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Innovationsreife nur mittelmäßig bewertet

Chefetagen ohne digitale Visionen

| Autor: Sarah Gandorfer

In den Chefetagen fehle es an Visionen, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln.
In den Chefetagen fehle es an Visionen, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln. (Bild: Pixabay / CC0)

60 Prozent der deutschen Manager bewerten die Innovationsreife ihres Unternehmens bei digitalen Projekten als mittelmäßig oder sogar schwächer. Hürden sind fehlende Vision oder Risikoängste.

DXC Technology ließ für die Studie „Digitale Agenda 2020“ im Juli 2017 300 Führungskräfte von einem Marktforschungsinstitut zum Thema digitale Transformation befragen. Dabei nannten zwei Drittel die Beschleunigung von Innovationen als einen der wichtigsten Vorteile, den die Digitalisierung ihres Unternehmens innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre leisten kann. Dennoch glauben rund 60 Prozent der Befragten, dass die Innovationsreife ihres Unternehmens bei digitalen Projekten mittelmäßig oder sogar schwächer sei.

„Der digitale Wandel bietet zahlreiche Chancen, neue Ideen zu entwickeln – sei es für Produkte und Dienstleistungen oder ganz neue Geschäftsmodelle“, findet Martin Eldracher, Head of Consulting in Nord- und Zentraleuropa bei DXC Technology. „Doch wie unsere jüngsten Ergebnisse der Digital-Agenda-Studie zeigen, schätzen wenige Manager die Innovationskraft ihres Unternehmens als exzellent ein: Nur knapp zehn Prozent geben an, dass sie in der Zusammenarbeit mit kreativen Köpfen einen Top-Reifegrad für Innovation erreicht haben. Dies gilt sowohl innerhalb der Unternehmensorganisation als auch für externe Partner.“

Stolpersteine auf dem Weg

Fast jede zweite Führungskraft (48 Prozent) ist überzeugt, dass es in den Chefetagen an Visionen zur Umsetzung digitaler Projekte mangelt. Wird ein digitales Projekt tatsächlich initiiert, sei das Risiko hoch, dass traditionelle Unternehmensbereichsleiter dagegen ihr Veto einlegen: Häufig seien diese Mitarbeiter sehr reserviert, wenn es darum geht einen etablierten Prozess zu verändern, der aktuell reibungslos läuft. Ein Effekt, von dem rund 60 Prozent der Unternehmen berichten.

„Um diesen negativen Einfluss von Tradition zu entschärfen, sollten neue organisatorische Strukturen geschaffen werden, in denen sich digitale Projekte separat entwickeln und ausarbeiten lassen“, sagt Eldracher. „In diesem Szenario gilt es für die Unternehmen eine wichtige Leitlinie nicht aus den Augen zu verlieren: Groß denken, klein anfangen, früh testen und Erfolge schnell skalieren. Damit wird sichergestellt, dass der Innovationsweg nicht in eine Sackgasse führt.“

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