Security as a Service Cloud Computing erschließt Potenzial für Security-Services

Autor / Redakteur: von Danica Dorawa, Panda Security / Dr. Andreas Bergler

Schon seit längerem steht Cloud-Computing nicht mehr in den Kinderschuhen, sondern hat sich als erfolgreiches Geschäftmodell etabliert.

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Cloud-basierte Services sind laut Yankee Group die nächste Entwicklungsstufe im Anti-Malware-Bereich.
Cloud-basierte Services sind laut Yankee Group die nächste Entwicklungsstufe im Anti-Malware-Bereich.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Prüfer des Reichspatentamtes, die Mitte der 30er Jahre die Erfindung eines jungen Bauingenieurs beurteilten, hatten nach jahrelangem Hin und Her wenig Weitsicht bewiesen. Der junge Mann hieß Konrad Zuse – und die Erfindung, die als „nicht patentwürdig“ abgelehnt wurde, hieß Z 1. Es war die erste programmgesteuerte Rechenmaschine der Welt. Wie so viele der technologischen Innovationen war auch das Cloud-Computing zu Beginn stark umstritten. Doch beim Fachhandel ist es als skalierbare und wirtschaftlich vorteilhafte Alternative favorisiert.

Laut Gartner ist die SaaS-Technologie dennoch bereits ein völlig akzeptiertes und ausgereiftes Konzept. Die Experten des IT-Marktforschungsunternehmen prognostizieren dem Markt bis 2010 einen Anstieg von 15 Prozent und erwarten, dass 90 Prozent neuer Infrastruktur für umfassende Sicherheit in kleinen und mittelständischen Unternehmen durch Security-Plattformen ersetzt werden.

Cloud optimiert Infrastruktur

Allgemein bekannt ist, dass das umfangreiche Volumen einer adäquaten Signaturdatei die Performance des Rechners völlig brach legen würde. Und auch die Verteilung der jeweiligen Signaturen innerhalb eines Netzwerkes würde heute zu viel Zeit in Anspruch nehmen, um den aktuellen Anforderungen an einen schnellen, leistungsstarken Schutz gerecht zu werden.

Mit der„Collective Intelligence“-Technologie stellt Panda seinen Nutzern die weltweit größte, webbasierte Signaturdatenbank mit rund 30.000 000 Signaturen „in the cloud“, das heißt auf externen Servern, zur Verfügung. Täglich werden dort mehr als 35.000 Samples entdeckt. Ohne die Performance des Rechners merkbar zu beeinträchtigen, kann die Scan-Engine alle verdächtigen Dateien in kürzester Zeit mittels ihrer Prüfsumme mit der Datenbank im Web abgleichen, klassifizieren und vom Rechner entfernen. Neben den üblichen Bezugsquellen für potenzielle Schädlinge sind auch alle Nutzer in das Sicherheitskonzept mit eingebunden.

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Verbesserte Reaktion

Die meisten Malware-Exemplare werden nur im Online-Modus aktiv. Nicht alle der 35.000 neuen Schädlinge, die täglich erscheinen, könnten in die Signatur integriert werden, ohne das System zu beeinträchtigen. Um einer Belastung entgegenzuwirken wird daher nur noch der Anteil der Varianten, die auch offline gefährlich werden können, auf dem PC selbst gespeichert. Wird auf einem beliebigen Rechner ein bislang unbekanntes, verdächtiges Programm gefangen und von der Collective Intelligence als Malware klassifiziert, steht die neue Prüfsumme in spätestens sechs Minuten auch allen anderen Nutzern weltweit über die Cloud zur Verfügung.

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