Private E-Mails verboten

Chef darf nicht automatisiert E-Mails überwachen

| Autor / Redakteur: dpa / Heidemarie Schuster

Nicht überall ist das Schreiben von privaten E-Mails erlaubt.
Nicht überall ist das Schreiben von privaten E-Mails erlaubt. (Bild: Pixabay)

Schnell ist eine private E-Mail in der Arbeit verfasst und abgeschickt. Doch nicht jeder Arbeitgeber toleriert das. Verbietet der Chef das Schreiben von privaten E-Mails während der Arbeitszeit, hat er gewisse Kontrollrechte.

Sind private E-Mails am Arbeitsplatz verboten, hat der Arbeitgeber auch gewisse Kontrollrechte: So darf er äußere Daten – wie Zeitpunkt der Absendung und die angeschriebene Adresse überprüfen. Und er kann kontrollieren, ob die Nachricht einen dienstlichen Charakter hat. Darauf weist der Bund-Verlag in seinem Blog für Betriebsräte hin.

Dennoch darf der Arbeitgeber den Inhalt der Nachricht nicht ohne Weiteres lesen. Denn eine umfassende oder automatisierte Überwachung der E-Mails ist unzulässig. Auch eine technisierte Überwachung mit Hilfe einer Kontroll-Software ist ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten. Der Chef darf also höchstens Stichproben durchführen, um zu überprüfen, ob der Beschäftigte sich an die Regeln hält. Ausnahme: Es besteht ein begründeter Verdacht einer Straftat – etwa einer Veruntreuung oder der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen – oder einer gravierenden Pflichtverletzung.

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