Angetestet: Razer Book 13 Business-Notebook aus der Gaming-Schmiede

Autor: Klaus Länger

Razer ist eigentlich eher für Gaming-Rechner und Peripherie bekannt. Mit dem Book 13 hat der Hersteller aber ein 13,4 Zoll großes Notebook entwickelt, das für anspruchsvolle Business-Kunden bestimmt ist. Wir haben uns das Tiger-Lake-Gerät mit 16:10-Display angesehen.

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Razer setzt beim Book 13 ein leuchtstarkes Sharp-Panel im 16:10-Format mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten ein. Das Display erkennt auch Touch-Gesten.
Razer setzt beim Book 13 ein leuchtstarkes Sharp-Panel im 16:10-Format mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten ein. Das Display erkennt auch Touch-Gesten.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Wie aus einem massiven Aluminium-Block gearbeitet, wirkt das kantige aber kompakte Razer Book 13. Tatsächlich ist es gemessen an seiner Größe mit 1,4 kg schwerer als vermutet, macht dafür aber auch einen entsprechend robusten Eindruck. Das 13,4-Zoll-Display mit 1.920 x 1.200 Pixel, also dem momentan im Trend liegenden 16:10-Auflösungsverhältnis, ist seitlich fast randlos. Razer setzt ein IPS-Panel mit Touch-Funktion ein, das zwar nicht entspiegelt, dafür aber sehr hell ist. Der obere Rand ist etwas breiter, denn hier sind die allerdings nur mittelmäßige HD-Webcam mit IR-Sensor für die Windows-Hello-Anmeldung und ein Array aus gleich vier Mikrofonen untergebracht.

Am Keyboard werden die Gaming-Gene des Book sichtbar, sobald man die Tastaturbeleuchtung aktiviert. Denn unter den großen weißen Tastenkappen sitzen RGB-LEDs, für die man in der Razer-Synapse-Software neben einer einfarbigen Beleuchtung auch eine ganze Reihe ziemlich ausgeflippter Farbeffekte auswählen kann. Das Keyboard ist beim Tippen angenehm und das riesige Touchpad exzellent. Flankiert wird die Tastatur von zwei Lautsprechern mit THX Spatial Audio, die einen für ein Notebook guten Sound liefern. Das von George Lucas gegründete Audio-Zertifizierungsunternehmen THX gehört seit 2016 zum Hersteller.

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Tiger-Lake-Notebook mit hoher Leistung

Beim Prozessor entschied sich Razer für ­einen i7-1165G7, der im Testgerät auf 16 GB LPDDR4x als Arbeitsspeicher zugreifen kann. Erweiterbar ist der verlötetete Speicher nicht. Da das Razer 13 über ein leistungsfähiges Kühlsystem verfügt, kann der Ice-Lake-Prozessor mit voller Kraft laufen, was die sehr guten 4.862 Punkte im Anwendungsbenchmark PCMark 10 zeigen. Eine sogar noch bessere Figur macht das Gerät im 3D-Benchmark 3DMark. Hier liegt er mit 16.178 Zählern noch ein gutes Stück vor dem Dell XPS 13 mir derselben CPU. Damit eignet sich das Business-Notebook mit seiner im Prozessor integrierten Iris-Xe-Grafik durchaus für das Gaming in der Freizeit, wenn die Spiele grafisch nicht zu anspruchsvoll sind. Im Cinebench 11.5 kommt das Notebook mit seiner Quadcore-CPU auf 8,83 Punkte. Unter Last machen sich die beiden Lüfter des Notebooks deutlich bemerkbar, bei normalen Office-Anwendungen bleibt das Gerät leise. Als Massenspeicher ist im Testgerät eine flotte Samsung-SSD vom Typ PM981a eingebaut. Die M.2-SSD mit NVMe-Interface ist leicht zugänglich, wenn man den Gehäuseboden des Razer 13 entfernt. Auch der verschraubte 55-Wh-Akku ist dann gut erreichbar. Der Stromspeicher reicht für einen Arbeitstag gut aus, wenn man die Helligkeit des Displays drosselt.

Zu den Schnittstellen zählen nicht nur zwei Thunderbolt-4-Ports im USB-C-Format, sondern auch noch ein USB-A-Anschluss, eine HDMI-2.0-Buchse und ein Micro-SD-Kartenleser. Das Netzteil wird an einer der beiden Thunderbolt-4-Schnittstellen angeschlossen, die am Schreibtisch auch als schnelle Docking-Anschlüsse dienen können. Einen LAN-Port bietet das Gerät nicht. Für die Netzwerkanbindung nutzt Razer den bei Tiger-Lake-Geräten gängigen Intel-WiFi-6-Adapter AX201, der zusätzlich Bluetooth 5.1 unterstützt. Eine LTE- oder 5G-Option gibt es nicht.

Fazit: Gelungener Start ins B2B-Segment

Das Razer Book 13 ist sehr gut verarbeitet, und liefert bei Office-Anwendungen ­eine sehr hohe Leistung. Zudem verfügt es über eine flotte integrierte Grafik für das Gaming nach Feierabend. Ein weiterer Pluspunkt ist der helle 16:10-Touchscreen. Kritikpunkte sind die eher schwache Webcam und die gemessen am Preis von knapp 1.700 Euro recht kleine SSD.

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