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Die Technologie spricht für sich

Cloud Foundry fragt nach den Gründen für den Cloud-Einstieg

| Autor: Ulrike Ostler

44 Prozent der für die Cloud-Foundry-Studie Befragten, sagen dass die Notwendigkeit eines Kulturwandels im Unternehmen ein größeres Hindernis für die Cloud-Adaption ist, als die Wahl und Integration der richtigen Tools und Technologien. Das sagen 33 Prozent.
44 Prozent der für die Cloud-Foundry-Studie Befragten, sagen dass die Notwendigkeit eines Kulturwandels im Unternehmen ein größeres Hindernis für die Cloud-Adaption ist, als die Wahl und Integration der richtigen Tools und Technologien. Das sagen 33 Prozent. (Bild: Cloud Foundry Foundation)

Die Cloud Foundy Foundation hat ihre jüngste Studie veröffentlicht, der zufolge Reife, Flexibilität und Zuverlässigkeit der Cloud-Technologie eine größere Rolle für die Cloud-Verbreitung spielen, als Unternehmensziele.

Die Studie schlägt im Wesentlichen einen Absprung in die Cloud vor, und was folgt, ist im eine technische Reise. „Geschäftsziele mögen ein Anreizfaktor sein“, heißt es schon im Vorspann der Untersuchung, „aber sie allein treiben nicht das Engagement für den Wechsel in die Cloud an.“ Auch kulturelle Gründe seien nicht die Triebfedern – die Kultur sie im Gegenteil für viele immer noch ein Hindernis, selbst nach dem Wechsel in die Cloud.

Vielmehr deuteten die Daten darauf hin, dass die Einführung von Clouds ein Zyklus sei: Je mehr Unternehmen Cloud-Technologien einsetzten und sich dann mit ihnen vertraut machten, desto mehr setzten sie den Einsatz fort. Erlebten Unternehmen unmittelbar den Nutzen von Cloud-Computing erleben, erweitern sie den Nutzungsbereich. Die Studienmacher schließen somit darauf: „Es ist die Technologie selbst, die die zunehmende Akzeptanz vorantreibt. Der Geschäftswert allein reicht nicht aus.“

Die Befragung von rund 600 Studienteilnehmern hat ClearPath Strategies im Auftrag von der Cloud Foundry Foundation geführt.
Die Befragung von rund 600 Studienteilnehmern hat ClearPath Strategies im Auftrag von der Cloud Foundry Foundation geführt. (Bild: Cloud Foundry Foundation)

Insgesamt berichten über 50 Prozent der befragten IT-Entscheider, dass sie mindestens 60 Prozent ihrer Anwendungen in der Cloud entwickeln – ein Plus gegenüber der Befragung im März des vergangenen Jahres von 13 Punkten. Zusätzlich ist die Nutzung der Public Cloud um 17 Punkte gestiegen; die Nutzung von privaten Clouds um sechs Punkte.

Die Studie, die jetzt unter dem Titel „The Technology Speaks for Itself, What’s Driving Companies to the Cloud“ pünktlich zur Eröffnung des Cloud Foundry Summit in Den Haag veröffentlicht wurde, stammt vom September 2018. Sie basiert auf 600 Interviews mit IT-Fachleuten und Führungskräften, die elf Regionen (Kanada, China, Deutschland, Hongkong (SAR), Irland, Indien, Japan, Singapur, Südkorea, Großbritannien und USA) abdecken.

Der erhöhte Nutzungsgrad spiegelt sich unter anderem darin wider, dass die Befragten die Cloud-Begrifflichkeiten besser beherrschen und ihnen der Umgang damit leichter fällt. So sagen 74 Prozent, dass sie den Begriff Plattform as a Service (PasS) einem Kollegen erklären könnten. Im Februar 2016 waren es 63 Prozent.

Run 44 Prozent der Befragten verwenden PaaS – irgendwie. Weitere 83 Prozent geben an, dass sie entweder PaaS evaluieren, in begrenztem Umfang nutzen oder anstreben. Nur 14 Prozent berichten, dass sie gar kein PaaS verwenden und drei Prozent wissen es nicht).

Die Zahl der Unternehmen, die Conrainer-Techniken für ihre Applikationen verwenden, steigt. Die Abbildung zeigt die Veränderung binnen zwei Jahren.
Die Zahl der Unternehmen, die Conrainer-Techniken für ihre Applikationen verwenden, steigt. Die Abbildung zeigt die Veränderung binnen zwei Jahren. (Bild: Cloud Foundry Foundation)

Auch die Verwendung von Container-Techniken ist auf dem Vormarsch: Selbst im Zeitraum zwischen März 2018 und September 2018 lässt sich feststellen; Rund 38 Prozent befinden sich derzeit in der Evaluierungs- beziehungsweise Implementierungsphase, was einem Anstieg von acht Punkten gleichkommt, so die Studie. Die Zahl derer, die keine Container nutzen, beläuft sich auf 13 Prozent.

Die Adaption im Bereich Serverless schreitet noch schneller voran. In den vergangenen sechs Monaten ist die Technologie so sehr ins Bewusstsein gerückt, dass in naher Zukunft in vielen Fällen mit der Einführung zu rechnen ist. Die Prognose der Studienmacher: In einem Jahrzehnt wird serverlos alltäglich sein (wie PaaS heute). In Europa setzen 17 der Befragten bereits serverless und 31 Prozent sind dabei, die entsprechenden Techniken zu evaluieren.

Ergebnisse aus Europa

Bei genauerem Hinsehen ergeben sich durchaus länder- beziehungsweise regionsspezifische Unterschiede.

  • So fragen die Studienmacher nach der Wahrnehmung der Digitale Transformation: Ist das Hype oder Realität? 20 Prozent der Europäer sagen Hype , doch nur 5 Prozent der in China Befragten und 15 Prozent der in den USA. Sind die Europäer zynischer?
  • Rund 82 der Befragten in Europa geben aber auch an, dass sie damit zufrieden sind, in welchem Status sie sich in ihrem digitalen Transformationsprozess befinden.
  • 73 Prozent geben an, dass sie mit dem ständigen Wandel Schritt halte; demnach haben 27 Prozent das Gefühl, ins Hintertreffen zu geraten.
  • Die Anzahl der europäischen IT-Entscheidungsträger, die angeben, die Wahl ihrer Cloud-Provider getroffen und damit begonnen zu haben, Anwendungen auf breiterer Ebene bereitzustellen, ist im Vergleich zum November 2017 um 15 Prozentpunkte gestiegen.

Und welche Tools bevorzugen die Europäer?

  • Das in Europa bevorzugt Orchestrierungswerkzeug ist Docker Swarm; 32 Prozent nutzen dieses. Es folgen Apache Mesos 21 Prozent setzen das ein und zu Kubernetes greifen 11 Prozent.
  • Open Source ist Trumpf: Die Hälfte der Befragten gab an, auf Open Source Lösungen zu bauen.

Was bewegt die europäischen Unternehmen sonst noch?

  • 28 Prozent der Befragten wählen aus den Trends Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) aus und 24 Prozent Cybersecurity. Außerdem gibt ein nennenswerter Prozentsatz an, dass diese Trends auch die kommenden fünf Jahre bestimmend sein werden: 35 Prozent sagen das über KI/ML und 23 Prozent über Cybersecurity
  • 35 Prozent geben an, dass es ihnen an In-house KI/ML-Know-how mangelt, 29 Prozent vermissen Blockchain-Manpower und 29 Prozent sehen ein Defizit im Bereich Datenbanken wie „MySQL“, „MongoDB“, „Cassandra“, „Hadoop“ und „Couchbase“.

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