RSA zeigt Best Practices für Sicherheit in Cloud-Umgebungen Cloud Computing kann für mehr IT-Sicherheit sorgen

Redakteur: Peter Schmitz

Security-Experte RSA hat neueste Erkenntnisse zum Thema Cloud-Security in einem Leitfaden zusammengestellt. Unter dem Titel „Identity and Data Protection in the Cloud: Best Practices for Establishing Environments of Trust“ zeigt RSA welche Cloud-spezifischen Sicherheits- und Compliance-Herausforderungen es gibt.

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RSA-Leitfaden: Cloud Computing ermöglicht künftig intelligentere Security-Architekturen.
RSA-Leitfaden: Cloud Computing ermöglicht künftig intelligentere Security-Architekturen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der 20-seitige, englische Leitfaden (pdf) zeigt vor allem, welche speziellen Sicherheitsrisiken sich durch die Besonderheiten der Cloud ergeben und wo sich daraus auch neue Chancen ergeben. Das Dokument geht zudem auf Best Practices ein und auf die Frage, wie sich Identitäten und Informationen in virtualisierten IT-Wolken zuverlässig schützen lassen. Als Autoren zeichnen ausgewiesene Technologie- und Sicherheitsexperten von EMC, RSA und VMware verantwortlich.

Eine der Kernthesen des Leitfadens lautet, dass Clouds das Sicherheitsniveau herkömmlicher IT-Infrastrukturen in Zukunft bei weitem übertreffen könnten. Denn Richtlinien und Protokolle lassen sich in Clouds direkt in der Virtualisierungsschicht implementieren. Security wäre dann nicht nur auf der Applikationsebene und einzelnen Infrastruktursegmenten lokalisiert, sondern könnte tiefer als heute in der IT-Plattform verankert werden. Dies wiederum berge das Potenzial für schlankere, intelligentere Sicherheitsarchitekturen als gegenwärtig möglich.

Beziehungsgeflecht in der Cloud: Wem kannst Du vertrauen?

Bei der Weiterentwicklung ihrer IT-Landschaft zu einer virtualisierten Cloud müssen Unternehmen in puncto Sicherheit dennoch nicht bei Null anfangen. Für die avisierte Security-Architektur von Clouds können stattdessen vorhandenes Know-how und viele bereits im Unternehmen etablierte Methoden und Technologien sinnvoll weiterverwendet werden.

Aus Sicherheitsperspektive identifiziert die Studie als höchste Hürde für Clouds: mangelndes Vertrauen zwischen Anbietern von Cloud-Infrastrukturen und deren Nutzern. „Unser neuer Leitfaden gibt in dieser Hinsicht wichtige Anhaltspunkte, welche Bedingungen für eine Cloud-weite Trust-Umgebung erfüllt sein müssen“, erklärt Roger Scheer, Regional Sales Director bei RSA, The Security Division of EMC. „Untermauert werden die Kriterien durch Best Practices, die aus unseren Erfahrungen mit Private Clouds stammen.“

Abwehr von Cyber-Attacken vereinfachen

Zur Abwehr von Cyber-Attacken auf Clouds empfehlen die Autoren den Ausbau bestehender Authentifizierungs- und Fraud-Detection-Systeme zu einer risikobasierten Multi-Layer-Plattform, die nichtautorisierte Zugriffe ebenso ausschließt wie Phishing und andere Formen des Informationsdiebstahls.

Komplettiert wird der RSA-Leitfaden (pdf) durch Vorschläge, wie Compliance mit internen und externen Regelwerken auf effiziente Weise sichergestellt werden kann. Dies geschieht beispielsweise durch die Integration von Log-Daten der Cloud-Hersteller in Security Information und Management Systeme (SIEM) oder den Aufbau mehrschichtiger Cloud-Storage-Plattformen, die dem unterschiedlichen Schutzbedürfnis verschiedener Informationsklassen Rechnung tragen. Hierbei ist die Compliance mit diversen Richtlinien schon in die Datenzugriffsverfahren eingebaut.

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