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Integrierte Sicherheitskonzepte

Cisco und IBM kämpfen gemeinsam gegen Cyberkriminalität

| Autor: Michael Hase

Christian Nern, Head of Security bei IBM DACH, betont die Notwendigkeit herstellerübergreifender Sicherheitslösungen.
Christian Nern, Head of Security bei IBM DACH, betont die Notwendigkeit herstellerübergreifender Sicherheitslösungen. (Bild: IBM)

Die IT-Konzerne Cisco und IBM arbeiten bei der Bekämpfung der globalen Cyberkriminalität künftig eng zusammen. Dabei streben sie integrierte Sicherheitskonzepte an, mit denen sich Bedrohungen effektiv abwehren lassen.

Um Organisationen weltweit vor Angriffen durch Cyberkriminelle besser schützen zu können, arbeiten Cisco und IBM ab sofort eng zusammen. Das gaben die beiden IT-Konzerne gestern bekannt. Demnach erstreckt sich die Kooperation auf Produkte, Dienstleistungen und Forschung.

So werden die Anbieter die Sicherheitsprodukte von Cisco technologisch mit QRadar, der Security-Analytics-Plattform von IBM verbinden. Außerdem dehnt IBM Global Services die Bandbreite der Unterstützung von Cisco-Produkten in Managed-Security-Services-Angeboten aus. Nicht zuletzt werden die Forschungsabteilungen IBM X-Force- und Cisco Talos bei der Threat-Intelligence-Forschung zusammenarbeiten und sich künftig bei großen Cybersecurity-Vorfällen miteinander abstimmen.

Ein wesentliches Anliegen der beiden IT-Riesen ist es, die Zeit zu verkürzen, die Unternehmen und öffentliche Einrichtungen benötigen, um Bedrohungen zu erkennen und abzuwehren. Dazu wollen sie ihren Kunden gemeinsam integrierte Lösungen anbieten, mit denen sich die Reaktion auf Angriffe beschleunigen und stärker automatisieren lässt.

Keine Insellösungen

„Die neue Zusammenarbeit zwischen Cisco und IBM im Bereich Cybersecurity unterstreicht die Notwendigkeit, herstellerübergreifende, integrierte Sicherheitslösungen zu schaffen – anstelle von Insellösungen, die Einzelprobleme adressieren, aber keine durchgängige IT-Sicherheitskonzeption unterstützen“, kommentiert Christian Nern, Head of Security Software Sales bei IBM DACH, das Bündnis mit Cisco.

Cisco und IBM sehen ein Kernproblem in der weiten Verbreitung von Sicherheits-Tools, die sich nur schwer integrieren lassen. Dagegen wollen sie gemeinsam angehen. Denn Sicherheitslücken können gerade dadurch entstehen, dass die einzelnen Komponenten einer Security-Infrastruktur nicht untereinander kommunizieren. Eine aktuelle Cisco-Umfrage bei 3.000 Chief Security Officers hat ergeben, dass 65 Prozent der Organisationen zwischen sechs und 50 verschiedene Sicherheitsprodukte nutzen.

Als erste konkrete Ergebnisse der Kooperation kündigt Cisco zwei neue Anwendungen für die QRadar-Plattform von IBM an. Sie sollen Kunden, die Ciscos Next-Generation Firewall (NGFW) und Intrusion Protection System (NGIPS) einsetzen, dabei helfen, Vorfälle schneller zu identifizieren und effektiver zu beheben. Außerdem wird der Netzwerk-Riese sein Threat Grid mit der Resilient Incident Response Plattform (IRP) von Big Blue verbinden, um Sicherheitsteams vertiefte Einblicke in Angriffsmuster zu ermöglichen.

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