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Output Management

Keine Zeit für einen Ausfall

Business Continuity im Zeichen der Mobilität

| Autor / Redakteur: Stefan Mennecke / Andreas Donner

Die mobile Arbeitswelt verlangt hohe Verfügbarkeiten in extrem heterogenen Umgebungen.
Die mobile Arbeitswelt verlangt hohe Verfügbarkeiten in extrem heterogenen Umgebungen. (Bild: © bakhtiarzein - stock.adobe.com)

Tage, Stunden, Minuten – egal, wie lange sie auftreten: Ausfallzeiten in der IT sind kostspielig. Es wird geschätzt, dass ungeplante Arbeitsunterbrechungen auf globaler Ebene Verluste in Milliardenhöhe für Unternehmen verursachen. Ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf die Produktivität, die Motivation der Mitarbeiter, den Ruf des Unternehmens und den Druck, der dadurch auf die IT-Abteilung entsteht.

Die chaotische Kombination aus vernetzten Geräten, die von Angestellten jeden Tag benutzt werden, wächst mit exponentieller Geschwindigkeit. Nimmt man die aufstrebenden IoT-Technologien am Rande der Unternehmen hinzu, verstärkt sich die Disruption auf den Markt zusätzlich. Unternehmen weltweit befinden sich an einem kritischen Punkt ihrer Mobilität und ganz offensichtlich bleibt da keine Zeit für Ausfälle.

Geräteorientiertes Arbeiten

Laut einer aktuellen Studie von Arlington Research verwenden 82 Prozent der deutschen Arbeitnehmer Geräte zum Barcode-Scanning, Pager, Wearables und Rugged Devices bei der täglichen Arbeit. Ob nun spezielle oder verbraucherorientierte Geräte am Arbeitsplatz eingesetzt werden – die Digitalisierung hat sich so schnell entwickelt, dass Mitarbeiter jetzt oft mehrere mobile Geräte gleichzeitig verwenden.

Damit hat die Wichtigkeit, diese verschiedenen mobilen Geräte sicher zu betreiben und die Verfügbarkeit zu gewährleisten, hat nochmals zugenommen. Um die Auswirkungen von Ausfallzeiten auf Mitarbeiter deutlich zu machen: 43 Prozent der in Deutschland Befragten bestätigen, dass es unmöglich wäre, ihre Arbeit ohne mobiles Gerät zu erledigen, oder ihre Arbeit damit zumindest ernsthaft beeinträchtigen würde.

44 Prozent der befragten Arbeitnehmer verlassen sich bei Problemen übrigens darauf, dass eine andere Person das Problem behebt – in der Regel ist dies die interne IT-Abteilung. Durch Bereitstellung der richtigen Werkzeuge muss das Unternehmen also seine IT-Abteilung entsprechend in die Lage versetzen, kompetent und aus der Entfernung unterstützen zu können.

Die Auswirkungen von Ausfallzeiten

Die Abhängigkeit von Geräten aller Art lässt sich weiter belegen: Die weltweite mobile Belegschaft wird bis zum Jahr 2022 1,87 Milliarden Menschen umfassen. Mit steigender Mobilität ändert sich aber das primäre Arbeitsgerät. Angestellte sind nicht mehr an ihre Computer oder Laptops gebunden; es gab und gibt eine deutliche Entwicklung hin zu Tablets, Smartphones und Wearables.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich 58 Prozent der befragten deutschen Arbeitskräfte gestresst fühlen, wenn sie auf ihr Gerät verzichten müssen – und dies mit steigender Tendenz. Wie besorgt sollten Unternehmen also sein, wenn es um potentielle Geräteausfallzeiten und deren Auswirkungen auf die Mitarbeiter geht?

Grundsätzlich sollten Unternehmen auch vor dem Hintergrund zunehmenden Cyber-Angriffe alles tun, um sich vor Geräteausfällen zu schützen. Gartner prognostiziert, dass bis zum Jahr 2021 bereits 27 Prozent des Datenverkehrs von Unternehmen die Sicherheitsperimeter umgehen und direkt von mobilen und portablen Geräten in eine Cloud fließen werden.

Mit der wachsenden Zahl an mobilen Arbeitskräften steigt auch die Gefahr, dass Geräte verloren gehen oder gestohlen werden, was neben dem klassischen Hackerangriff, einem Netzausfall oder einem Gerätedefekt ebenfalls zu Ausfallzeiten führen und eine zusätzliche Bedrohung für Unternehmen darstellen kann.

Kritische Auswirkung auf den Alltag

76 Prozent der befragten deutschen Arbeitskräfte gaben an, dass die Unternehmen, für die sie arbeiten, Geld in mobile Geräte und Apps investiert hat, damit sie ihre Arbeit besser erledigen können. Dies zeigt deutlich ihre Bedeutung für die Effizienz am Arbeitsplatz und bei der Arbeit auswärts.

Stefan Mennecke.
Stefan Mennecke. (Bild: SOTI)

Die tatsächlichen Auswirkungen von Ausfallzeiten bestehen im Wesentlichen aus zwei Faktoren: Die Auswirkungen auf das Geschäft sowie auf den menschlichen Faktor eines Unternehmens – seine Mitarbeiter. Während es eindeutig ist, dass Unternehmen aufgrund von Ausfallzeiten weltweit Milliarden verlieren, ist es schwieriger, die menschlichen Folgen zu bewerten, da die Mitarbeiter die Auswirkungen von Ausfallzeiten durch ihr Stresslevel und die Sorge um die Stabilität ihres Arbeitsplatzes zum Ausdruck bringen. Nichtsdestotrotz könnten die menschlichen Folgen auf lange Sicht ebenso, wenn nicht gar störender, für das Unternehmen sein.

Über den Autor

Stefan Mennecke ist Managing Director DACH bei SOTI.

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