Centracon-Studie zeichnet den IT-Arbeitsplatz der Zukunft vor Digital Natives geben Client-Konzepte vor

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die IT-Arbeitsplätze der Zukunft werden ein neues Gesicht bekommen: nach einer Erhebung des Beratungshauses Centracon sind diesbezüglich ein ortsunabhängiger Zugriff, modulare Services und aufgabenspezifische Leistungsprofile besonders wichtig. Auch Benutzerfreundlichkeit, Endgeräte-Unabhängigkeit und die automatisierte Bereitstellung von Diensten gehören in den Augen der befragten IT-Manager und CIOs zum IT-Arbeitsplatz der Zukunft.

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Drei von zehn Unternehmen befinden sich auch in den Planungen und Vorbereitungen für die Desktop-Konzepte von morgen. So lautet eines der wichtigsten Ergebnisse der Centracon-Studie zum Thema IT-Arbeitsplatz der Zukunft.

„Bislang wurde das Bild von infrastrukturabhängigen IT-Arbeitsplätzen beherrscht, aber sie passen heute schon vielfach nicht mehr zu den Anforderungen und werden den zukünftigen Erfordernissen noch weniger entsprechen“, sieht Centracon-Geschäftsführer Robert Gerhards einen deutlichen Wandel. „Der Bedarf an flexiblen Nutzungsbedingungen passt nicht zu den monolithischen Desktops von heute“, beschreibt er das Kernproblem, auf das die Unternehmen eine Antwort finden müssen.

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Dies wird offenbar auch von den IT-Verantwortlichen so gesehen. Denn 28 Prozent von ihnen geben in der Studie an, dass sie der Entwicklung zukunftsorientierter Konzepte für die IT-Arbeitsplätze eine hohe Priorität einräumen. Weitere 41 Prozent bekunden, dass sie dieses Thema als wichtig erachten, messen ihm in den gegenwärtigen Planungen aber erst eine mittlere Relevanz bei. Für die restlichen 31 Prozent scheint der Zeitpunkt noch gar nicht gekommen zu sein, sich konzeptionell auf die demnächst notwendigen IT-Arbeitsplätze vorzubereiten.

Allerdings bestehen in großer Breite der befragten Unternehmen schon sehr konkrete Vorstellungen, in welche Richtung es gehen wird. So steht zwar im Ranking der Merkmale mit Verfügbarkeit/Sicherheit ein Klassiker an erster Stelle; sie spielt für 82 Prozent eine große Rolle. An zweiter Position (74 Prozent) befindet sich mit dem Anspruch auf Standardisierung der Desktops samt der Organisation, Dienste und Prozesse aber bereits eine Anforderung, die in der heutigen konkreten Praxis noch weitgehend unerfüllt ist. Ähnlich viele plädieren für einen flexiblen und ortsunabhängigen Zugriff auf die Clients.

Die Wünsche der IT-Verantwortlichen gehen aber noch weiter. So sollen die IT-Arbeitsplätze möglichst automatisiert bereitgestellt werden und eine höhere Benutzerfreundlichkeit als bisher aufweisen. Darüber hinaus erwarten sie, dass sich die Arbeitsplätze demnächst als endgeräteunabhängig darstellen – also Mitarbeiter beispielsweise im Büro auch ihren privaten portablen Rechner einsetzen können.

Dass zudem sieben von zehn IT-Managern aufwandsarme Betriebskonzepte für die Desktops erwarten, dürfte kaum überraschen. Wohl aber folgende Ergebnisse: Bereits genau so viele erwarten von den zukünftigen IT-Arbeitsplätzen, dass sich die benötigten Services modular und dynamisch bereitstellen lassen. Gleichzeitig sollen die Desktops nach Meinung von 54 Prozent der Befragten auch aufgaben- bzw. rollenspezifisch gestaltet werden können, beispielsweise für fachliche Anforderungen.

Für den Centracon-Consultant weisen die Ergebnisse der Erhebung zwar auf durchgreifende Weiterentwicklung der Konzepte für IT-gestützte Arbeitsplätze hin, die Erwartungen würden teilweise aber noch einen recht konservativen Charakter haben. „Allein die Einflüsse der Digital Native User als nachwachsende Generation, die sich in ganz selbstverständlicher Weise mit der digitalen Welt identifizieren, werden einen noch größeren Veränderungsbedarf in den Unternehmen entfachen, als sich viele im Moment vorstellen können“, glaubt Gerhards. Außerdem sieht er weitere Entwicklungen mit Einfluss auf das zukünftige Desktop-Management am Horizont: „Warum sollen Arbeitsplätze demnächst nicht über eine Cloud bereitgestellt werden?“ fragt er.

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