stadtwerke der nahe der holländischen Grenze gelegenen Stadt Düsseldorf. Dort existiert heute mit 20 Ladestationen von drei Anbietern – geplant sind insgesamt 30 – eine relativ gut ausgebaute Ladeinfrastruktur. Der Aufbau eines eigenen übergeordneten Verwaltungssystems dafür wäre zu teuer gewesen, außerdem überschreiten viele Bewohner der Grenzregion häufig die Landesgrenzen.

weiter mit: Eine Cloud eignet sich besonders gut für die Ladesäulen-Infrastruktur

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