Hans-Dietrich Genscher spricht auf der Cloudforce

Cloud Computing und der Wandel in der Welt

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Politprominenz

Nach einer kurzen Ansprache der Gastgeber, Salesforce-Chef Joachim Schreiner und Produktmarketing-Leiter Mani Pirouz, sprach der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher. Die Brücke zwischen der Genscher-Rede zum „weltweiten Wandel“ und dem Messethema „Cloud Computing“ schlugen Schreiner und Pirouz noch im Vorfeld: Die Consumer- und Business-IT ändere sich durch Cloud-Anwendungen und Social-Media-Einflüsse immens, ebenso wie sich die Welt gerade immens durch Bewegungen wie den Arabischen Frühling oder durch Occupy Wallstreet ändere. Letzten Endes seien es die neuen Kommunikationsmöglichkeiten, die das Internet biete beispielsweise Facebook und Twitter, mittels derer sich die Massen für den Wandel organisierten. Fotos von „Thank-you, Facebook“-Graffiti aus arabischen Revolutionsgebieten sollten diesen Zusammenhang verdeutlichen (siehe Kommentar auf Seite 48). Auch wenn die Verbindung zwischen Salesforce und der Demokratie- und Occupy-Bewegung etwas weit hergeholt erscheint, konnte das Unternehmen mit seinem so genannten 1-1-1-Modell durchaus auf eigene gute Taten verweisen: „Ein Prozent der Produkte werden gemeinnützigen Unternehmen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ein Prozent des Umsatzes wird gespendet, und ein Prozent der Arbeitszeit – also etwa drei bis fünf Tage im Jahr – arbeiten unsere Mitarbeiter für gemeinnützige Organisationen“, so Schreiner.

Gemeinsamer Nenner des Wandels

Genscher stürzte sich sofort auf die großen Themen, die allesamt für einen großen Wandel stünden, in dem sich die Menschheit gerade befinde, so der beliebte Ex-Außenminister und Ex-Vizekanzler.

Der in Brüssel beschlossene Euro-Rettungsschirm, der Wettkampf der politischen Systeme, der mit Demonstrationen in Ostdeutschland und dem deutschen Mauerfall endete, der Arabische Frühling, die Occupy-Bewegung und der Aufstieg der Piratenpartei – Genscher sprach alle Themen an, die mit dem Wandel der Gesellschaft zu tun haben und das Zeug dazu haben, emotional zu bewegen. Genscher fand sogar einen gemeinsamen Nenner: Die Herrschaft der Informationen stehe hinter den verschiedenen Ausprägungen des Wandels.

Erst neue Kommunikationsmöglichkeiten in arabischen Ländern hätten es ermöglicht, „die Massen für den Wandel zu organisieren“, so Genscher. Genauso, wie bei den Demos in Leipzig letztlich die Informationsherrschaft der ausschlaggebende Faktor gewesen sei: Über das Westfernsehen, das über erste Demos berichtete, sei die Bewegung auf andere Städte übergeschwappt.

Die komplette Rede des Ex-Außenministers wurde als Web-Video auf Youtube hochgeladen.

Das Post-PC-Zeitalter

Nach der Keynote und Genschers spannendem geschichtlichen Rundumschlag wurde es dann schnell erheblich technischer. Man könnte sagen, dass Salesforce.com im Taumel der eigenen Umsatzsteigerungen das Post-PC-Zeitalter ausrief. Auf den Breakout-Sessions präsentierte das Unternehmen, wie es sich in den vergangenen Jahren stark in Richtung App-Entwickler-Community und Social Media gewandelt hat (siehe Kasten „Was macht Salesforce?“).

Nachdem das ASP-Modell etwa zur Jahrtausendwende wegen fehlender Bandbreite gescheitert ist, zeigte Salesforce, warum unter dem Buzzword „Cloud“ nun so große Wachstumsraten zu erwarten sind und wie man die einhergehenden Trends kommerziell nutzen will.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur Salesforce-Cloud.

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