EMC-Datenschutzindex

Beim Datenschutz macht den Deutschen keiner was vor

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Datenschutz bei Behörden

(Quelle: EMC)

Die Einstellung zu Datenschutz und Privatsphäre unterscheidet sich zwischen den sechs definierten Ichs. In der Rolle des „Bürger-Ichs“ sind die Befragten sowohl weltweit als auch in Deutschland am ehesten bereit, Einschränkungen beim Datenschutz hinzunehmen. Das gilt weltweit für 36 Prozent der Teilnehmer, in Deutschland sogar für 50 Prozent. Im globalen Vergleich haben die Deutschen also ein relativ hohes Vertrauen in den Schutz ihrer Daten bei der Kommunikation mit Behörden.

Keine Kompromisse

In der Rolle des „Sozialen Ichs“ sind die Befragten hingegen am wenigsten bereit, Kompromisse beim Datenschutz einzugehen. Das gaben weltweit 27 Prozent der Teilnehmer zu Protokoll. In Deutschland stimmten nur 15 Prozent zu, was die höhere Skepsis der befragten Deutschen belegen soll.

Widersprüche

Der EMC-Datenschutzindex kommt zu dem Schluss, dass Menschen Internettechnologien nutzen möchten, ohne Abstriche beim Datenschutz machen zu müssen. In Verbindung mit den Antworten auf die einzelnen Fragen ergaben sich bei der Auswertung aber drei Paradoxien:

Paradoxon 1: „Ich will alles ohne Kompromisse“

Unabhängig von ihrer Rolle sind Nutzer nur sehr begrenzt dazu bereit, Privatsphäre zugunsten von Vorteilen digitaler Technologien wie zum Beispiel höherem Komfort aufzugeben.

91 Prozent schätzen die Vorteile des „einfachen Zugangs zu Informationen und Wissen“ durch digitale Technologien; aber nur 27 Prozent sind gewillt, ihre Privatsphäre gegen Vorteile des Internets einzutauschen. In Deutschland würden sogar nur zwölf Prozent auf ihre Privatsphäre für mehr Komfort im Internet verzichten.

85 Prozent der Teilnehmer schätzen die „Nutzung digitaler Technologien für den Schutz vor terroristischen und/oder kriminellen Aktivitäten“; dennoch gaben nur 54 Prozent der Befragten an, dass sie hierfür bereit wären, zumindest teilweise Einschränkungen beim Datenschutz hinzunehmen.

Teilnehmer über 55 Jahren sind weniger bereit, aus Komfortgründen auf Datenschutz zu verzichten. Stattdessen wünschen sie mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten.

Details zum Paradoxon 2 und 3 sowie die Erwartungen an den künftigen Umgang mit dem Datenschutz lesen Sie auf der nächsten Seite.

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