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DATA Storage & Analytics Technology Conference 2019 – Interview Quantum

„Besser gut kopiert als schlecht selber gemacht“

| Redakteur: Dr. Jürgen Ehneß

Die DATA STORAGE & ANALYTICS Technology Conference 2019 macht im April und Mai Halt in Hamburg, Hanau, München und Köln.
Die DATA STORAGE & ANALYTICS Technology Conference 2019 macht im April und Mai Halt in Hamburg, Hanau, München und Köln. (Bild: Vogel IT-Medien)

Die DATA Storage & Analytics Technology Conference 2019, die im April und Mai Halt in vier deutschen Städten macht, wirft ihre Schatten voraus. Storage-Insider hat im Vorfeld Gespräche mit einigen hochkarätigen Experten geführt, die den Teilnehmern der Technology Conference ihr Fachwissen und ihre Erfahrung in Vorträgen und Gesprächen vermitteln werden. Hier im Interview: Michael Jordan, Director Channel and Inside Sales – Central Europe bei Quantum.

Im Rahmen der DATA Storage & Analytics Technology Conference 2019 haben Fachbesucher in Hamburg (2.4.), Hanau (30.4.), München (2.5.) und Köln (7.5.) die Gelegenheit, in die Welt der Data Analytics einzutauchen, Updates zu Trendthemen wie Data-Lakes oder All-Flash-Storage aus erster Hand zu erfahren oder ganz einfach lückenlos informiert zu bleiben. Einen der Fachvorträge hält Michael Jordan, Director Channel and Inside Sales - Central Europe bei Quantum, zum Thema „Nachmachen erlaubt! Storage- & Backup-Optimierung aus der Praxis“. Wir haben nachgefragt.

Storage-Insider: Herr Jordan, Sie halten auf der „DATA Storage & Analytics Technology Conference 2019“ Ihren Vortrag zum Thema „Nachmachen erlaubt! Storage- & Backup-Optimierung aus der Praxis“. Was sind aus Ihrer Sicht die aktuell größten Herausforderungen für Anwender und Unternehmen in Bezug auf das Dauerthema Storage?

Michael Jordan, Quantum: Erstens: Unstrukturierte Daten sind in allen Branchen massiv gewachsen. Maschinen- und sensorgenerierte Daten, das IoT und die zunehmende Erstellung von Video- und hochauflösenden Bildinhalten zwingen Unternehmen aller Branchen, anders darüber zu denken, wie sie Daten speichern und schützen.

Zweitens: Vorschriften wie die DSGVO und andere Datenschutzprobleme werden zu einer großen Herausforderung. Damit verbunden ist die Bedrohung durch Hacker und Ransomware. Dies sind die wichtigsten Faktoren für das Denken unserer Kunden über ihre Infrastruktur.

Die Datenmengen nehmen auch im klassischen Datacenterbereich weiterhin massiv zu. Inwiefern bedeutet das zwangsläufig höhere Storage-Kosten?

Obwohl die Speicherkosten (Flash, Disk und Tape) auf der Euro-pro-TB-Basis kontinuierlich gesunken sind, wächst die Datenmenge exponentiell – viel schneller als die Speicherkosten.

Daher müssen Unternehmen ihre Speicherinfrastrukturen unbedingt überdenken.

Wo können Kunden aus dem Unternehmensumfeld ansetzen, um die Kosten für die IT-Infrastruktur und -pflege zu reduzieren? Und wie kann verhindert werden, dass die Performance darunter leidet?

Ein aufkommender Trend ist eher die echte „Archivierung“ von Daten. Mit „Archivierung“ ist nicht gemeint, dass IT-Abteilungen viele Jahre lang Sicherungskopien von Backup-Images aufbewahren. Dies bedeutet, dass die IT beginnt, über die „Workflows“ der User zu sprechen, und wie Daten verschoben oder archiviert werden können, um die Kosten für die Speicherung zu senken, ohne die Geschäftsumgebung zu beeinträchtigen.

Da digitale Daten für unser Leben und für alle Unternehmen immer wichtiger werden, bestimmen die User die Speicheranforderungen.

Der Gesprächspartner: Michael Jordan, Director Channel and Inside Sales - Central Europe bei Quantum.
Der Gesprächspartner: Michael Jordan, Director Channel and Inside Sales - Central Europe bei Quantum. (Bild: Quantum)

Welchen Gefahren sehen sich heute Unternehmen bei der Datenspeicherung ausgesetzt?

In unseren Augen gibt es nicht nur die „klassischen“ Bedrohungen durch Hacker und Ransomware, sondern auch, das immer Gleiche zu tun, was man bisher immer getan hat, wenn es um Infrastruktur geht. Das Datenwachstum in den nächsten Jahren wird alles übertreffen, was in den letzten 50 Jahren beobachtet wurde.

Wie können Unternehmen diesen Bedrohungen begegnen? Welche Strategien sind aus Ihrer Sicht sinnvoll?

Ein Hauptbestandteil, der bereits bei den größten Cloud-Anbietern eingesetzt wird, ist eine Tiered-Storage-Architektur. Eine Architektur, die hauptsächlich Flash für „Tier-1“-Anwendungen verwendet und dann Festplatten für Nearline- oder Secondary-Anwendungen und ja, sogar Tape für Langzeitarchivierung.

Tatsächlich wird allgemein erwartet, dass der Tape-Markt in den nächsten fünf Jahren nach einem stetigen Rückgang in den letzten zehn Jahren wieder wachsen wird. Der Grund liegt in all den massiven unstrukturierten Daten, die jahrelang gespeichert werden müssen, und dem „Offline“-Prinzip von Tape, durch das Daten dort effektiv aufbewahrt werden können, wo sie für Hacker nicht anfällig sind. Dies ist eine sehr sichere, sehr kostengünstige Langzeitspeicherung.

Wie unterstützt Quantum seine IT-Lösungspartner? Und wie die Entscheider in den Anwenderunternehmen?

Quantum ist ein Unternehmen, das über Vertriebspartner vermarktet – dies war schon immer ein zentraler Aspekt unserer Strategie. Wir bauen auf unsere IT-Lösungspartner und bieten ihnen die richtigen Produkte sowie die richtigen Programme und Support-Infrastrukturen, damit diese den Kunden integrierte Lösungen bieten können.

Wir sind bestrebt, in unseren Technologieempfehlungen objektiv zu sein. Und da wir alle Arten von Speicher (File-, Block-, Object- und Flash-/Disk-/Tape-) bereitstellen, können wir unseren Partnern und Entscheidungsträgern unabhängige Lösungsansätze bieten, um die jeweils passende Lösung für die individuellen, geschäftlichen Anforderungen der Kunden zu empfehlen.

Zum Abschluss eine etwas provokante Frage: Warum sollten sich die Konferenzbesucher Ihren Vortrag anhören?

Dann antworte ich doch auch provokativ: Nach dem Motto: besser gut kopiert als schlecht selber gemacht. Ich stelle konkrete Beispiele vor, wie Kunden Herausforderungen im Storage-, Backup- und Archivierungsumfeld gelöst haben. Daraus können Kunden Inspirationen mitnehmen, wie andere Unternehmen ihre Herausforderungen lösen konnten.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Jordan!

► Mehr Infos zur DATA STORAGE & ANALYTICS Technology Conference 2019

 

 

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