Hersteller-Show der Superlative Canon beschreitet mit Consulting-Services neue Wege

Redakteur: Erwin Goßner

Auf der Expo 2010 hat der japanische Hersteller Canon alle aktuellen Produkte und Lösungen, die strategische Ausrichtung und neue Unternehmensbereiche vorgestellt. Rund 13.000 europäische Fachhandelspartner waren zu diesem Mega-Event nach Paris eingeladen.

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Zur Canon Expo 2010 in Paris waren rund 13.000 Partner aus dem Fachhandel eingeladen.
Zur Canon Expo 2010 in Paris waren rund 13.000 Partner aus dem Fachhandel eingeladen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die weltweite Wirtschaftskrise ist auch an Canon nicht spurlos vorüber gegangen. Bei seiner Eröffnungsrede zur Canon Expo 2010 in Paris ließ Fujio Mitarai, der als Chairmann & CEO seit 1995 an der Konzernspitze steht, auch diesen Sachverhalt nicht unerwähnt. Auf der letzten Station der Messe, die zuvor schon in den Metropolen Tokio und New York Halt gemacht hat, ging er auf die wirtschaftliche Situation und Pläne des Unternehmens ein.

Nach konstant gestiegenen Ergebnissen mussten seinen Worten zufolge während der dritten Phase des „Excellent Global Corporation Plan“ weltweite Umsatz- und Gewinneinbußen hingenommen werden. So wurden von den rund 12.000 Mitarbeitern in Europa 2009 mit etwa sieben Milliarden Euro 20 Prozent weniger als noch im Jahr 2008 erwirtschaftet. Im Moment wisse man zudem nicht, wie sich die Situation wirtschaftlich entwickle, da sich mancher Staat, wie zuletzt Griechenland, als Risikofaktor erweisen könnte. Dennoch handle es sich mit fast einem Viertel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts um einen der größten und wichtigsten Märkte.

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Keine Zukunftsängste

Im Jahr 2011 startet Phase vier von Canons „Excellent Global Corporation Plan“, der durch Diversifizierung wieder zu einer Stabilisierung und zur Verbesserung des Unternehmensgeschäfts beitragen soll. Spätestens 2012 sollen demnach wieder die Nettoumsätze von 2007 erreicht werden. Am Ende der vierten Phase im Jahr 2015 soll mit fünf Billionen Yen Nettoumsatz (4,1 Billionen Yen 2008), was nach aktuellem Devisenkurs etwa 43,8 Milliarden Euro entspricht, ein Rekordergebnis in der Unternehmensgeschichte erreicht werden.

Die Diversifizierung findet in erster Linie durch die Schaffung neuer Geschäftsbereiche statt. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Dokumentenverarbeitung, Industrie-Robotern sowie Medical Imaging und Mixed Reality. Darüber hinaus wird das Peripherie-Segment für Digitalkameras aufgebaut und die Super Machine Vision Technology, eine dem menschlichen Auge weit überlegene Möglichkeit zur visuellen Identifizierung, in Produkten umgesetzt. Schließlich wird in enger Zusammenarbeit mit der Management-Beratungsfirma Accenture ein erster Schritt im lukrativen Consulting-Bereich getan.

Auf der nächsten Seite erhalten Sie Informationen über den neuen Geschäftsbereich Unternehmensberatung.

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