Interview mit ADN-Chef Hermann Ramacher »Citrix wird den Virtualisierungsmarkt aufrollen«

Redakteur: Regina Böckle

Der Virtualisierungsmarkt erlebe gerade die Ruhe vor dem Sturm, meint Hermann Ramacher, Geschäftsführer des Bochumer Value-Added-Distributors ADN. Die Übernahme von Xensource durch Citrix hat in den boomenden Virtualisierungsmarkt kräftig Bewegung gebracht, noch ehe Microsoft dort gelandet ist. Citrix werde mit diesem Thema im Channel noch kräftig für Furore sorgen, sagt Hermann Ramacher. Im Interview mit IT-BUSINESS begründet er seine These und erläutert, welche Unterstützung Fachhandelspartner dabei von ADN erwarten können.

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ITB: Xen-Source war vor der Übernahme von Citrix hierzulande bereits als Lösung zur Servervirtualisierung bekannt, konnte sich aber in der Breite nicht als echter Mitbewerber zu VMware positionieren. Weshalb gehen Sie davon aus, dass sich das schlagartig ändern wird?

Ramacher: Dafür gibt es zahlreiche Gründe. Zum einen bietet Citrix mit Xen an Bord nun die gesamte Palette an Virtualisierungslösungen aus einer Hand: von der Server- über die Desktop- bis hin zur Anwendungs-Virtualisierung. Das ist momentan einzigartig. Obendrein steht mit dem Citrix Provisioning-Server, ehemals Ardence, eine weitere Technologie zur Bereitstellung von Betriebssystemen zur Verfügung, die eine deutliche Reduktion der Storage-Kosten gegenüber dem VDI-Konzept von VMware darstellt. Die angekündigte Citrix Xen-Desktop-Lösung wird ein neues Kapitel in diesem Bereich einläuten.

ITB: Inwiefern können Fachhändler davon profitieren?

Die Lösung verwendet wie der Citrix Presentation-Server die Citrix-ICA-Technologie, um komplette Desktops an das Endgerät zu liefern. Das wiederum ermöglicht es Fachhandelspartnern, ihren Kunden Desktop-, Server-und Applikations-Virtualisierung integriert aus einer Hand anzubieten. Noch dazu ist der Support durch Microsoft sicher gestellt. Unsere Aufgabe ist es jetzt, mit Citrix Xen-Server und Xen-Desktop dem Fachhandel eine technologisch stellenweise bessere Alternative zu VMware anzubieten.

ITB: Mit welchen Maßnahmen möchten Sie dieses Ziel erreichen?

Ramacher: An erster Stelle steht die Ausbildung und Zertifizierung bestehender und neuer Partner. Wir haben bereits zahlreiche Webcasts zu diesem Thema durchgeführt, und die Resonanz darauf war überwältigend. In den nächsten Wochen brechen wir zu einer bundesweiten Roadshow auf, und ich kann nur sagen, so ein Feedback haben wir noch nicht erlebt. Auf einen einzigen Versand von Einladungen hin haben sich binnen zwei Wochen 500 Partner angemeldet. Der Hunger nach einer Alternative zu VMware ist riesig.

ITB: Wenn nur ein Teil dieser Interessenten ihr Kunde werden sollte – wie federn Sie diesen plötzlichen Ansturm personell ab, zumal doch die gesamte Branche über Fachkräftemangel klagt?

Ramacher: Wir haben schon frühzeitig in ein eigenes Virtualisierungsteam investiert. Hier kümmern sich dedizierte Mitarbeiter um die Citrix Server- und Desktop-Virtualisierung sowie um das erforderliche Know-how rund um die Hochverfügbarkeitsprodukte von Marathon. Zudem wird ein Storage-Spezialist das Team in Kürze ergänzen. Das gesamte Team ist hoch qualifiziert und zertifiziert.

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