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Good-Morning-Editorial vom 23.05.2017 Autos, Computer & Emanzipation

| Autor: Wilfried Platten

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Laut einer Mitteilung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur idt der Mensch dem Computer rechtlich gleichgestellt – jedenfalls im Auto.
Laut einer Mitteilung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur idt der Mensch dem Computer rechtlich gleichgestellt – jedenfalls im Auto.
(Bild: Pixabay)

Na bravo! Endlich darf ich auch während der autonomen Autofahrt im Internet surfen oder E-Mails checken. Dabei war ich bislang eher froh, das Gefährt als vorletzte webfreie Zone genießen zu dürfen. Aber dafür bin ich jetzt, wie es in der entsprechenden Mitteilung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur heißt, dem Computer rechtlich gleichgestellt. Wurde auch Zeit. Ich fand die dauernden Demos für die Gleichberechtigung von Mensch und Maschine eh schon reichlich übertrieben.

Und der zuständige Maut-Minister klopft sich erneut selbstverliebt auf die Schultern und lässt sich feiern. Natürlich zuerst von der armen Autoindustrie, vor deren (Achtung mäßiges Wortspiel!) Karren er sich wieder mal selber spannt. Dass für das vollautomatisierte Fahren der Einsatz eines Datenspeichers („Blackbox“) vorgeschrieben wird, stört dann auch schon nicht mehr. Lückenlose Überwachung muss ja sein. Stellen Sie sich mal vor, ein Terrorist recherchiert im autonomen Vehikel entspannt nach günstigen Sprengstoffangeboten. Das muss doch flächendeckend verhindert werden, oder?

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Über den Autor

 Wilfried Platten

Wilfried Platten

Chefredakteur, IT-BUSINESS