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DSGVO soll Projekte erleichtern Big Data treibt die Nachfrage nach IT-Freelancern

Autor: Sarah Gandorfer

Je größer ein Unternehmen, desto wichtiger sind freiberufliche Big-Data-Experten, fand der Bitkom in einer Studie heraus. Bei der Umsetzung von Projekten wird gehofft, dass die EU-Datenschutzverordnung (DSGVO), die Arbeit durch klare Regelungen erleichtert.

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Vier von zehn Großunternehmen rechnen mit steigender Nachfrage nach IT-Freelancern für Big-Data-Projekte.
Vier von zehn Großunternehmen rechnen mit steigender Nachfrage nach IT-Freelancern für Big-Data-Projekte.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Bitkom Research befragte IT-Entscheider aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern zum Thema Big Data. „Die Fähigkeit, große Datenmengen intelligent zu analysieren, wird immer mehr zum Wettbewerbsfaktor und entscheidet über den künftigen Geschäftserfolg. IT-Freelancer sind dabei für viele Unternehmen unverzichtbar“, erläutert Dr. Axel Pols, Geschäftsführer der Bitkom Research, das Ergebnis.

Gemäß des Digitalverbands führt an Big Data in Zeiten der digitalen Transformation in keiner Branche ein Weg vorbei. Mit dem Wandel steigt der Bedarf an IT-Freelancern. Damit rechnen vier von zehn deutschen Großunternehmen (37 Prozent), mehr als die Hälfte (56 Prozent) geht zumindest von einer konstanten Entwicklung aus. Je größer das Unternehmen, desto wichtiger sind auch freiberufliche Big-Data-Experten: Von den Unternehmen mit mindestens 2.000 Mitarbeitern erwarten 45 Prozent eine steigende Nachfrage.

Arbeitserleichterung durch DSGVO

Neun von zehn Unternehmen (87 Prozent) haben schon mindestens ein Big-Data-Projekt umgesetzt, ein solches geplant oder setzen es momentan um. Die Mehrheit der Unternehmen geht davon aus, dass die ab Mai 2018 geltende, neue DSGVO Big-Data-Projekte durch die klaren Regelungen innerhalb der EU erleichtert (57 Prozent) und die Möglichkeiten, die Big Data bietet, nicht einschränkt (62 Prozent).

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Die Nachfrage nach IT-Freiberuflern ist gestiegen. So nannten drei von vier Unternehmen einen Bedarf, was einer Steigerung um 2 Prozentpunkte im Vergleich zur vorhergehenden Erhebung entspricht. Am wichtigsten sind IT-Freiberufler im Industriesektor (75 Prozent), gefolgt von den Branchen Dienstleistungen (72 Prozent) und Handel (66 Prozent). Darüber hinaus zeigt die Studie, dass IT-Freelancer auch künftig gefragt sein werden: Mehr als die Hälfte (59 Prozent) geht davon aus, dass deren Bedeutung in den kommenden sechs Monaten weiter zunehmen wird – das ist der höchste bisher gemessene Wert seit der ersten Messung des so genannten Etengo-Freelancer-Index (EFX).

Anteil der Arbeitsstunden steigt

Im vergangenen halben Jahr leisteten Freiberufler knapp ein Viertel (23 Prozent) der Arbeitsstunden des gesamten IT-Projektvolumens. In den kommenden sechs Monaten wird der Anteil den Erwartungen zufolge um 5 Prozentpunkte auf 28 Prozent steigen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (58 Prozent) rechnet mit einem steigenden Anteil der von Freiberuflern geleisteten Arbeitsstunden am Projektvolumen. Nur 8 Prozent gehen von einem Rückgang aus.

„Im Zeitalter der Digitalisierung ist die deutsche Wirtschaft immer stärker auf sehr spezialisiertes IT-Wissen angewiesen, um das Innovationstempo zu halten. Dieses muss blitzschnell verfügbar sein, um zügig erste Ergebnisse zu erzielen, zum Beispiel im Rahmen von Pilotprojekten. Dieser permanent wachsende, zusätzliche Bedarf ist absehbar nur über flexible Einsatzformen im Zuge der Projektarbeit zu decken“, meint Nikolaus Reuter, Vorstandsvorsitzender bei Etengo.

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 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS