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Produktions-Zahlen sinken Bitkom: Festplatten-Preise schnellen massiv in die Höhe

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Katrin Hofmann / Katrin Hofmann

Das Hochwasser in Thailand hat zu einer 80-prozentigen Preissteigerung bei Festplatten in Deutschland geführt. Doch wie wirkt sich diese Situation letztlich auf die PC-Hersteller und die PC-Preise aus?

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Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer
Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer

Massiv sind die Preise für interne und externe Festplatten dem Bitkom zufolge seit Anfang September gewachsen. Auf Basis einer Analyse des Portals Guenstiger.de hat der Branchenverband eine Verteuerung in Deutschland in Höhe von durchschnittlich 80 Prozent festgestellt. Ausgewertet wurden die Preise für Speicherlaufwerke von Hitachi, Samsung, Seagate, Toshiba und Western Digital. „Die Liefersituation bleibt ebenfalls angespannt“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

In Thailand, dessen Menschen nach wie vor unter der Hochwasser-Katastrophe leiden, werden dem Branchenverband zufolge mehr als ein Drittel der weltweit hergestellten Festplatten produziert. Neben Herstellern sind in dem Land zahlreiche Zulieferbetriebe ansässig, die Komponenten in andere Länder liefern. Das Hochwasser hat viele Fabriken unter Wasser gesetzt und beeinträchtigt massiv die Verkehrswege.

Mancher Marktforscher geht mittlerweile davon aus, dass im vierten Quartal weltweit rund ein Viertel weniger Festplatten ausgeliefert werden könnten als noch in den Quartalen davor.

Einfluss auf PC-Hersteller und PC-Preise?

Was die verringerte Produktion letztlich für die PC-Hersteller bedeute, sei aber noch „unklar“. „Jetzt hängt alles davon ab, wie schnell die Festplatten-Anbieter die Produktion wieder in Gang bringen können“, so Rohleder.

Kurzfristige Preisbewegungen bei Computern erwartet er nicht. Die Rechner für das Weihnachtsgeschäft seien produziert und stünden zur Auslieferung bereit. Zudem sei fraglich, ob die PC-Hersteller angesichts des scharfen Wettbewerbs höhere Bezugspreise für einzelne Komponenten an die Kunden weitergeben können. So sind die Preise für Notebooks nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 21 Prozent gesunken. □

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