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Business Continuity mit Carbonite Backup für Managed Service Provider

Autor: Dr. Andreas Bergler

Carbonite hat den Kauf von EVault abgeschlossen. Mit den Business-Continuity-Lösungen der ehemaligen Seagate-Tochter spricht Carbonite nun auch den gehobenen Mittelstand an. Thomas Kasper zeigt die Möglichkeiten für Partner auf.

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Thomas Kasper, Executive Director DACH, Carbonite Germany
Thomas Kasper, Executive Director DACH, Carbonite Germany
(Bild: Carbonite)

ITB: Welche Strategie verfolgt Carbonite mit der Übernahme von EVault?

Kasper: Wir gewinnen mit der Übernahme ­skalierbare und bewährte Angebote für ­Disaster Recovery as a Service (DRaaS) hinzu. ­Damit sprechen wir nun auch ­Managed Service Provider und größere Unternehmen an. Insgesamt verfügen wir jetzt über ein umfassendes Business-Continuity-Angebot für kleine, mittlere und große Unternehmen. Das liefert uns natürlich neue Chancen am Markt. Unseren Studien zufolge beläuft sich das hinzugekommene, potenzielle Umsatzvolumen global auf mehr als 40 Milliarden US-Dollar. ­Außerdem verfügt EVault bereits über ­etwa 5.300 Kunden weltweit.

ITB: Was ist das Besondere an den EVault-Lösungen?

Kasper: In der DACH-Region bieten wir EVault Cloud Backup and Recovery, eine Softwarelösung für das Serverbackup sowie die EVault Backup and Recovery Appliance an. Bei der Appliance handelt es sich um eine skalierbare, vorkonfigurierte Speicherlösung zur lokalen Sicherung. Durch adaptive Kompression und die Deltapro-Technologie können wir den Bandbreiten- und Speicherbedarf er­heblich reduzieren. Ergänzt durch eine intelligente Deduplizierung kann der Speicherbedarf im Vergleich mit herkömmlichen Systemen um bis zu 90 Prozent reduziert werden, und die Backup-Fenster werden deutlich minimiert. Wir unterstützen zahlreiche Plattformen, ­etwa Microsoft und Oracle, Linux, verschiedene Unix-Derivate wie HP UX und IBM AIX sowie VMware. Möglich ist der Einsatz als reine SaaS-Lösung in der Private Cloud, eine On-Premise-Nutzung oder hybrid, in einer Kombination aus beiden Ansätzen.

ITB: Wie wirkt sich die Übernahme auf ­Ihre bisherige Produktlinie aus?

Kasper: Carbonite Server-Backup bleibt ein wichtiges Produkt, benutzerfreundlich und mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. Die Lösung wird daher natürlich ­weiter vermarktet. Schwerpunktmäßig bei Unternehmen mit weniger als 100 Mit­arbeitern.

ITB: Welche Konsequenzen hat das für ­Ihre Partner?

Kasper: Für die Partner ändert sich bei den Produkten nichts. Die Partnerprogramme von Carbonite und EVault werden auf ­absehbare Zeit unabhängig voneinander weiterbestehen. Wenn Partner beide Produktlinien verkaufen wollen, können sie beide Programme nutzen. So ist sichergestellt, dass es für Partner von EVault keinen Bruch gibt. Bestehenden Partnern möchten wir das neue Marktsegment ­natürlich auch zugänglich machen. Da suchen wir gerade das Gespräch.

ITB: Wie sieht der ideale EVault-Partner aus?

Kasper: Ideal sind Systemhäuser, die eigene ­Rechenzentrumsdienste anbieten, regio­nale Provider und natürlich MSPs. Aber auch für Reseller, die größere Unternehmen mit mehreren Standorten betreuen, ergeben sich durch EVault interessante neue Lösungsansätze.

ITB: Was wird sich am Vertrieb ändern?

Kasper: Da sich die konsequente Channel-Orientierung von Carbonite und EVault als ­erfolgreich herausgestellt hat, werden wir daran festhalten. Lösungen von EVault werden auch weiterhin ausschließlich im Zusammenspiel mit Partnern vermarktet und vertrieben.

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CvD IT-BUSINESS, Vogel IT-Medien