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Spezialisten für IT-Sicherheit haben auch das Rüstzeug zum Storage-Reseller

Backup: Eine Chance für den Security-Channel

| Autor / Redakteur: von Dr. Wieland Alge, Barracuda Networks / Dr. Andreas Bergler

Neue Backup-Technologien, die als Managed Services angeboten werden, stellen eine Chance für IT-Sicherheitsspezialisten im Channel dar.
Neue Backup-Technologien, die als Managed Services angeboten werden, stellen eine Chance für IT-Sicherheitsspezialisten im Channel dar. (© frank peters - Fotolia.com)

Der Backup-Channel erscheint vielen IT-Häusern mit Security-Fokus wie das Schlaraffenland: Während sich ihre Standardaufträge meist im Bereich von 10.000 Euro bewegen, lassen sich Storage-Projekte von 50.000 Euro und mehr im Handumdrehen realisieren. Und dabei sind sie sogar unkomplizierter und schneller zu bewältigen. Beispiel dafür ist der Hamburger Security-Spezialist Largenet GmbH, der erfolgreich in diesen Markt eingetreten ist.

Mehr Nutzer, mehr Applikationen, mehr Daten: Laut einer Umfrage von IDC beziffert rund die Hälfte der IT-Verantwortlichen das jährliche Datenwachstum innerhalb der nächsten beiden Jahre auf 15 bis 25 Prozent. Dieses Wachstum lässt sich weder aufhalten, noch ist es auf Unternehmen einer bestimmten Branche beschränkt.

Deshalb treibt der Gedanke an die Zukunft vielen IT-Administratoren die Schweißperlen auf die Stirn: Ihre vorhandenen Backup-Lösungen werden über kurz oder lang mit der wachsenden Menge der Daten nicht mehr fertig.

Tapes: langsam und fehleranfällig

Die Sorgen der IT-Admins sind durchaus begründet, wie auch Matthias Knörich, Geschäftsführer des Hamburger Unternehmens Largenet, weiß: „Viele Unternehmen setzen auf unzeitgemäße Tape Libraries, die hinsichtlich ihrer Mechanik langsam und anfällig für Defekte sind.“ Zudem sorgen die veralteten Systeme aufgrund ihres oft umständlichen Handlings und Managements für Fehler: Mitarbeiter müssen die Bänder manuell tauschen und zur Sicherung an einen anderen Standort bringen. Bei Unternehmen mit verschiedenen Niederlassungen, die teilweise über den ganzen Erdball verteilt sind, wird die vollständige Datensicherung zusätzlich erschwert.

Daten in der Cloud

Doch was ist die Alternative zu den Tapes und Bandrobotern? Es bieten sich plattenbasierte Systeme an und die Cloud. Letztere besitzt quasi unbegrenzten Speicherplatz, lässt sich von überall aus verwalten und steuern. Sie verursacht bei manchen Anwendern aber ein Gefühl des Kontrollverlusts, weil wichtige Daten quasi nur noch virtuell vorhanden sind.

Unternehmen, die ihre Daten ungern aus der Hand geben, können ihre Datensicherung stattdessen vom IT-Dienstleistern ihrer Wahl managen lassen. Für Unternehmen, die Angebote aus der Public Cloud – also solche, die jedermann verfügbar sind und wo die Datenhaltung nicht nachvollziehbar erfolgt – vermeiden möchten, bieten deutsche Systemhäuser geschlossene (quasi „private“) Lösungen an. In einer sogenannten Private Cloud sichern Unternehmen ihre Daten standortfern, also entweder in einer Zweigstelle oder in den bekannten und vertrauensvollen Händen eines Dienstleisters ab. Für Unternehmen ist diese Variante ebenso komfortabel wie eine Public-Cloud-Lösung, aber sie basiert auf dem Vertrauensverhältnis zum Systemhaus und damit der Chance, dort bei individuellen Anforderungen Gehör zu finden: etwa bei Server-Standorten, Verfügbarkeit, Sicherheit und SLAs. Genau hier können traditionelle Security-Spezialisten punkten.

Services

IT-Unternehmen wie Largenet, deren Spezialgebiet die IT-Sicherheit ist, bringen einen entscheidenden Vorteil mit: Sie sind es gewohnt, langfristigen Service zu bieten. Implementiert ein reiner Storage-Partner eine Tape-basierte Lösung, endet sein Engagement, wenn die Installation komplett ist. Knörich und sein Team schaffen da Abhilfe: „Wo der Backup-Reseller einfach geht, machen wir mit unseren Managed Services weiter. Wir bleiben am Ball und überlassen den Kunden nicht sich selbst.“ Bei IT-Security-Projekten bleiben die Systemhäuser laufend in Kontakt mit ihren Auftraggebern, übernehmen auf Wunsch die Administration oder unterstützen bei Projekten. Diese Serviceorientierung erlaubt es dem Security-Channel, Managed Backup Services, egal ob in der Cloud oder in einem eigenen Rechenzentrum, problemlos in das eigene Portfolio aufzunehmen.

Vertrauen der Kunden

IT-Security-Spezialisten verbuchen noch einen weiteren entscheidenden Pluspunkt für sich: Sie genießen in der Regel bereits das Vertrauen ihrer Kunden. Diese Erfahrung hat auch Largenet-Geschäftsführer Knörich gemacht: „Wir sind seit 15 Jahren als Security-Spezialisten bekannt und kennen uns im Umgang mit allen sensiblen Daten eines Unternehmens aus. Auf Basis dieses Vertrauens kann weiteres Geschäft generiert werden.“ Wer Backup und Security in eine Hand legt, geht den sicheren Weg und spart sich zudem Abstimmungsaufwand. Öffnet sich der Security-Channel auch dem Backup, winken langfristig Erfolge, so Knörich: „Wir haben ein neues Rechenzentrum in Hamburg, und die Managed Backup Services sind inzwischen fester Bestandteil unseres Portfolios. Davon profitieren wir und unsere Kunden.“

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