Nachfolger von Tim Curran Channel-Urgestein Frank Vitagliano wird CEO des GTDC

Autor: Michael Hase

Beim Distributorenverband GTDC folgt Frank Vitagliano als CEO auf Tim Curran, der zum Jahresbeginn zurückgetreten ist. Der neue GTDC-Chef verantwortete in seiner langjährigen Laufbahn das weltweite Channel-Geschäft bei IBM und bei Juniper.

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Frank Vitagliano bringt für sein Amt als GTDC-Chef große Channel-Erfahrung mit.
Frank Vitagliano bringt für sein Amt als GTDC-Chef große Channel-Erfahrung mit.
(Bild: GTDC)

Der Global Technology Distribution Council (GTDC) hat wieder einen CEO: Der Channel-Profi Frank Vitagliano leitet ab sofort den Dachverband international agierender Distributoren. Damit tritt der Branchenverteran, der bislang CEO des texanischen Systemhauses Computex war, die Nachfolge von Tim Curran an. Der engagierte Fürsprecher des Distributionsmodells verabschiedete sich zum 2. Januar dieses Jahres in den Ruhestand, nachdem er 16 Jahre den GTDC geführt hatte.

Vitagliano, der seit mehr als 40 Jahren in der IT-Branche arbeitet, nahm in seiner Laufbahn verschiedene Führungsaufgaben bei großen Herstellern wahr. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag dabei im Partnergeschäft. Ehe er Anfang 2017 zu Computex ging, leitete der Manager als Senior Vice President das nordamerikanische Partnergeschäft von Dell. Zuvor zeichnete er bei Juniper im gleichen Rang für den weltweiten Channel verantwortlich. Auch beim IT-Konzern IBM, bei dem der Vertriebsprofi 33 Jahre lang beschäftigt war, stand er an der Spitze der globalen Channel-Organisation.

In den USA gilt Vitagliano wegen seiner langen, erfolgreichen Historie im indirekten Vertrieb als Channel-Ikone. Auch bei Distributoren genießt der Manager offenbar großes Ansehen. Mit seinem „reichen Erfahrungsschatz“ sei er die ideale Besetzung für die Position des Verbandschefs, kommentiert Alain Monié, CEO von Ingram Micro und Vorsitzender des GTDC, die Personalie.

Sprachrohr der Distribution

Der GTDC versteht sich als Interessenvertretung großer, internationaler Distributoren. Zusammen stehen die Mitglieder für weltweite Erlöse von mehr als 150 Milliarden Dollar. Dem Verband gehören unter anderem Arrow ECS, Exclusive Networks, Ingram Micro, Tech Data und Westcon-Comstor an. Voraussetzung für die Aufnahme war ursprünglich ein Jahresumsatz von mindestens einer Milliarde Dollar. In den vergangenen Jahren hat sich die Organisation aber auch für kleinere Unternehmen geöffnet. Mit Siewert & Kau aus Bergheim und der Tim AG aus Wiesbaden zählen zwei deutsche Distributoren zu den Mitgliedern.

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