Compris-Studie Business Intelligence wird immer interessanter für Systemhäuser

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Heidi Schuster / Heidi Schuster

Einer Studie von Compris zufolge plant bereits jedes dritte Systemhaus in den Business-Intelligence-Markt einzusteigen.

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Laut Compris beschäftigen sich 51 Prozent der befragten Systemhäuser und Lösungsanbieter mit dem Thema Business Intelligence.
Laut Compris beschäftigen sich 51 Prozent der befragten Systemhäuser und Lösungsanbieter mit dem Thema Business Intelligence.
(© Lorelyn Medina - Fotolia.com)

Business Intelligence (BI) wird für den Channel zunehmend relevant. Laut Compris gehört Business Intelligence (BI) auch zu den Top-Themen für Kunden im B2B-Umfeld. Gründe für diese verstärkte Nachfrage liegen im Aufkommen großer Datenquellen (Big Data), eine neue Generation von BI-Visualisierungs-Tools auf Basis von HTML5 und Javascript sowie schließlich die Auslagerung zahlreicher Enterprise-Funktionen in die Cloud. Als neueste Innovation sei dabei die Cloud-BI zu sehen, erklärt das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen.

Die Umfrage ergab, dass sich 51 Prozent der 754 befragten Systemhäuser und Lösungsanbieter bereits mit dem Thema auseinandergesetzt haben. 30 Prozent planen, in den BI-Markt einzusteigen. 27 Prozent der befragten Unternehmen implementieren bereits Lösungen für Business Intelligence bei ihren Kunden.

Die bekanntesten BI-Hersteller

Laut der Studie ist der bekannteste BI-Hersteller IBM (43 Prozent), gefolgt von SAP (40 Prozent) Microsoft (34 Prozent) und Oracle (15 Prozent). „Mithilfe von BI werden Performance-Steigerungen, Kostensenkungspotenziale und Prozessoptimierungen realisiert und die Planbarkeit künftiger Geschäftsaktivitäten verbessert. Die Hersteller fokussieren sich demzufolge auf dieses Segment. Das große Interesse im Channel dürfte für eine weitere Marktdurchdringung sorgen“, so Gerald Holler, Geschäftsführer von Compris.

Hybride Software-Umgebungen

Immer häufiger nutzen Firmen heute eine Kombination aus im Unternehmen installierten Lösungen (On-Premise) und Anwendungen, die über das Internet auf Mietbasis genutzt werden (On-Demand). Diesen Trend zu hybriden Software-Umgebungen greifen viele Hersteller mit ihrem BI-Angeboten auf. Nur neun Prozent der befragten Systemhäuser bevorzugen ein reines On-Demand-Modell und damit Business Intelligence als ausschließliche Cloud-Lösung. 34 Prozent sprechen sich für On-Premise-Varianten aus. Die Mehrheit (57 Prozent) sieht beide Bereiche als relevant an.

Fazit von Compris

„Business Intelligence ist eines der Top Themen für Kunden im B2B-Umfeld. Das Interesse im Channel ist groß. Die Mehrheit der befragten Systemhäuser (57 Prozent) ist bereits im BI-Markt aktiv oder plant, künftig entsprechende Lösungen anzubieten. Das Potenzial für Hersteller wie IBM, SAP, Microsoft und weitere steigt somit, da der indirekte Vertrieb in diesem Segment ausgebaut werden kann. Nur eine Minderheit der befragten Unternehmen bevorzugt dabei reine Cloud- beziehungsweise On-Demand-Lösungen. Es fehlen allerdings häufig noch tragfähige ‚Out of the Box-Lösungen‘ die für unterschiedliche Unternehmensanforderungen Lösungspakete bereitstellen. Diese standardisierten Produkte könnten künftig für eine weitere Marktdurchdringung sorgen. Die O-Töne der befragten Unternehmen lassen erahnen, dass seitens der Systemhäuser sowie Anbieter noch reichlich Aufbauarbeit notwendig ist. Potenzielle Partner planen dieses Geschäftsfeld in kleinen Schritten zu erschließen, sechsstellige Investitionen in Enablement, Zertifizierung und Aufbau sind dafür nicht eingeplant“, so Compris. □

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