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Acmeo Systemhaus Rallye 2017

Autos, Abenteuer und Automatisation

| Autor / Redakteur: Margrit Lingner / Margrit Lingner

Die begeisterten Teilnehmer freuen sich schon auf die nächste Systemhaus Rallye.
Die begeisterten Teilnehmer freuen sich schon auf die nächste Systemhaus Rallye. (Bild: IT-BUSINESS)

Vom 14. bis 18. Juni führte die 3. Acmeo Systemhaus Rallye 2017 mit atemberaubenden Tempo durch sieben Länder in den wilden Osten. Rauchende Reifen und Köpfe, Ideenreichtum und Geduld, kontroverse Diskussionen, Austausch und jede Menge Spaß kennzeichneten die gelungene Tour.

Berge, mittelalterliche Baudenkmäler und traditionsreiche Brauereien in Bamberg bilden den stilvolle Rahmen einer eher ungewöhnlichen Partner-Veranstaltung. Zum dritten Mal nämlich hat Acmeo gemeinsam mit Sponsoren Systemhaus-Experten zur Acmeo Systemhaus Rallye 2017 geladen. Die Route des diesjährigen Roadtrips führt durch Tschechien, die Slowakai, Polen in die Ukraine. Und über die Karpaten ging es dann über Rumänien und Ungarn zurück nach Prag.

Dass Bamberg aber nicht wegen seiner Sehenswürdigkeiten als Startpunkt der Reise gewählt wurde, schmälert den Reiz des charmanten Ausgangspunktes keineswegs. Den Zuschlag erhielt die oberfränkische Stadt, weil die Vorjahresgewinnerin, Katrin Weiß (KPC-Online), dort wohnt.

Auf jeden Fall bot eine urige Brauereigaststätte den neuen und den erfahrenen Rallye-Teilnehmern schon am Abend vor dem Start die Möglichkeit, sich über die spannende Tour auszutauschen.

Fünf Tage – Sieben Länder

Bei großartigem Wetter fieberte ein Feld bunt beklebter Fahrzeuge, abenteuerlustiger Piloten und Copiloten dem Start in Bamberg entgegen. Damit die Tour aber insgesamt spannend bleibt, haben sich die Acmeo-Veranstalter Isabelle von Künßberg und Henning Meyer ein für Rallyes eher unkonventionelles Verfahren überlegt: Jeden Morgen werden die Teams aus Fahrern und Beifahrern neu zusammengestellt. Das bietet den Teilnehmern noch mehr Gelegenheit zum Austausch und zum Erledigen der täglichen Prüfungsaufgaben. Dazu zählen nämlich nicht nur das Auffinden der täglichen Route, sondern auch jeweils eine Diskussionsaufgabe. Jeden Tag gibt es ein Diskussionsthema wie zum Beispiel Automatisation oder zu VoIP. Die dazugehörigen Fragen müssen im Team erörtert werden. Und wer dabei richtig punkten wollte, musste die Ergebnisse zusammentragen und bei den Diskussionsrunden präsentieren.

Nachdem Hannah Lamotte (IT BUSINESS) mit der Startflagge das Zeichen zum Aufbruch gegeben hat, ging es los über wenig befahrene Straßen nach Marienbad (Tschechien). In dem mondänen Kurort ist aber nicht der Besuch einer Heilquelle, sondern eines Systemhauses angesagt. Viel mehr als eines scheint es aber dort nicht zu geben. Denn gleich mehrere Teams rückten nacheinander bei dem gleichen IT-Laden an. Richtig amüsant wird das Kapitel, wenn man sich vor Augen führt, dass der Mitarbeiter dieses Systemhauses für die meisten Teams auch gleich die tägliche Tauschaufgabe erledigte und die unterschiedlichsten IT-Teile (aus der Grabbelkiste) überreichte.

Erstes Etappenziel war anschließend der Verladebahnhof in Prag. Das bot den schnellsten Teams Gelegenheit zu einem Stadtbummel in der Goldenen Stadt. Danach ging es mit Klassenfahrt-Feeling im Nachtzug nach Kosice (Slowakei).

Grenzerfahrungen im Osten

Wenig ausgeruht, aber voller Tatendrang fuhren die Fahrer ihre Wagen vom Autozug zum nahegelegenen Frühstückscafé. Nach einer nicht kurzen, aber immerhin köstlichen kleinen Stärkung machten sich die neu zusammengewürfelten Teams via Polen in Richtung Lwiw (Lemberg, Ukraine) auf. Sanfte Hügel mit dichten, urigen Wäldern und menschenleere Dörfer ziehen an den Autofenstern vorbei. Über frisch abgemähte Wiesen stolzieren ganze Storchenkolonien. Friedlich nisten sie auf fast jedem verfügbaren Strommast oder Schornstein in den kleinen Ortschaften, die an der Straße liegen.

Ungeachtet dieser idyllischen Landschaft galt es auch an diesem sonnigen Tag, neben einer kurvenreichen Fahrt die Tagesaufgaben zu bewältigen. Außer dem obligatorischen Systemhausbesuch und der Diskussionsaufgabe zum Tagesthema VoIP stand die Produktion eines Kurzvideos auf der Burg Sobien auf dem Programm. So viel Spaß die Teams bei dieser Aufgabe offenkundig hatten, so wenig erquicklich war der sich anschließende Grenzübertritt in die Ukraine. Endlose Warteschlangen, grimmige Grenzbeamte, die viele Fragen stellten, forderten von allen Teilnehmern starke Nerven und wirklich viel Geduld. Wie in Zeiten des Eisernen Vorhangs wurden Menschen, Pässe und Autos kontrolliert. Dass ukrainische Grenzer ihre Arbeit sehr gewissenhaft erledigen, musste dann eins der Rallye-Teams erfahren. Weil die Autopapiere nicht im Original vorlagen, wurde dem Fahrer der Eintritt in die Ukraine verweigert. Die Beifahrer durften – trotz gültiger Papiere – aber auch nicht einfach so zu Fuß über die Grenze schreiten. Absurdes Theater pur: Die Beifahrerin, Nathalie Rüeck (Solarwinds) musste in ein anderes Auto umsteigen, um in die Ukraine einreisen zu dürfen!

Wegen der ungebührlich langen Wartezeiten und den Problemen beim Grenzübertritt schafften es nur zwei Teams, rechtzeitig beim Abendessen in der historischen Altstadt von Lemberg zu sitzen. Sie wurden mit Bildern aus dem wunderschönen und belebten Zentrum der Stadt und reichlich landestypischen Vorspeisen belohnt.

Touren durch Transkarpatien

Am dritten Tag des Roadtrips geht es von Lemberg aus über die Karpaten in den Norden Rumäniens. Die Straße führt zunächst durch Vororte, deren Wohntürmen aus sozialistischer Zeit einen wirklich krassen Gegensatz zu den ansehnlichen Bürgerhäusern in der Innenstadt bilden. Dazu passend überholen die schnittigen Rallye-Fahrzeuge immer wieder auch Wagen, deren PS-Zahl sich einfach zählen lässt. Pferdefuhrwerke mit abenteuerlicher Fracht (ganze Baumstämme oder Umzugsgut) kommen gemächlich auf den Straßen in den ukrainischen Karpaten voran. Kleine Orte, viel Wald und immer höher werdende Hügel prägen hier das Landschaftsbild. Es ist friedlich und ruhig in diesem Teil der Ukraine.

Für große Abenteuer bleibt aber wenig Zeit, weil alle Teilnehmer von den Grenzerfahrungen des vorhergegangenen Tages ein wenig Respekt vor der Rückkehr in die Europäische Union haben und lange Wartezeiten an der Grenze befürchten. Doch abgesehen von der mit unzähligen Schlaglöchern gesäten Straße vor dem Schlagbaum verlief der Übergang von der Ukraine nach Rumänien völlig reibungslos.

Etwas mehr Überraschung bot der tägliche Systemhausbesuch in Satu Mare (Rumänien). Er glich mehr einem Gang in ein IT-Museum. Digitalisierung lässt grüßen. Und bevor abends in einem lauschigen Gartenrestaurant rumänische Köstlichkeiten serviert wurden, mussten die Rallye-Teams ihre Diskussionsaufgaben präsentieren. Zu dem Thema des Tages, gehostete E-Mail-Sicherheit und E-Mail-Verschlüsselung, gab es durchaus unterschiedliche Meinungen. Zwar herrschte Einigkeit darüber, dass angesichts der europäischen Datenschutzverordnung jede Menge Aufklärungs- und Handlungsbedarf bestehe. Doch glaubte kaum jemand, dass E-Mail-Verschlüsselung einfach zu vermitteln und schnell durchzusetzen sei. Mit Live-Musik und Regen klang der Abend aus.

Traditionsreicher Tokajer Wein

Der letzte Tag des Roadtrips begann gleich nach dem Frühstück mit der Besprechung zweier weiterer Diskussionsaufgaben. In Drei-Minuten-Vorträgen widmeten sich die Teilnehmer den Themen Automatisation und VoIP. Wobei ausgerechnet das Thema VoIP kontroverse Diskussionsbeiträge auslöste. Danach wurde ein letztes Mal die Teams neu zusammengesetzt und die Karawane setzte sich in Richtung ungarische Grenze in Bewegung. Auch dieser Grenzübertritt war erfreulich unkompliziert, gleichwohl sich Warteschlangen vor den Passkontrollen gebildet hatten.

Zügig ging es durch die ungarische Tiefebene in die etwas hügeligere Gegend des berühmten Tokajer Weins. Eine Stippvisite bei dem Weingut mit dem längsten Weinkeller gehörte ebenso zu den Tagesaufgaben wie die Fahrt auf Waldwegen zu der Burgruine Regec (Ungarn). Nach anregenden Gesprächen zum Tagesthema, Mitarbeiterführung und einer kurzweiligen Fahrt zum letzten Etappenziel, Kosice (Slowakei) fanden sich die Teams am Verladebahnhof ein. Vor der Rückfahrt wartete allerdings noch ein zweifellos sehr fleischlastiges Abendessen in einem Traditionsgasthaus in der Altstadt von Kosice auf die hungrigen Rallye-Teilnehmer. Bei der Präsentation der Tagesaufgabe überraschte das Teams um Nils Kathagen (Systemhaus Ruhrgebiet), einen der Favoriten im Rennen um einen Podestplatz. Sie präsentierten ein ansprechend gestaltetes Informationsblatt mit ihren Ergebnissen zur Mitarbeiterbindung. Mithalten konnte damit keines der anderen Teams.

Doch bevor die Sieger der Acmeo Systemhaus Rallye verkündet wurden, mussten Wagen und Teilnehmer mit dem Autozug zurück nach Prag. Fast ohne Zwischenfälle und mit einem erstaunlich entspannten und gut gelaunten Schlafwagenschaffner verging die Nacht zwar nicht im Flug aber doch recht schnell.

Und nach einem üppigen Brunch schritten die Acmeo-Verantwortlichen, Isabelle von Künßberg und Hennig Meyer zur Siegerehrung. Es gab Ehrenpreise, einen Preis für den schnellsten Fahrer, Stefan Schneider (NCS), der auch Dritter der Gesamtwertung wurde. Der zweite Preis ging an Franz-Josef Michgehl (Michgehl & Partner) und als Sieger kürte von Künßberg und Francesco D (Solarwinds, einem der Sponsoren) Nils Kathagen (Systemhaus Ruhrgebiet).

Mit viel Beifall vor allem auch für das Organisations-Team von Acmeo (Silvia Tate und Andreas Leidenfrost) und einem Gruppenbild mit strahlenden Teilnehmern ging die aufregende Systemhaus Rallye zu Ende. Die Fahrt, die über 1.400 Kilometer zu den verborgenen Schönheiten der ehemaligen kaiserlichen und königlichen Monarchie führte, hat nicht nur extrem viel Spaß gemacht. Fahrer und Beifahrer der täglich wechselnden Teams nehmen reichlich Eindrücke und Impulse sowie Tipps und Empfehlungen für ihren Systemhausalltag mit nach Hause.

So bleibt zu hoffen, dass es nicht die letzte Rallye des Cloud-Distributors aus Hannover gewesen ist. Und sie 2019 wieder ein paar bunt zusammengewürfelte Systemhaus-Teams für eine Abenteuerfahrt zusammentrommeln. Eins steht auf jeden Fall schon mal fest: Start des nächsten Roadtrips ist Witten.

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