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Praxisbericht: SOHO-Vernetzung mit Consumer-Equipment, Teil 1

Business-Rechner, iPhone, Printer und NAS perfekt vernetzt

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Konfiguration des WLAN-Routers N600

Das übersichtlich aufgebaute Konfigurationsmenü des Netgear-Routers N600 erreicht man über die Eingabe dessen IP-Adresse in die Adresszeile eines Web-Browsers – oder ungeachtet der individuell festgelegten IP über die URL www.routerlogin.net. Im Testszenario arbeitet der Router mit der IP-Adresse 192.168.150.2. Alle anderen Geräte werden vom DHCP-Server des Routers mit IP-Adressen im Bereich 192.168.150.100 bis 199 versorgt.

Sehr angenehm am N600 fallen die beiden Konfigurations-Modi für unerfahrene und für Power-User auf. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die ausgeklügelte Hilfe-Funktion des Router-Setups, die jedoch nicht immer an allen Stellen komplett korrekt ist (siehe Abbildung 3) und gelegentlich auch unter einigen Übersetzungsschwächen leidet. Ebenfalls positiv sind die im Setup enthaltenen weiterführenden Links ins Web sowie die Möglichkeit, die Firmware auf Aktualität zu überprüfen und ggfs. online zu aktualisieren.

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Umfassende Sicherheits-Features

Neben den klassischen Netzwerk-Sicherheits-Features bietet der N600 auch eine integrierte Kindersicherung. Der Vorteil dieses Ansatzes liegt auf der Hand: ein Jugendschutz kann so unabhängig vom Endgerät etabliert werden und greift bei allen Clients, die über den Router auf das Web zugreifen. Via Eltern-Passwort lässt sich der Jugendschutz pro Session an jedem Device abschalten.

Realisiert wird dieses kostenfreie Konzept über den Austausch des standardmäßig vom jeweiligen Provider bereitgestellten DNS-Servers gegen den DNS-Dienst des US-amerikanischen Anbieters OpenDNS. Damit wird jede Web-Anfrage nicht mehr über den DNS-Server des Providers sondern über die Server von OpenDNS abgewickelt, auf denen die Blacklists und die Zugriffssteuerungen hinterlegt sind.

WPS – Wi-Fi Protected Setup

Perfekt arbeitet auch die WPS-Funktion. Über je eine Check-Box für das 2,4- und das 5-GHz-WLAN lässt sich festlegen, ob die Aktivierung der WPS-Funktion automatisch eine SSID und eine Passphrase erzeugen oder das vom User festgelegte WPA2-Kennwort beibehalten werden soll.

WPS-fähige Geräte können beim N600 über drei Methoden hinzugefügt werden: via Push-Button-Methode (bei Netgear als Push’n’Connect bezeichnet) und sowohl via Router-PIN als auch via Client-PIN. Die PIN-Methode sollte jedoch aufgrund einer Ende letzten Jahres entdeckten Schwachstelle im WPS-Protokoll deaktiviert werden; siehe hierzu auch Kasten „Zur WPS-Sicherheitslücke“. Trotz der Deaktivierung der PIN-Methode kann die Push-Button-Methode aber weiterhin zum Hinzufügen von WLAN-Clients in das Netzwerk verwendet werden.

Ist im Netgear-Router eine MAC-Freigabeliste aktiv, klappt das Vernetzen eines neuen WLAN-Devices via Push-Button-Methode erst dann, wenn die zugehörige MAC-Adresse des neuen Clients bereits in die Zugriffsliste eingetragen wurde. Ist dies nicht geschehen, bricht der Connect-Vorgang nach zwei Minuten ohne konkrete Fehlermeldung ab. Was an sich sehr sinnvoll ist, um einem möglichen Angreifer nicht via detaillierter Fehlermeldung auch noch weitere Tipps zu liefern, kann für den „vergesslichen Admin“ schnell zum Zeitfresser werden. Bei aktiver MAC-Liste sollte man sich an dieses Feature also spätestens beim nächsten Versuch, ein Device via WPS hinzuzufügen, erinnern.

Performance

Auch in puncto Performance überzeugt der N600. Mit seinen maximal 300 Mbps Datendurchsatz in jedem Frequenzband erreicht der Netgear-Router maximal 600 Mbps. Die Performance in Abhängigkeit von der Reichweite konnte im Vergleich zu anderen Routern unter den gegebenen Testbedingungen nicht objektiv ermittelt werden. Rein subjektiv arbeitet das Gerät jedoch im oberen Bereich, da es gefühlt die mit Abstand beste Abdeckung aller bisher in dieser Umgebung betrachteten WLAN-Router ermöglichte.

Und dies gilt nicht nur für das Zusammenspiel des Routers mit den USB-WLAN-Adaptern aus demselben Haus sondern auch für alle anderen im Test zum Einsatz kommenden WLAN-NICs. Klar ist dabei jedoch, dass die bauartbedingt kleineren NICs von Assmann/Digitus einen ungleich schlechteren Empfang bieten als die größeren Netgear-Sticks. Zudem verfügen die Netgear-Sticks über zwei Antennen und erlauben so eine Gesamtperformance von bis zu 300 Mbps. Die Netgear WLAN-USB-Adapter (WNDA3100) arbeiten darüber hinaus wahlweise im 2,4- oder 5-GHz-Bereich und ermöglichen somit maximale Flexibilität. Eine beigefügte Halterung mit Klett-Klebestreifen signalisiert dann auch, dass sich dieser Stick nicht nur für den mobilen Einsatz am Notebook eignet, sondern durchaus auch für die WLAN-Anbindung von stationären Desktops zum Einsatz kommen kann. Ebenfalls lobenswert ist die überaus gelungene Management-Software.

Die kleinen Assmann/Digitus-Adapter bringen nur eine Antenne mit, arbeiten mit Single-Radio-Technologie nur im 2,4-GHz-Band und haben ihr Limit damit bei maximal 150 Mbps. Dafür sind die Geräte aber extrem schlank und können praktisch permanent im Notebook verbleiben.

Der Router erlaubt eine maximale WLAN-Transfergeschwindigkeit von jeweils 300 Mbps pro Frequenzband. Werden im 802.11n-Bereich nur Clients eingesetzt, die auch im 5-GHz-Band funken können, so kann das zweite Funkmodul des Routers aktiviert und für vollen Datendurchsatz auf zwei Kanälen (also 300 Mbps) konfiguriert werden. 802.11b/g-Geräte arbeiten dann alleine im 2,4-GHz-Band und können dort ebenfalls mit voller Performance des jeweiligen Standards betrieben werden.

Werden zusätzlich zu 5-GHz-802.11n-Devices auch noch 2,4-GHz-11n-Geräte verwendet, so können diese zusätzlich im 2,4-GHz-Band betrieben werden. Die Datenrate muss, um das drahtlose 2,4-GHz-Netz kompatibel zu 802.11b/g-Clients zu halten, dann aber auf eine maximale Transfergeschwindigkeit von 130 Mbps im Router begrenzt werden.

Features satt

Neben den genannten Punkten bringt der N600 zudem zahlreiche Funktionen mit, die ihn für seinen Einsatz auch unter individuell schwierigen Bedingungen optimal ausrüsten. Hierzu zählen:

  • Automatische Auswahl freier Kanäle
  • ReadySHARE-Funktion für den Netzwerkzugriff (auch vom Internet aus) auf externe USB-Festplatten oder Drucker.
  • An-/Aus-Schalter für das Funkmodul
  • IPv6-Unterstützung
  • Erweiterte Quality-of-Service-Funktionen (QoS) und Wireless Multimedia-basierende QoS-Funktionen (WMM

weiter mit: Router-fazit und NAS-Betrieb

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