Von der einzelnen Anwendung zur Lösungs-Plattform Cloud-Suiten von Sage bandeln mit Drittanbietern an

Autor / Redakteur: Michael Matzer / Elke Witmer-Goßner

Die Integration von Drittanbieter-Lösungen in Online- und Desktop-Anwendungen ist bei Sage Software bereits problemlos gelöst. Das ermöglicht die rasche Erweiterung der Online-Suiten Sage One und Sage Office Online um wertvolle Zusatzfunktionen wie etwa einen Webshop oder Dropbox.

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Die Cloud-Strategie verfolgt die vollständige Bereitstellung aller Sage-Office-Lösungen in den eigenen Rechenzentren sowie die Integration von Drittanbieter-Apps sowohl mit den Cloud-Apps als auch mit Desktop-Lösungen von Sage.
Die Cloud-Strategie verfolgt die vollständige Bereitstellung aller Sage-Office-Lösungen in den eigenen Rechenzentren sowie die Integration von Drittanbieter-Apps sowohl mit den Cloud-Apps als auch mit Desktop-Lösungen von Sage.
(Bild: Sage Software)

In der modernen Geschäftswelt, in der mobile Anwendungen auf die Cloud zugreifen, verlangen die Kunden, dass auch die Cloud-Lösungen, die sie mobil nutzen, miteinander integriert werden. Daher bemühen sich Anbieter wie Sage Software, die eigenen Clouds-Apps zu koppeln. Um ihren Kunden darüber hinaus einen Mehrwert zu bieten und das abonnierte Cloud-Angebot attraktiv zu halten, nehmen sie auch die Angebote von Drittanbietern in ihre Cloud-Suiten auf. Sie schaffen damit eine Wertschöpfungskette, die im Hinblick auf Collaboration Mehrwert schafft. Der Kunde kann sich seine Wertschöpfungskette individuell konfigurieren und mietet nur, was er benötigt.

Features-as-a-Service

„Die Anwender haben meist keine IT-Abteilung und nicht die großen Richtlinien hinsichtlich der Beschaffung, die man bei Großunternehmen findet“, erklärt Jan Friedrich, Leiter Online Business, Geschäftsbereich SMB bei Sage Software. „Startups fangen mit so etwas gar nicht erst an, denn sie vermeiden Kapitalbindung, um sich auf ihre Geschäft konzentrieren zu können“ Wenn also ein Kunde sage, er wolle Online-Speicher und Online-Dokumentenaustausch, dann bekomme er dies auch. Allerdings müssten die Cloud-Apps auch mit lokalen Installationen ‚sprechen‘ können. „Dafür liegen bei Sage entsprechende Cloud-APIs vor, also Programmierschnittstellen.“

An diesen APIs docken Lösungen von Drittanbietern an, sei dies nun von Cloud-App zu Cloud-App oder von der Cloud-App zu einer Desktop-Installation. So ist es beispielsweise möglich, Desktop-Anwendungen wie etwa eine lokale Sage Office Line-Suite mit einer Cloud-Anwendung wie Google Maps oder mit Ebay zu verknüpfen. Dies ist ein sogenannter „Connected Service“, wie Sage ihn nennt. Sage selbst offeriert hierfür Sage Pay, Backup-as-a-Service, Security und eine Webshop-Integration.

Es gibt daneben auch die Integration zwischen Cloud-Lösungen, „also vollständige Online-Lösungen, die sich mit anderen Online-Anwendungen am Markt eher verknüpfen als mit einer anderen Desktop-Anwendung“, wie Friedrich formuliert. „Wir und unsere Kunden leben in einer Online-Welt. Deshalb haben wir beispielsweise im Falle von Sage Office Online gesagt: ‚Wir realisieren den Datenaustausch mithilfe von Dropbox‘. Für die einen Kunden ist Dropbox ein absolutes Horrorszenario, was Security in der Cloud angeht.“ Andererseits sei es aber auch eine Marktgegebenheit, dass Dropbox ein marktführendes Tool im Bereich der Dokumentenablage ist: „Dieser Tatsache müssen wir uns als Anbieter stellen.“

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Vernetzung? Mit Sicherheit!

Das Problem der Security während der Integration von Drittanbieterlösungen ist bei Sage bereits durch einen Authentifizierungsmechanismus gelöst (siehe Abb. 6). In Sage One wird eine fremde Anwendung beziehungsweise ein anderer Nutzer mit Hilfe eines Token-basierten Mechanismus authentifiziert und am System angemeldet. Das heißt, ein entsprechendes Token wird ausgetauscht und vom Sage-One-Autorisierungsserver auf seine Identität und Echtheit geprüft.

Gewährt der Nutzer der Fremdlösung Zugang zu seiner Anwendung, dann antwortet der Sage-Autorisierungsserver mit einem entsprechenden Code. Der Code, die ID und andere Informationen werden zwischen den beiden Anwendungen ausgetauscht, bis der Autorisierungsserver mit einer sogenannten JSON-Message den Zugang anhand eines Zugangs-Tokens freigibt. Das hat mit dem Datenaustausch per EDI (Electronic Data Interchange) nichts zu tun, betont Jan Friedrich: „In der Online-Welt muss der Datenaustausch viel schneller gehen als mit EDI und immer funktionieren.“ Das sei bei EDI nicht immer gegeben. Deshalb gilt für ihn: „Single-Sign-on und Authentifizierung – das muss reichen.“

Wachsendes Angebot

Dropbox ist vorerst das einzige Tool, das von Drittanbietern in Sage Office Online einzubinden ist. Beim etwas älteren Sage One, dem „kleinen Bruder“, sieht das Angebot schon viel reichhaltiger aus (siehe Abb. 1). Im Bereich E-Commerce steht beispielsweise die verbreitete Webshoplösung Magento bereit, in der Kundenverwaltung (CRM) etwa Salesforce.com, und im Einsatzfeld Business Intelligence finden sich mehrere englischsprachige Anbieter.

Sie ergänzen die Funktionen von Sage One: Angebot und Rechnung; automatisierte Buchhaltung; Online-Steuerberatung mit Felix1.de, sowie Online-Lohn- und Gehaltsabrechnung. 86.000 Kunden weltweit, davon 9.500 in Deutschland nutzen Sage One bereits. Diese bietet den Lösungsanbietern einen tragfähigen und wachsenden Abnehmermarkt. Zusätzlich stehen Sage-Lösungen mobil zur Verfügung: Sage CRM sowie die mobile Auftragsbearbeitung für GS-Office und Handwerker (HWP).

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