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IFA 2016 Clever und Smart in Berlin

| Autor: Klaus Länger

Die IFA in Berlin mausert sich zur wichtigsten deutschen IT-Messe und zeigt auch das Zusammenwachsen von IT-, Unterhaltungs- und Haushaltssektor: Alles wird smart.

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Auf der IFA werden auch viele Neuheiten aus der IT-Branche enthüllt. Am 2. September beginnt die Messe in Berlin.
Auf der IFA werden auch viele Neuheiten aus der IT-Branche enthüllt. Am 2. September beginnt die Messe in Berlin.
(Bild: Messe Berlin)

Anfang September startet in Berlin die mittlerweile 56. Internationale Funkausstellung. Längst geht es in den Messehallen rund um den Funkturm nicht nur um Unterhaltungselektronik und die „weiße Ware”, also Haushaltsgeräte. Auch IT-Produkte nehmen auf dem Messegelände (ExpoCenter City) einen immer breiteren Raum ein. Dabei beginnt die IFA sogar der Cebit den Rang abzulaufen. Nicht nur viele Hardware-Hersteller bevorzugen die IFA, auch Microsoft wird, trotz oft verkündetem Business-Fokus, auf der IFA mit einem großen Stand vertreten sein, der fast die komplette Halle 13 einnimmt. Auf der Cebit 2017 wird die Firma aus Redmond dagegen nur bei Partnern präsent sein: Einen eigenen Messestand soll es nicht geben.

IT kommt in die Wohnungen

Alles wird smart: So kann man den wohl wichtigsten Trend der diesjährigen IFA beschreiben. Schon jetzt gibt es kaum Arten von Haushaltsgeräten, die ohne Smartphone-Anbindung und App auskommen. Selbst bei Wasserkochern kann man die Temperatur per Mobilgerät vorwählen. Der nächste Trend ist nun die Vernetzung aller Arten von Geräten in Haus oder Wohnung, das Smart Home.

In diesem Feld sind auch etliche IT-Unternehmen aktiv. So präsentiert etwa Edimax (Halle 6.2, Stand 138) seine neue Smart-Life-Serie aus Netzwerkkameras, Smart-Plugs und diversen Sensoren. Die batteriebetriebenen Sensoren funken per 2.4RF Signal zu einem USB-Gateway, die restliche Kommunikation läuft über WLAN. Für eine unterbrechungsfreie WLAN-Abdeckung im schlauen Zuhause sollen neue Router, Repeater und Access-Points der Gemini-Roaming-Serie sorgen.

Netgear (Halle 3.2, Stand 121) zeigt ebenfalls WLAN-Geräte, die einen unterbrechungsfreien Wechsel von Router zu Repeater zulassen. AVM (Halle 17, Stand 107) zeigt neben neuen Routern, speziell für Kabelnetze, auch Fritz!-Produkte für das Smart Home.

D-Link (Halle 25, Stand 110-14) ist auf der IFA mit zwei neuen Smart-Home-Kameras, darunter die DCS-8700LH mit 180 Grad Weitwinkelobjektiv, einer smarten Mehrfachsteckdose und einem intelligenten Heizkörperthermostat vertreten. Devolo (Halle 6.2, Stand 128) setzt bei seiner Smart-Home-Baureihe auf das Z-Wave-Protokoll und stellt auf der IFA Unterputz-Komponenten für bestehende Wandschalter, Dimmer und Rollladensteuerungen vor. Bei Z-Wave (Halle 6.2, Stand 140) ist auch Western Digital mit einer Smart-Home-Anbindung für NAS-Geräte vertreten. Einen allgemeinen Standard für die Heimvernetzung gibt es zwar auch 2016 noch nicht, aber Z-Wave erklärt sich selbst zur führenden Smart-Home-Funktechnologie auf der IFA .

Schlaue Uhren und Fitnesstracker aller Art wird es ebenfalls in Berlin zu sehen geben. Samsung könnte im CityCube die kommende Smartwatch Gear S3 präsentieren. Lenovo (11.2, Stand 101) wird einen noch flacheren Yoga 900 mit Touch-Keyboard zeigen, HP das Smartphone Elite X3 mit Continuum in Funktion.

Neuer Notebooks-Prozessor und viel Gaming-Hardware

Bei PCs, Notebooks und Peripheriegeräten wie Monitoren dominieren in Berlin Modelle für Heimanwender und Gamer. Eine Weltpremiere werden die ersten Notebooks mit Intel-Prozessoren der siebten Generation sein. Mit dem Prozessor, der bei Intel den Namen Kaby Lake trägt, bringt der Chip-Hersteller ein drittes 14-Nanometer-Modell nach Broadwell und Skylake. Allerdings sollen Verbesserungen bei Herstellungsprozess gegenüber Skylake höhere Taktraten bei gleicher Leistungsaufnahme ermöglichen.

Zudem zeigen etwa Hersteller wie Acer (Halle 12, Stand 107), HP (Halle 17, Stand 115 bei Comline) oder Gigabyte ihre neuen Gaming-Rechner, wie etwa Notebooks mit Mobile-Pascal-GPUs von Nvidia. Mit den GTX-Modellen 1060, 1070 und 1080 sollen Spiele-Notebooks ähnlich gut für Virtual-Reality-Brillen geeignet sein, wie entsprechend ausgestattete Desktops. Denn im Gegensatz zu den meisten früheren Mobile-GPUs, hat Nvidia die Zahl der Shader-Units im Vergleich zu den Desktop-Grafikchips nicht eingeschränkt.

Virtual Reality und Augmented Reality sind auch für andere Hersteller wichtige Themen auf der Funkausstellung. Mark Papermaster, CTO bei AMD, wird am 3. September in einer Keynote auf die Gelegenheiten und Geschäftsmodelle eingehen, die sich mit VR ergeben. In Halle 11.2 zeigt AMD auch Demos auf VR-fähigen Gaming-PCs sowie Notebooks mit AMD-APUs der siebten Generation. Epson (Halle 21, Stand 103) wird auf der Messe mit der Moverio BT-300 eine neue Augmented-Reality-Brille vorstellen.

Trends bei TV-Geräten und Monitoren

Während bei TV-Geräten nach UHD und Smart-Funktionen nun High Dynamic Range (HDR) als Neuerung kommt, setzt sich bei Monitoren das Größenwachstum fort: LG zeigt in Halle 18 den gekrümmten 38-Zöller 38UC99 mit 3.840 x 1.600 Bildpunkten, Philips (Halle 22) stellt als Erweiterung der Curved-Display-Reihe sogar einen 40-Zöller mit UHD-Auflösung vor. Einen weiterer Schwerpunkt sind Gaming-Displays.

Special Areas: Sonderausstellungen auf der IFA

Teil der IFA sind auch einige Sonderausstellungen zu speziellen Themen und besonders aktuellen Produkten sowie Lösungen. Eine Premiere ist dabei eine Sonderschau, die sich mit dem Smart Home beschäftigt. TecWatch nennt sich die Innovationsbörse der IFA in Halle 11.1. Hier suchen Startups und Forschungseinrichtungen Partner in Industrie und Handel. Die Sonderschau „Fitness & Activity” präsentiert in den Hallen 7.2b und 7.2c die neuesten Wearables sowie begleitende Dienste und Zubehör. Smart-Home-Produkte und Lösungen sind in Halle 6.2 konzentriert. Rund um Apple dreht sich die iZone in den Hallen 12, 14.1 und 15.1. Teil der TecWatch sind die Start-up Days, fünf Thementage mit Vorträgen, Pitch-Wettbewerben und Präsentationen. Veranstaltet werden sie von der IFA und der Bundesverband Deutsche Startups e.V.

Der Reseller Park für die Produktbereiche Telekommunikation, Zubehör, Consumer-IT und Smart Home ist in Halle 25 auf dem Messegelände am Funkturm zu finden.

Der Lageplan der IFA 2016. Die Messe findet dieses Jahr an zwei Standorten statt.
Der Lageplan der IFA 2016. Die Messe findet dieses Jahr an zwei Standorten statt.
(Bild: Messe Berlin)

Bei der Orientierung auf der Messe kann der interaktive Hallenplan helfen, den die Messegesellschaft auf der folgenden Seite anbietet:

www.virtualmarket.ifa-berlin.de/de/aussteller-hallenuebersicht

Nächster Halt: IFA Global Market

Die IFA platzt aus allen Nähten. Daher wurde in diesem Jahr ein Teil der Messe ausgelagert. In der Station Berlin am Gleisdreieck ist die Sonderschau „IFA Global Market” untergebracht. Sie ist ausschließlich für Fachbesucher zugänglich. In Kooperation mit Rising Media wurden zudem Sonderbereiche zu den Themen und Robotics geschaffen. Die Schau läuft vom 4. - 7. September 2016. Die Station Berlin ist etwa 20 Minuten von der Messe Berlin entfernt. Ein regelmäßiger Shuttle-Service wird eingerichtet.

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