Kostenfreie und komfortable Hilfe beim Umstieg - der VMware Converter Best Practice: Migration von Hyper-V zu VMware vSphere

Autor / Redakteur: Andreas Stolzenberger / Ulrike Ostler

Für sehr simple Virtualisierungsszenarien bietet sich dem Systemverwalter „Microsoft Hyper-V“ an, da dieser Hypervisor bereits in der Lizenz des Windows-2008-R2-Servers enthalten ist. Die Wahl der Gastsysteme beschränkt sich auf Windows-Versionen ab 2003 und darüber hinaus werden nur wenige ausgewählte Linux-Distributionen unterstützt.

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Wie bringen Administratoren ihre VMs sicher von Hyper -V von Microsoft in VSphere-Umgebungen von VMware? Der kostenlose Konverter von VMware ist eine Möglichkeit.
Wie bringen Administratoren ihre VMs sicher von Hyper -V von Microsoft in VSphere-Umgebungen von VMware? Der kostenlose Konverter von VMware ist eine Möglichkeit.
(Bild: YariK/ Fotolia)

Für viele Verwalter, die mit kleinen Hyper-V-Installationen begonnen haben, steht daher früher oder später die Frage im Raum, kostspielige Erweiterungen anzuschaffen oder auf alternative Systeme, wie „VMware vSphere“ umzustellen. Diese Plattform hat sich bei der Mehrzahl der großen IT-Umgebungen bereits als Standard durchgesetzt.

vSphere lässt sich einfach verwalten und unterstützt nahezu alle x86-Betriebssysteme als Gast. Alle bekannten Server- und Storage-Hersteller unterstützen die Plattform mit ihren Produkten und optimierten Treibern. Zudem gibt es eine große Auswahl an 3rd-Party-Software für Monitoring, Verwaltung und Backup von vSphere-Installationen.

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Bei der Umstellung auf vSphere möchte der Verwalter bestehende Hyper-V-VMs nicht verlieren. Der Übergang in die neue vSphere-Umgebung soll dabei gleichzeitig auch ohne große Downtime sowohl physischer als auch virtueller Systeme ablaufen.

Das kostenlose Werkzeug VMware Converter

Für diese Aufgabe stellt VMware das kostenfreie Tool „VMware Converter“ in der Version 5.0 bereit. Es konvertiert physische und virtuelle Maschinen anderer Hypervisoren auf vSphere (siehe: Bildergalerie; sie zeigt eine vollständige Konvertierung einer Hyper-VM vom Hyper-V-Host in einen ESXi-5-Server).

Das Besondere daran ist, dass der Converter dabei in vielen Fällen gänzlich ohne Downtime auskommt. Das Tool nutzt die Snapshot-Features moderner Windows-Betriebssysteme und kann damit eine laufende physische oder virtuelle Instanz konvertieren.

Viele Wege der Konvertierung

Um eine Hyper-V-VM nach vSphere zu transferieren, genügt es, den Converter innerhalb der VM einzurichten. Der VMware Converter befördert die VM wahlweise direkt in einen vSphere-Cluster oder sichert die erzeugten VMDK- und VMX-Dateien auf einer Netzwerkfreigabe.

Minutenschnelle Konvertierung physischer Computer in virtuelle Maschinen: Der VMware vCenter Converter unterstützt die gängigsten Versionen von Microsoft Windows und Linux.
Minutenschnelle Konvertierung physischer Computer in virtuelle Maschinen: Der VMware vCenter Converter unterstützt die gängigsten Versionen von Microsoft Windows und Linux.
(Bild: VMware)

Bei der Konvertierung fügt das Programm die nötigen VM-Treiber für SCSI-, Grafik- und LAN-Adapter in die zu übertragende Maschine ein. Der Verwalter kann bei diesem Vorgang direkt die Zielnetzwerke angeben und die virtuelle Hardware-Konfiguration anpassen. Auf Wunsch installiert der Converter auch die VMware-Tools automatisiert.

Es geht noch komfortabler

Für Hyper-V-Umgebungen kennt der VMware Converter zudem noch einen weiteren, komfortableren Weg: Das Tool kommuniziert direkt mit dem Hyper-V-Server selbst und kann alle dort registrierten VMs für vSphere konvertieren. Dazu lässt der Administrator den Converter direkt auf der Hyper-V-Maschine oder einem anderen Windows-Server innerhalb der Domain arbeiten.

So lassen sich auch VMs von GUI-losen Hyper-V-Servern abziehen. Vor der eigentlichen Übertragung richtet der Converter via RPC lediglich einen kleinen Agenten auf der Hyper-V-Maschine ein.

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Dieser Prozess setzt dann allerdings voraus, dass die zu übertragenden Maschinen nicht zeitgleich produktiv laufen. Am Ende der Umstellung von Hyper-V nach vSphere kann der Systemverwalter den Hyper-V-Dienst des Host-Systems über die Rollenverwaltung entfernen und nach einem Neustart den ehemaligen Hyper-V-Host selbst in eine VMware-Maschine übertragen (siehe: Bildergalerie; sie zeigt eine vollständige Konvertierung einer Hyper-VM vom Hyper-V-Host in einen ESXi-5-Server).

Migration von Hyper V zu VMware als Service - ebenfalls kostenfrei

Neben dem kostenfreien Converter-Tool von VMware stehen im Internet auch eine Reihe kostenpflichtiger oder freier Tools zur Auswahl, die VHD-Dateien in VMDKs umwandeln oder auf andere Art und Weise Hyper-V-Maschinen zu vSphere übertragen.

Außerdem gibt es bereits seit über einem Jahr einen SaaS-Service zur Konvertierung von physischen Maschinen in vSphere VMs. Auch dieser Service ist unter kostenfrei verfügbar: http://go.vmware.com

Der umstiegswillige Administrator hat also eine Auswahl an Tools, welche ihm den Übergang von Hyper-V zu vSphere erleichtern.

Der Autor:

Andreas Stolzenberger ist Senior. Systems Engineer bei VMware.

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