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Sage-Software-Chef Peter Dewald im Interview

Cloud Computing und die unbequeme Wahrheit für Reseller

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Bestehende Software in die Wolke bringen

ITB: Was meinen Sie mit „hochgradig kundenspezifisch“ in diesem Zusammenhang?

Dewald: Ich spreche von rund 120 Entwicklungspartnern in Deutschland, die über Jahre auf Basis der Office Line ihre eigenen Lösungen entwickelt haben. Wir haben beispielsweise spezielle Branchenlösungen für die fertigende Industrie oder für die Handwerksbranche. Es gibt mobile Lösungen, die Partner entwickelt haben, CRM-Erweiterungen und viele andere Ergänzungen. Diesen Wert müssen wir freilich auch in der Cloud erhalten, für unsere Kunden und Partner. Wir konnten das so umsetzen, dass der Entwicklungspartner nur relativ wenig an seiner Code-Basis machen muss, um seine Lösung auch weiterhin standardisiert über das besagte Tool hochladen und anbieten zu können. Er kann seinen Kunden seine Lösungen weiterhin anbieten und verkaufen und dabei alle Vorteile des Cloud Computings nutzen. Für Entwicklungspartner bietet die Cloud also letzten Endes weiteres Potenzial.

ITB: Weil wir über Marge gesprochen haben: Es gibt einen Verein, in dem sich Sage-Partner zusammengeschlossen haben, den „Business Partner Mittelstandssoftware e. V.“. Sage sah sich zuletzt im Sommer mit öffentlich vorgetragenen Forderungen dieses Vereins konfrontiert. Zu den Hauptkritikpunkten des Partner-Vereines zählt, dass Sage die eigene Rendite steigerte, dafür aber einen Rendite-Verlust der Händler in Kauf nahm. Es ging unter anderem um die Höhe von Reseller-Gebühren und um eine Umgestaltung des Bonus-Systems, bei dem Neukundenakquise stärker belohnt werden sollte als das Bestandskundengeschäft. Ist das eigentlich unbequem für Sie, wenn sich Partner so organisieren?

Dewald: Nein, unbequem ist das nicht. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir das gut finden. Der Verein umfasst heute so in etwa zehn Prozent unserer Vertragshändler. Das ist nicht zu groß, und der Verein hat zur Gründung als Statut die gute Zusammenarbeit mit Sage ausgegeben, das begrüßen wir natürlich. Inzwischen hat es einige Termine gegeben, auf denen wir über Rahmenbedingungen und die Weiterentwicklung der Produkte gesprochen haben. Auch Einkaufsbedingungen sind ein sehr beliebtes Thema. Manches ändert sich in der Welt, und ich habe Verständnis dafür, dass die Handelspartner besorgt sind und sich fragen, was da passiert.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die Margenentwicklung.

Ergänzendes zum Thema
 
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