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Bringt »Digitalstrom« den Durchbruch im Heimnetzwerk?

13.02.2008 | Redakteur: Daniel Feldmaier

Mit diesem Chip sollen beliebige Geräte zukünftig über das normale Stromnetz kommunizieren können.
Mit diesem Chip sollen beliebige Geräte zukünftig über das normale Stromnetz kommunizieren können.

Ein kostengünstiges Heimnetzwerk im gesamten Haus ist das Ziel des Forschungsprojekts Sercho an der TU Berlin. Ein winziger Chip in jedem elektronischen Gerät ermöglicht die Übertragung von digitalen Informationen über bereits vorhandene Stromleitungen.

Das Forschungsprojekt »Service Centric Home« (Sercho) verbindet Heimnetzwerke über »Digitalstrom«. Ein Verfahren, bei dem ohne den Aufbau eines zusätzlichen Netzes jedes Gerät über die normale Stromleitung digitale Informationen senden und empfangen kann. »Digitalstrom.org« ist eine Non-Profit-Organisation, die im Juli 2007 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich gegründet wurde. Eine Allianz von Firmen, Organisationen und Forschungseinrichtungen arbeitet hier zusammen, um elektrische Geräte im Sinne von Energieeffizienz, Nutzerkomfort und Sicherheit zu vernetzen.

Als integraler Bestandteil des Forschungsprojekt Sercho der Technischen Universität (TU) Berlin soll es mit der Digitalstrom-Technik möglich sein, bislang getrennten Welten zugehörige Geräte aus den Bereichen Informationstechnik, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik sowie Haus- und Hausgerätetechnik zu verknüpfen.

Geht es nach der Digitalstrom-Allianz, dann soll in jedes elektrische Gerät ein integrierter Hochvoltchip von der Größe 6x4 Millimeter eingebaut werden. Mit dem winzigen Digitalstrom-Chip können Geräte dann über den Stromkreislauf miteinander kommunizieren und kooperieren. Durch die Ergebnisse des Forschungsprojekts Sercho wird eine alte Kommunikationslücke geschlossen: Unterhaltungselektronik und Telekommunikation werden mit Haus- und Hausgerätetechnik auf einfache und kostengünstige Weise verbunden.

Das Zusammenspiel wird derzeit in einem Showroom der TU Berlin getestet. Dazu wurde in einem ersten Schritt der im Sercho-Projekt entwickelte Smart-Home-Energy-Assistant Digitalstrom-fähig: Zu jedem Gerät protokolliert dieser die Verbrauchsdaten und überwacht automatisch den Energieverbrauch, indem er die Bewohner bei der Steuerung der Geräte unterstützt. Auf Wunsch werden die Verbrauchsdaten als Grafik über beliebig skalierbare Zeitintervalle dargestellt. Der Energieverbrauch kann auch direkt in Euro und Cent angezeigt werden, um Energiekosten abschätzen zu können.

Das Projekt wird innerhalb des »Next-generation-media«-Programms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert. Ab 2009 sollen die ersten Geräte mit »Digitalstrom« verfügbar sein.

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