ISE 2016: Highlights bei Projektoren und Displays Benq: Laser-Projektoren und 4K-Riesen-Touchscreen

Autor: Klaus Länger

Neben zwei lichtstarken Projektoren mit langlebiger Laserleichtquelle zeigt Benq auf der ISE die Wireless-HDMI-Lösung Instashow und einen 84-Zoll-4K-Touchscreen für unter 10.000 Euro.

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Einer der Höhepunkte auf dem Benq-Stand bei der ISE 2016 in Amsterdam: Der AV-Projektor LU9715 mit einem blauen Laser als Lichtquelle, 8.000 ANSI Lumen und Wechslobjektiv.
Einer der Höhepunkte auf dem Benq-Stand bei der ISE 2016 in Amsterdam: Der AV-Projektor LU9715 mit einem blauen Laser als Lichtquelle, 8.000 ANSI Lumen und Wechslobjektiv.
(Bild: Benq)

Blaue Laser als Lichtquelle sind das Top-Thema im Bereich Projektoren auf der Integrated Systems Europe (ISE) in Amsterdam. Benq zeigt mit dem LU9715 und dem LU9235 zwei Laser-Phosphor-Projektoren. Beide Geräte arbeiten mit einer von Benq als Bluecore-Laser bezeichneten Technik, die mit einem DLP-Chip, einer zweifachen Laserlichtquelle und zwei Farbrädern arbeitet. Laut Benq sollen beide Geräte dank dem Laser statt einer herkömmlichen Quecksilberlampe auch nach 20.000 Stunden noch eine hohe Farbgenauigkeit bei minimalem Helligkeitsabfall liefern. Der Kontrastwert soll bei 16.000:1 liegen. Beide Geräte sind für den 24/7-Betrieb konzipiert. Wird der nicht benötigt, sorgt ein ausgefeiltes Kühlungssystem für eine Abkühlzeit im Sekundenbereich.

Verschiedene Lichtstärken

Sowohl der LU9715, als auch der LU9235 liefern die WUXGA-Auflösung mit 1.920 x 1.200 Pixel. Der Unterschied liegt in der Leuchtstärke mit 8.000 beziehungsweise 6.000 ANSI Lumen. Benq bietet für beide Projektoren Wechselobjektive mit Zoom, Fokus und Lense-Shift für verschiedene Projektionsabstände an. Zu der Vielzahl an Anschlussmöglichkeiten zählen auch der in Fernsehstudios genutzte 3G-SDI-Anschuss für die serielle Übertragung unkomprimierter Videodaten mit drei GBit/s sowie der auf Ethernet basierende HDBaseT-Anschluss.

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Die beiden Geräte sollen im April in den Handel kommen. Für den LU9715 gibt Benq eine Preisempfehlung von 19.990 Euro an, der kleinere LU9235 soll mit 9.990 Euro (UVP) etwa die Hälfte kosten. Pro-AV-Kunden bietet der Hersteller zusätzlich ein Premium-Garantie-Paket.

Weiter geht es auf der folgenden Seite mit einem 84-Zoll-Touch-Display und einer drahtlosen Präsentationslösung.

4K-Multitouch auf 84-Zoll

Die wichtigste Neuheit unter den großen Displays ist das interaktive 84-Zoll-Display RP840G mit 4K-Auflösung, 10-Punkt-Touch-Erkennung bei Windows 8, 8.1 oder 10 sowie integrierten 10-Watt-Lautsprechern. Benq setzt das bei großen Screens gebräuchliche Infrarot-Touch ein. Das Gerät kann entweder als Touch-Display mit zusätzlicher Stifterkennung für Rechner unter Windows, Linux, ChromeOS oder Apples OSX genutzt werden oder auch eigenständig arbeiten. Dafür ist ein ARM-SoC mit vier GB Flash eingebaut, der Android als OS verwendet. Hier ist mit EZ Write auch bereits eine Benq-eigene Whiteboard-Software vorinstalliert. Auch eine Fernbedienung gehört zum Lieferumfang. Für die zentrale Verwaltung der Geräte über das Netzwerk liefert Benq eine MDA-Software mit.

Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 9.599 Euro ist das Gerät gemessen an seiner Ausstattung sehr günstig. Interaktive 4K-Displays anderer Hersteller kosten deutlich über 10.000 Euro.

Auf Android als Betriebssystem setzt Benq auch bei Large-Format-Displays ohne Touch. Für die Darstellung und Verwaltung von Inhalten ist die kostenlose X-Sign-App vorinstalliert. Dem Anwender stehen dabei 30 Vorlagen für die Erstellung von Inhalten zur Verfügung. Als nächste Stufe plant Benq in diesem Jahr die Einführung einer kostenpflichtigen Cloud-Infrastruktur für X-Sign, über die sich Inhalte zentral verteilen lassen.

Wireless-HDMI für alle Geräte

Mit Instashow hat Benq auf der ISE einen ersten Ausblick auf ein drahtloses Präsentationssystem gegeben, das Video- und Audio-Daten in Full-HD drahtlos überträgt und dabei komplett ohne die Installation von Treibern oder anderer Software auskommt. Die einzige Voraussetzung ist ein HDMI-Anschluss beim Quell- und beim Empfangsgerät und eine USB-Schnittstelle für die Stromversorgung. Hier können auch entsprechende Netzteile oder Power-Banks genutzt werden. Da die Sender einfach das Signal am HDMI-Ausgang abgreifen, funktioniert das Benq-System mit jeder Art von Quellgerät.

Die Übertragung zwischen dem Sende- und dem Empfangsgerät läuft über WiFi Direct, unterstützt wird 802.11ac für eine hohe Bandbreite. Benq verspricht für Instashow zudem eine Latenzzeit für Video und Audio unter 0,1 Sekunden.

Die Verbindung wird durch eine Taste am Sendegerät hergestellt. Bis zu acht Transmitter können abwechselnd auf einen Receiver zugreifen.

Das Basis-Paket des Instashow-Systems besteht aus einem Receiver und zwei Transmittern. Es soll ab Mai für 1.199 Euro verkauft werden. Weitere Transmitter wird man dann auch ohne Receiver erwerben können.

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