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Die dunkle Seite der Cloud

Cloud-Computing frisst Wertschöpfung auf

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Umzugsberater

Behält man aber im Hinterkopf, dass Umzugsberatung für Cloud-Migranten eher einmalige Angelegenheiten sind, dass im Vergleich zum On-Premise-Modell weitaus weniger Cloud-Partner im Markt unterwegs sind (und auch weniger gebraucht werden), wird deutlich, dass die breite Masse des IT-Channels nicht so recht am Cloud-Erfolg partizipieren kann. Insgesamt fließt Wertschöpfung aus der Handelskette ab, die im neuen Bereitstellungsmodell via Wolke weniger gebraucht wird.

Daher ist im Cloud-Geschäft derzeit „weniger Musik drin“, wie der Vertriebler sagt. Beispiel Google: Reseller erhalten als Provision 20 Prozent der 40 Euro pro Nutzer und Jahr, die der Kunde für die Google-Apps-Premier-Edition zahlt.

Fazit

Im klassischem Lizenzgeschäft generiert der Reseller zwar nur etappenweise und weniger kontinuierlich Umsätze, dafür geht es um mehr Produktmarge und tendenziell mehr Wertschöpfung, die insgesamt vergütet wird. Das kann man schlecht finden (beispielsweise als Käufer des Vodafone-Google-Bundles) oder man kann es gut finden (beispielsweise als Reseller, der dem Kunden in der Cloud keine Office- oder Collaboration-Lösungen mehr verkaufen kann). An der Tatsache, dass Cloud Computing insgesamt Wertschöpfung aus der Handelskette und dem Systemhaus-Segment nimmt, ändert das jedoch nichts. Glücklicherweise floriert die ITK-Branche (beispielsweise laut dem ITC-Channel-Index von IT-BUSINESS und GfK). So können IT-Firmen, die keine Cloud-Umzugshelfer sind, wegbrechende Umsätze häufig gut auffangen.

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