Nvidia-Grafikkarten für DirectX 10 Bausteine für Hardcore-Spieler

Redakteur: Christian Träger

Passend zur Einführung von DirectX 10 unter Windows Vista, bietet Nvidia mit der Geforce-8-Serie die ersten Grafikprozessoren an, die bereits die Programmier-Schnittstelle von Microsoft unterstützen.

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Adrienne. So realistisch kann eine gerenderte Computergrafik sein
Adrienne. So realistisch kann eine gerenderte Computergrafik sein
( Archiv: Vogel Business Media )

Nvidia hat mit der Geforce-8-Serie die ersten DirectX-10-GPUs auf dem Markt und spricht dabei von den „ultimativsten Gaming-Plattformen“. Die Spiele-Performance soll dabei die neue Unified-Shader-Architektur ankurbeln, die auf 128 Stream-Prozessoren und deren hohe Geschwindigkeit bei Fließkomma-Berechnungen zurückgreifen kann. Die realistischen Effekte und Grafiken ermöglicht die Quantum-Effects-Physics-Technologie, die Nvidia der jüngsten Geforce-Generation mit auf den Weg gibt. Darüber hinaus bieten die Karten nach Herstellerangaben eine gestochen scharfe Bildqualität, die unter anderem vom 16-fachen Anti-Aliasing mit 128-Bit-High-Dynamic-Range-Beleuchtung herrührt.

Anreize schaffen

Mit der Vorstellung von zwei Modellen hat Asus auch erste Benchmarkergebnisse bekannt gegeben: Nach Herstellerangaben erreicht die EN8800-GTX/HTDP/768M, die 649 Euro (UVP) kostet, über 10 000 Punkte im 3DMark06. Daneben bietet Asus die EN8800GTS/HTDP/640M für 499 Euro (UVP) an.

Nvidia hat nach eigenen Aussagen sehr eng mit den Entwicklern von Computerspielen zusammengearbeitet, so dass es bereits jetzt eine Reihe von PC-Spielen gibt, die den Leistungsumfang der Geforce-8-Serie ausschöpfen können. Hierzu zählen unter anderem: „Crysis“, Hellgate: London“, „World in Conflict“, „Company of Heroes“, „Age of Conan“ sowie der „Microsoft Flight Simulator X“. Nachdem Ende Januar zudem Windows Vista mit DirectX 10 über den Retail-Handel vertrieben wird, dürfte die Nachfrage nach den Geforce-8-Karten in der nächsten Zeit sprunghaft ansteigen.

Neben den GPUs hat Nvidia gleichzeitig den Mainboard-Chipsatz Nforce 680i SLI vorgestellt, der vor allem als Basis für Intels Core-2-Duo und Core-2-Quad entwickelt wurde. Der Chipsatz richtet sich damit an anspruchsvolle Gamer und bietet neben der Unterstützung für Ethernet, Storage und Overclocking die Möglichkeit, bis zu drei PCI-Express-Slots zu betreiben. Mit dem entsprechenden Slot lassen somit auf einem Mainboard bis zu drei Grafikkarten kombinieren, so dass sich der Mehrschirmbetrieb auf insgesamt sechs Monitore ausdehnen lässt.

Architektur-Frage

Mit der jüngsten Generation der Geforce-8-GPUs hält zudem die von Nvidia entwickelte CUDA-Technologie Einzug. Die Abkürzung steht für „Compute Unified Device Architecture“ und bedeutet, dass die Rechenkerne der GPU miteinander kommunizieren können. In diesem Fall werden die in der aktuellen Architektur zur Verfügung stehenden 128 Stream-Prozessoren als Thread-Prozessoren verwendet, die sich gemeinsam der Berechnung von komplexen Anforderungen widmen. Durch die Kommunikation der Kerne lassen sich komplexe Rechenprobleme laut Nvidia bis zu 100-mal schneller lösen.

Um die CUDA-Technologie zu nutzen, können Entwickler auf spezielle Computing-Treiber zurückgreifen, die mit DirectX und OpenGL kommunizieren. Alternativ bietet Nvidia einen C-Compiler an. Diese Entwicklungsumgebung liefert die notwendigen Anwendungen, die zum Beispiel für die Berechnung von Game-Physics oder Datenanalysen benötigt werden.

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