Monitore, Projektoren, Digital Signage und LED-Leuchten Benq lässt es leuchten

Redakteur: Wilfried Platten

Die Konzentration auf Monitore und Projektoren hat Benq wieder auf die Erfolgsspur gebracht. Mit Digital Signage und LED-Leuchten sind zwei neue Bereiche dazu gekommen.

Firmen zum Thema

Digital Signage gehört zu den Fokusmärkten der Zukunft.
Digital Signage gehört zu den Fokusmärkten der Zukunft.
(Bild: Benq)

Eigentlich müsste man für die Bemerkung, dass jede Medaille zwei Seiten hat, drei Euro ins Phrasenschwein einzahlen. Aber es stimmt halt allzu oft. So ist für Oliver Barz, Managing Director und Vice President Europe, die Konzentration auf die beiden Segmente Displays und Projektoren einerseits einer der wesentlichen Faktoren für den Aufschwung der Marke in den letzten fünf Jahren. Andererseits liegt gerade darin auch ein Handicap: „In Projekten, in denen die Monitore neben PCs oder Notebooks mitverkauft werden, haben die Vollsortimenter natürlich einen Vorteil.“

Produkt- und Kanalsplit

Eine weitere Ursache für die positive Entwicklung ist für Barz der Produkt- und Kanalsplit. So laufen bei den Monitoren die 50er-Modelle nur über die Consumer-Schiene, die 60er-Reihe dagegen ist ein reines Fachhandels-Produkt. Differenziert wird sowohl über das Design, als auch die Spezifikationen. Zu den fachhandelsunterstützenden Maßnahmen zählen unter anderem Teststellungen, Demo-Produkte (teilweise mit Folgerabatten) oder die „Channel-Attacke“, ein monatliches Rabattprogramm für ausgesuchte Modelle mit 5 bis 15 Prozent auf den HEK.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 13 Bildern

Der Distributions-Mix

Er umfasst sämtliche Broadliner, mit Ingram Micro als mit Abstand größtem, auf VAD-Ebene Api, samt der Tochter Pilot, sowie eher regional begrenzt Bluechip und seit kurzem Action Europe. Die Benq-Produkte werden über rund 10.000 Fachhändler verkauft.

In den Genuß des zweistufigen Partnerprogramms kommen aktuell 450 Benq-Friends mit Innendienst-Ansprechpartnern und 250 Benq-Partner mit direkter Außendienst-Betreuung.

Mit 25 Prozent Marktanteil hat Benq bei den Projektoren laut Barz „einen Meilenstein erreicht“. Dieses Rekordhoch liegt für ihn ursächlich auch in der Balance zwischen B2B und B2C, die in der Regel etwa 40:60 beträgt. Sonderfaktoren wie die Fussball-WM, die natürlich das Consumer-Geschäft befeuert, einmal ausgeblendet.

Im Monitor-Bereich balgt sich Benq mit rund einem halben Dutzend Konkurrenten, deren Marktanteile alle zwischen zehn und zwölf Prozent liegen, um die Top-Positionen – oft nur durch eine Stelle hinter dem Komma getrennt.

Das größte Wachstumspotenzial haben für Oliver Barz die Large Format Displays und der Signage-Bereich. Gerade für den Fachhandel sieht er hier zukünftig lukrative Projekt-Optionen.

(ID:42954872)