Xen-basierter Hypervisor für PCs und Notebooks ab Mitte 2009 Citrix und Intel machen Virtualisierung mobil

Redakteur: Regina Böckle

In der zweiten Jahreshälfte 2009 wollen Citrix und Intel die ersten Lösungen zur Applikations- und Desktop-Bereitstellung auf den Markt bringen, die speziell für Intels vPro-Technologie konzipiert sind. Anwendern können damit die Vorteile der zentralisierten Desktop-Virtualisierung auch für ihre personalisierten PCs oder mobilen Clients nutzen. Dell kündigte an, den neuen Xen-Hypervisor auf seinen Plattformen zu installieren.

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Intel und Citrix entwickeln unter dem Code-Namen »Projekt Independence« derzeit gemeinsam eine Xen-basierte Client-Virtualisierungslösung. Herzstück dieser Lösung ist ein Bare-Metal Xen-basierter Client-Hypervisor, der für sämtliche Features von Intels vPro-Technologie optimiert ist. Die Lösung erlaubt es Unternehmen, einen zentral verwalteten Desktop in einer dynamischen Umgebung mit allen gewünschten Applikationen direkt in einer sicheren, isolierten Client-basierten virtuellen Maschine bereitzustellen.

Im Unterschied zur Server-basierten Desktop-Virtualisierung wird hier der Cache-Speicher genutzt, um Desktop- und Anwendungs-Software direkt auf Intel-Core-2-Desktops und Centrino-2-Laptops auszuführen. So können Mitarbeiter auch offline jederzeit und unabhängig vom Aufenthaltsort auf ihren gleichwohl zentral gemanagten Notebooks oder Desktops arbeiten. Der neue Xen-Client-Hypervisor kann auch auf bestehenden Clients, die bereits ein Betriebssystem besitzen, installiert werden. Die Hersteller versprechen außerdem optimierte Performance, auch bei der Bearbeitung ressourcenintensiver Grafiken. »Der innovative Ansatz von Citrix und Intel hat das Potenzial, das traditionelle Desktop-Management aufzubrechen, das Unternehmen jährlich Milliarden von Dollar kostet«, so Mark Bowker, Analyst bei der Enterprise Strategy Group (ESG).

Die Lösung, die Mitte dieses Jahres weltweit verfügbar sein soll, erlaubt es somit Unternehmen, zentralisiertes Desktop- und Anwendungs-Management mit einem personalisierten, sicheren und mobilen Nutzungsangebot zu kombinieren. Damit lassen sich die Kosten für die Desktop-Verwaltung senken.

»Die Ausdehnung der Zusammenarbeit von Intel und Citrix im Bereich des Open-Source-Hypervisors Xen auf den Client-Bereich wird es unserer Citrix-Delivery-Center-Infrastruktur ermöglichen, direkt mit Millionen von Intel-basierten Geräten zu kommunizieren«, schätzt Louis Shipley, Group Vice President und General Manager der Xen Server Product Group bei Citrix Systems.

Notebooks und PCs mit integrierter Client-Virtualisierung

PC-Hersteller können damit Client-seitige Virtualisierung in neue Desktops und Laptops integrieren. Dell beabsichtigt, den neuen Xen-Hypervisor auf seinen Computerplattformen zu installieren und hat bereits technische Unterstützung bei Entwicklung und Tests der neuen Lösung geleistet. »Virtualisierung kann die Total Cost of Ownership für die Verwaltung von Desktops im Unternehmen drastisch senken«, sagt Darrel Ward, Director of Commercial Desktops, Dell Product Group.

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