Kommentar von Thomas Martens, Cubeware

Big Data – Abgesang auf Business Intelligence oder BI 2.0?

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Für Unternehmen viel entscheidender als der Einstieg in neue Technologie ist die Frage, welche Informationen sie für die Optimierung ihrer Geschäftsabläufe wirklich brauchen, welche Datenreserven möglicherweise bisher unzureichend genutzt in den eigenen Beständen schlummern und wie man sie gegebenenfalls nutzbar machen kann. Es geht noch immer um die grundlegenden Schritte Data Management, Data Modeling, Data Governance, Data Distribution und Data Visualization – ob nun die dafür verwendete Technologie Big Data oder BI heißt.

Erst wenn ein Business Case vorstellbar ist, der sich am besten über den Einsatz neuer Technologie realisieren lässt, weil sie entsprechende Datenressourcen, etwa Soziale Medien, in die Informationsarchitektur integrieren hilft und neue, fürs Geschäft sehr wahrscheinlich sinnvolle Erkenntnisse ermöglicht, sind Investitionen sinnvoll.

Schrittweise ergänzen

Um eine solche Strategie umzusetzen, muss die bisherige Informationsarchitektur nicht abgerissen werden. Vielmehr sollte man sie schrittweise durch neue technologische Elemente ergänzen, die bisher ungenutzte Datenbestände im oder außerhalb des Unternehmens verwertbar machen. Anschließend kann man den gesamten Datenfundus zeitnah zu neuen handlungsleitenden Erkenntnissen und einem funktionierenden Informationskreislauf verdichten.

Dabei muss die Big-Data-Infrastruktur durchaus nicht immer im eigenen Haus entstehen. Gerade hier ist es auch denkbar, das wachsende Angebot von Infrastruktur-Services externer Dienstleister zu nutzen. Deren Datenauswertungen fließen dann in den innerbetrieblichen Informationsfluss ein, ohne dass dafür neue Kapital- oder Personalkosten anfallen. Dies gilt umso mehr, als in vielen Firmen ausgebildete Big-Data-Spezialisten fehlen. IDC konstatiert bei über einem Drittel der Unternehmen mangelndes Big-Data-Personal, in Datenanalyse geschulte Mitarbeiter fehlen sogar in 45 Prozent der Unternehmen.

Mehr Nutzen durch Selbstbedienung und BI

Viel wesentlicher als die eingesetzte Technologie ist es allerdings, die Analysemittel, welche auch immer es sein mögen, so einzusetzen, dass sie für die auf sie angewiesenen Mitarbeiter relevante Ergebnisse bringen, die sofort nutzbringend umgesetzt werden können. Zwei Stichworte sind in diesem Zusammenhang besonders wichtig: Selbstbedienung und Mobile BI.

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