Kommentar von Thomas Martens, Cubeware

Big Data – Abgesang auf Business Intelligence oder BI 2.0?

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Elemente von Selbstbedienung, etwa das eigenständige Design von Reports, entlasten die Administration und tragen dazu bei, dass Anwender, ohne erst den Administrator bemühen zu müssen, für sie maßgeschneiderte Informationen genau dann bekommen, wenn sie sie benötigen.

Allerdings sollte hier die Konsistenz gewahrt werden: Es ist wenig gewonnen, wenn Vertriebsmitarbeiter bei der Generierung ihrer Auswertungen für ganz ähnliche Kennzahlen unterschiedliche Quellen einbeziehen und am Ende jeder Vertriebsmitarbeiter beispielsweise unter „Umsatz pro Kunde“ etwas anderes versteht. Das stiftet intern und extern Verwirrung.

Datenschutz und Sicherheit beachten

Zudem ist zu klären, welche Datenquellen überhaupt für die Selbstbedienung zugänglich gemacht werden sollen und wo es aus Datenschutz- oder Sicherheitsgründen sinnvoll ist, jede Integration in Reports der Kontrolle der Administration zu unterstellen. Hier sind also einige konzeptionelle Überlegungen nötig. Werden diese Gesichtspunkte beachtet, ist Selbstbedienung eine sinnvolle Komponente der internen Informationsarchitektur.

Eng damit verknüpft ist das Thema Mobile BI. In einer Zeit, in der Mobile in den einschlägigen Erhebungen fast durchgängig zu den Top-Prioritäten der höchsten Managementebene inner- und außerhalb der IT gehört, wird auch die mobile, zeitnahe Bereitstellung entscheidungsrelevanter Daten immer wichtiger. Allerdings bringt sie nur dann die erwünschten Resultate, wenn Mobile BI nicht abgespalten neben der sonstigen BI-Infrastruktur steht, sondern in sie integriert ist. Das bedeutet beispielsweise, dass bei mobilen und stationären Reports die gleichen Daten für die Beantwortung derselben Fragen ausgewertet werden. Mobile-BI-Tools müssen also entsprechende Schnittstellen mitbringen, die diese Integration auch möglich machen.

Vielfalt von mobilen Endgeräten

Zudem ist zu berücksichtigen, dass mobile Mitarbeiter möglicherweise eine Vielfalt von Endgeräten nutzen. Selbst wenn ein Unternehmen auf ein mobiles Endgeräteformat standardisiert, stellt dieses die Daten in der Regel anders dar als der PC oder Thin Client am festen Arbeitsplatz. Mobile Reports sollten so entwickelt werden, dass mobile Mitarbeiter wichtige Daten ohne umständliches Klicken und Scrollen abfragen und ablesen können.

Dazu gehört auch ein ausreichend großes Schriftformat und ein Design von Grafiken, das auf den ersten Blick aussagefähig ist. Die verwendeten BI-Lösungen sollten dies sicherstellen. Ist dies der Fall, können beispielsweise Außendienstler im Vertrieb durch mobile Entscheidungsunterstützung schneller zum Abschluss kommen oder Wartungs- und Reparaturteams einen Schaden zur Freude des Kunden schneller als erwartet beheben.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:43021808)