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Von wegen Multikulti Bunt gemischte Teams sind oft Fehlanzeige

Redakteur: Katrin Hofmann

Multikulti und Vielfalt nicht nur im Privat- sondern auch im Arbeitsleben? Mancher Arbeitnehmer will das laut einer Studie gar nicht und verzichtet lieber darauf. Warum nur?

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Diversity in Unternehmen ist noch keine Wirklichkeit.
Diversity in Unternehmen ist noch keine Wirklichkeit.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Bunt gemischte Teams mit Menschen verschiedener Religionen, Herkunft, unterschiedlichen Alters, mit voneinander abweichenden Interessen, Überzeugungen und Arbeitsweisen: Wie viel Heterogenität verträgt die Arbeitswelt beziehungsweise beflügelt Arbeitsteams? Reicht es, wenn alle Beteiligten ausreichend tolerant sind? Ist ein heterogenes Umfeld spannend und inspirierend oder blockierend, weil zu viel diskutiert wird? Modern und zu bestenfalls umwerfenden Arbeitsergebnissen führend, oder kann es nur zum Kriegsschauplatz werden?

Gemäß einer Umfrage der Personalberatung SThree unter 1.000 Angestellten aller Hierarchieebenen jedenfalls ist „New Work“ in Deutschland noch nicht in der Arbeitsrealität angekommen – obwohl unser Land immer multikultureller wird. Belegschaften mit Mitarbeitern verschiedener Religionen sind eher selten (22 Prozent). Auch die Inklusion von Menschen mit körperlichen Einschränkungen (12 Prozent) findet nicht oft statt. Als immerhin „gut aufgestellt“ bezeichnen wenigstens die Studienautoren Unternehmen hingegen hinsichtlich des Geschlechts (49 Prozent der Befragten erleben hier gemischte Teams), der Herkunft (47 Prozent) und des Alters (32 Prozent).

Die Antworten, so SThree, zeigen, dass „Vielfalt in Unternehmen zu wenig gelebt wird und gemischte Teams oft auch gar nicht erwünscht sind“. Und 38 Prozent wollen grundsätzlich nicht in vielfältigen Teams arbeiten. „Es ist überraschend, dass mehr als ein Drittel gemischten Teams kritisch gegenübersteht. Dabei bedeuten diese eine Vielfalt an Talenten, weil unterschiedliche Denk- und Herangehensweisen aufeinandertreffen. So entstehen produktive Gruppen, die kreativ und innovativ arbeiten“, ist Luuk Houtepen, Director Business Development bei SThree, überzeugt. 42 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie keine Diversity-Maßnahmen im Unternehmen wahrnehmen. Schade eigentlich.

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