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Studie von Splendid Research

Beim Smart Home bleibt ein Milliardenpotenzial ungenutzt

| Redakteur: Hendrik Härter

Das vernetzte Gebäude über Smartphone zu steuern ist ein wesentlicher Aspket des Smart-Home-Gedanken. Doch noch sind nicht alle Potenziale ausgeschöpft, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Das vernetzte Gebäude über Smartphone zu steuern ist ein wesentlicher Aspket des Smart-Home-Gedanken. Doch noch sind nicht alle Potenziale ausgeschöpft, wie eine aktuelle Studie zeigt. (Bild: Gira)

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Die Vorteile des Smart Home sind vielfältig und verlockend. Eine aktuelle Studie zeigt, welche Anwendungen die Deutschen nutzen und zeigt, dass Wohn- und Gebäudesicherheit noch Nachholbedarf haben.

Smart Home ist immer wieder ein Thema und auch der smarte Kühlschrank ist dabei, der eine automatisch erstellte Einkaufsliste erstellt. Doch welche Anwendungen wünschen sich die Deutschen? In einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research vom Juni 2017 wurden 1021 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online zum Thema Smart Home befragt.

Untersucht wurden neben der aktuellen Marktgröße, die Nutzung und Nutzungsabsicht verschiedener Smart Home-Anwendungen, die Treiber und Hemmnisse unterschiedlicher Anwendergruppen sowie die Bekanntheit und Nutzung verschiedener Hersteller. Den Ergebnissen der Studie zufolge nutzen bereits 36 Prozent der Deutschen Smart-Home-Anwendungen, 40 Prozent zeigen sich interessiert und lediglich jeder Vierte lehnt eine Nutzung aktuell ab.

Unübersichtliche Marktsituation beim Smart Home

Die bisherigen Zugpferde der Branche, Anwendungen der Kategorien Energiemanagement sowie Entertainment und Kommunikation, behalten auch 2017 ihre Spitzenplätze: fast 60 Prozent der aktuellen Nutzer besitzen Anwendungen. Zukünftig dürfte auch das Thema Wohn- und Gebäudesicherheit vorstoßen, denn gerade die Gruppe der Nicht-Nutzer zeigt sich hieran interessiert. Die Studie zeigt deutlich: Obwohl die Nutzerquote innerhalb der letzten beiden Jahre weiter stieg, hat sich ihr Wachstum zuletzt verlangsamt. Wie die Kalkulation des Instituts zeigt, birgt der Smart-Home-Markt weiterhin ein enormes Potenzial.

Schwierig für Anwender sind eine unübersichtliche Marktsituation sowie ernste Vorbehalte der Anwender. Zusätzlich zeigen sich seitens der Hersteller Kommunikationsdefizite sowie eine mangelhafte Berücksichtigung der unterschiedlichen Verbraucherprofile. So kennt beispielsweise ein Drittel der Deutschen keinen Smart-Home-Anbieter und die Mehrheit aktueller Nutzer konnte nicht zwischen den Herstellern selbst und deren spezifischen Smart-Home-Produkten unterscheiden.

Eigene Privatsphäre ist wichtig

Eine weitere Auffälligkeit: 55 Prozent der Nutzer war der Besitz einer Smart-Home-Anwendung zunächst gar nicht bewusst. „Angesichts dessen dürften in vielen Fällen die technischen Möglichkeiten der Anwendungen allenfalls im Ansatz ausgereizt werden“, schlussfolgert Studienleiter Thilo Kampffmeyer.

Weiterhin sorgt sich mehr als die Hälfte der Nutzer um die eigene Privatsphäre und ein Drittel fürchtet Hacker-Attacken. Und auch die Sorgen der Interessenten vor Problemen bei Einbau und alltäglichem Einsatz der Smart Home-Anwendungen werden durch die Äußerungen aktueller Nutzer bestätigt. Obwohl diese Verbrauchergruppe überdurchschnittlich technikaffin ist, gab ein Drittel an, der Einbau der Anwendungen hätte sie überfordert.

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserem Partnerportal Elektronikpraxis.

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