ITC Channel Index zeigt weiter nachgebende Umsätze B2C-Umsätze sinken leicht

Autor / Redakteur: Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer, GfK / Katrin Hofmann

Nach wie vor bewegen sich die Umsätze des ITK-Fachhandels unter Vorjahresniveau. Beim Geschäft mit Konsumenten sind Sättigungseffekte spürbar. Im B2B-Umfeld ist die Entwicklung gegenläufig: Während der Enterprise-Umsatz steigt, schwächelt der SMB-Markt.

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Großformatige Monitore erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
Großformatige Monitore erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit 83 Punkten liegt der ITC Channel Index von GfK und IT-BUSINESS im April mit minus einem Prozent leicht unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Ursächlich hierfür ist eine sich leicht abschwächende Retail- beziehungsweise Konsumenten-Nachfrage und die durch Ostern bedingte geringere Zahl an Arbeitstagen. Somit liegt der Index-Wert im Retail drei Prozent unter dem Wert des Aprils 2008.

Trotzdem wirken sich die wirtschaftliche Gesamtlage und deren permanente Medienpräsenz nach wie vor nicht signifikant auf die Konsumenten-Nachfrage aus. Neben den Ostertagen dürfte eher die Tatsache, dass aktuell – bis auf wenige Ausnahmen wie Netbooks oder Netzwerk-Drucker – keine wirklichen Innovationen sichtbar sind, ursächlich für gewisse Sättigungseffekte sein.

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Eine hohe Haushaltsausstattung mit digitalen Produkten und ein auf die Variable „Preis“ fokussiertes Marketing der vergangenen Jahre dürften die Käufer dazu bewegt haben, verstärkt Preisveränderungen und weniger einzelne Produktmerkmale wahrzunehmen. Viele Produkte übererfüllen die Anforderungen bereits deutlich, wie der Trend hin zu eher am Design orientierten, externen Festplatten, sogar bei Inkaufnahme geringerer Kapazitäten, zeigt.

B2B-Umsätze wachsen

Gegenläufig ist dagegen nach wie vor der Trend im B2B-Umfeld. Mit einem leichten Plus von einem Prozent im Vergleich des Aprils 2009 zum Vorjahresmonat erreicht der Index erstmals in diesem Jahr einen positiven Wert. Dies ist allerdings zum Teil mit einem verhaltenen April 2008 erklärbar.

Die Stabilisierung des SMB-Marktes setzt sich fort. Nach den zweistelligen Verlusten zu Beginn des Jahres ist der April im Jahresvergleich nur einstellig negativ. Die GfK geht davon aus, dass das SMB-Segment in der zweiten Jahreshälfte 2009 positives Wachstum verzeichnen dürfte. Im Großkunden- beziehungsweise Enterprise-Geschäft tragen die Projektabschlüsse aus im Jahr 2008 begonnenen Projekten weiterhin zu einem positiven Wachstum bei. Nach plus acht Prozent im März liegt der April zehn Prozent über dem Vorjahresniveau. Bedingt durch die wirtschaftliche Situation dürfte sich dieses Wachstum in der zweiten Jahreshälfte aber abschwächen und deutlich negativ werden. Ausbleibendes Projektgeschäft und eher abwartende Hardware-Investitionen – bedingt auch durch den geplanten Launch von Windows 7 – dürften dies hervorrufen.

Wie sich die Retail-Nachfrage entwickelt hat und mehr Informationen zur Markt für Drucker erhalten Sie auf der nächsten Seite.

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