Wahlfreiheit bei Technik und Nutzung verändert Desktop-Architekturen Centracon empfiehlt ganzheitliche Modernisierung von Desktop-Strukturen

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Moderne Unternehmensorganisationen verlangen dynamische Verhältnisse in den Desktop-Architekturen. Nach Ansicht des Beratungshauses Centracon müsse durch intelligente Architekturkonzepte zur Nutzung neuer Methoden und Technologien schrittweise die Basis für eine durchgreifende Steigerung der Flexibilität auch unter Nutzung von mobilen Geräten geschaffen werden. Die Consultants warnen aber davor, eine solche Modernisierung der Desktop-Strukturen primär technikgetrieben vorzunehmen.

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Centracon sieht in neuen Methoden und Technologien neue Möglichkeiten für flexible IT-Arbeitsplatzkonzepte.
Centracon sieht in neuen Methoden und Technologien neue Möglichkeiten für flexible IT-Arbeitsplatzkonzepte.
( Archiv: Vogel Business Media )

Centracon-Geschäftsführer Robert Gerhards verweist auf wesentliche Veränderungen, sowohl bei den Bedürfnissen der Benutzer und Fachabteilungen als auch bei den technischen Möglichkeiten. „Heute sind wir in einer Situation, dass die Wahlfreiheit ein wichtiger Planungsaspekt geworden ist. Wir haben inzwischen beispielsweise eine Wahlfreiheit bei der Informationsnutzung, der Art der Endgeräte am IT-Arbeitsplatz vom Fat Client über Thin Client bis zu Mobile Devices oder ob wir den Desktop sowohl stationär als auch mobil einsetzen“, erläutert er. „Sie erzeugt eine bisher nicht realisierbare Flexibilität, dadurch muss der Aspekt der Wahlfreiheit als konzeptionelles Kernelement immer stärker in die Entwicklung zukunftsgerichteter und nachhaltig angelegter Desktop-Architekturen einfließen.“

Bringschuld des Desktops

Der Unterschied zu früheren Konzepten hat für Gerhards ein weitreichendes Merkmal: „In der Vergangenheit musste der Mitarbeiter zum Desktop gehen und sich mit einem restriktiven Leistungsangebot zufriedengeben, heutzutage muss der Desktop jedoch zum Mitarbeiter kommen und gleich an welchem Ort und trotz veränderlicher Anforderungen jederzeit die notwendige Unterstützung gewährleisten.“ Somit sei im Rahmen zukunftsorientierter IT-Arbeitsplatzmodelle aus der Holschuld des Benutzers eine Bringschuld des Desktops geworden.

Ganzheitlicher Ansatz sichert Nutzeneffekte

Die wesentlichen Verfahren und Technologien auf dem Weg dorthin beinhalten laut Gerhards einen breiten Kanon an Themen: Virtualisierung, Zentralisierung, Prozessautomation, Liberalisierung der Endgeräte, flexibler und schneller Zugang zu qualitativen Services, Authentifizierung sowie Client-Lifecycle- und Asset-Management. „Es wäre aber ein Fehler, diese einzelnen Facetten technisch anzugehen und somit separiert zu betrachten, weil durch einen solchen Fokus kein ganzheitlicher Ansatz möglich wird und man den entscheidenden Fragen ausweicht: Unter welchen Bedingungen helfen mir als Unternehmen welche dieser Technologien und welchen konkret darstellbaren Nutzen kann ich von ihnen erwarten?“, betont der Centracon-Geschäftsführer. Als aktuelles Beispiel nennt er den Einsatz von iPads als mobile Endgeräte in der Produktion: „Ohne ganzheitlichen Ansatz können die Nutzeneffekte einer solchen Investition nicht genug ausgeschöpft werden.“

Für Gerhards sind die Vorgehensmodelle von erfolgskritischer Bedeutung bei der Gestaltung neuer Workplace-Architekturen. „Statt mit isoliertem Blick auf aktuell intensiv diskutierte Technologien zu reagieren, müssen abgeleitet aus den Business-Zielen und strategischen Erfordernissen praktikable und effizient realisierbare Antworten darauf gefunden werden, wie man zu flexiblen IT-Arbeitsplatzkonzepten in der erforderlichen Akzentuierung kommt.“

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