Auf der Basis von Kubernetes

Cisco schafft eine Container-Plattform für Multi-Cloud Umgebungen

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mithilfe der Cisco Cloud Plattform soll sich der Kunde verschiedener Clouds bedienen und eine hybride aber dennoch zusammengehörige IT-Umgebung schaffen können.
Mithilfe der Cisco Cloud Plattform soll sich der Kunde verschiedener Clouds bedienen und eine hybride aber dennoch zusammengehörige IT-Umgebung schaffen können. (Bild: gemeinfrei: PIRO4D/Pixabay / CC0)

Auf der Hausmesse „Cisco Live“, die kürzlich in Barcelona stattfand, hat der Konzern unter anderem die „Cisco Container Plattform“ vorgestellt. Die schlüsselfertige, und laut Anbieter offene, produktiv einsetzbare Software-Container-Plattform adressiert Kunden, die Anwendungen in gleicher Weise im eigenen Rechenzentrum und in Public Clouds laufen lassen wollen. Denn damit soll es schneller gehen.

Die Idee ist nicht neu, auch IBM siehe DataCenter-Insider-Video: „IT-Architekturen für mehr Innovation und Agilität, Nutzen Sie die Innovationskraft der Cloud im Rechenzentrum?“ und die Deutsche Telekom beispielsweise wollen mithilfe einer Plattform die Cloudifizierung vereinfachen beschleunigen.

Auch das Cisco-Angebot zielt auf die Vereinfachung und Beschleunigung der Konfiguration, Installation und Verwaltung von Container-Clustern, die auf der Open-Source-Orchestrierung „Kubernetes“ basieren. Die jetzt vorgestellte Plattform erweitert das wachsende Angebot von Cisco auch für andere Container-Plattformen, wodurch die Kunden mehr Auswahlmöglichkeiten erhalten.

Eyal Manor, Vice President, Engineering, Google, erläutert: „Da die Nutzung von Kubernetes explosionsartig steigt, wurde für Kunden Container-Orchestrierung und -Management extrem wichtig. Denn sie ermöglichen die Portabilität von Anwendungen und Konsistenz über on-Premise- und Cloud-basierte Umgebungen.“

Das gehört dazu

Die Cisco Container Platform soll sich auch für Multi-Cloud-Umgebungen eignen, mit konsistenter Installation und Verwaltung von Anwendungen auf den verschiedenen Plattformen. Zum Tooling gehören „Cisco Hyper Flex“, virtuelle Maschinen (VMs) und Bare Metal Server – sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in der Cloud.

Zudem sollen zahlreichen Installationsmöglichkeiten einen Investitionsschutz für bestehende Infrastrukturen gewährleisten. Die Kunden könnten Anwendungen dort laufen lassen, wo sie am effektivsten sind – mit nahtlosem Wechsel zwischen Private und Public Clouds.

Die erweiterbare Plattform basiert auf Branchenstandards. Sie ermöglicht das umfassende Management von Container-Clustern inklusive Einrichtung, Orchestrierung, Authentifizierung, Monitoring, Vernetzung, Lastenausgleich und Optimierung. Sie lässt sich somit auch mit anderen offene Installationsumgebungen sowie mit Netzwerk- (Contiv), Sicherheits-, Analyse- und Management-Lösungen ausbauen.

Kunden können ihre Routineaufgaben automatisieren und das hilft wiederum bei der Erhöhung der Betriebseffizienz sowie der Verkürzung von Entwicklungszeiten. Außerdem sollen sich bestenfalls den Einsatz verschiedener Lösungen erübrigen – inklusive deren Suche, Konfiguration und Support.

Daneben bietet Cisco neue Services an, die Kunden bei der Modernisierung herkömmlicher Anwendungen unterstützen. Dazu gehören auch die Optimierung von Containern gemäß Skalierung und Performance sowie professioneller Support für die Cisco Container Platform.

Die Cisco-Infrastruktur und Google Cloud

Klar, dass die Cisco Container Platform eng mit anderen Cisco-Techniken zusammenarbeitet. Die Kunden sollen von einer einfachen, reibungslosen Installation und einem höheren Mehrwert ihrer neuen und bestehenden Cisco-Produkten profitieren können.

Zunächst wird das Angebot auf Basis von Cisco Hyper Flex 3.0 verfügbar und dafür optimiert sein. Dabei steht sie mit einer separaten Lizenz oder als integrierte Lösung zur Verfügung. Unterstützt wird auch „Contiv“ für Container Networking, das sich in die „Cisco Application Centric Infrastucture“ (Cisco ACI) integrieren lässt. Damit können Kunden Container installieren sowie ACI-Netzwerk-Richtlinien über Kubernetes erstellen.

Um Kubernetes auch für on-Premise-Produktionsumgebungen und Cisco nutzen zu können, war und ist eine enger Zusammenarbeit von Cisco und „Google Cloud“ notwendig. Jetzt aber bekommen, so Cisco, die Kunden „eine konsistente Umgebung, um Workloads sicher zwischen Private und Public Clouds zu verschieben“.

Die Cisco Container Platform ist ein Bestandteil der offenen Hybrid-Cloud-Angebote von Cisco und Google, wie sie im Oktober 2017 angekündigt wurden und in diesem Jahr verfügbar sein sollen. Durch die Kombination mit der „Google Kubernetes Engine“ (GKE) – einem Bestandteil der „Google Cloud Platform“ (GCP) – können Unternehmen robuste Container auf jeder Infrastruktur betreiben.

Manor sagt: „Die Cisco Container Platform wurde in Zusammenarbeit mit Google Cloud optimiert, um eine offene Hybrid-Cloud-Architektur der nächsten Generation bereitzustellen. Sie ist ein wichtiger Meilenstein für unsere integrierte Google- und Cisco-Hybrid-Cloud-Lösung, die in diesem Jahr erscheinen wird.“

Die Cisco Container Platform wird verfügbar sein:

  • ab April 2018 als Software, die für Cisco Hyper Flex 3.0 optimiert ist.
  • im Sommer 2018 als Software, die virtuelle Infrastrukturen, Bare Metal und Public Cloud unterstützt.

Die Preise werden Abo-basiert gestaltet und sich nach der Anzahl der installierten Cluster Nodes richten, wobei Volumen-basierte Ermäßigungen möglich sind.

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