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HPE Global Partner Conference 2016 Aufbruch in neue Welten

| Autor: Klaus Länger

Heute beginnt in Boston die Global Partner Conference von Hewlett Packard Enterprise. Es ist das erste weltweite Partnertreffen seit der Aufspaltung des Unternehmens im vergangenen Jahr. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen vor allem Services.

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Vorhang auf für die Global Partner Conference von Hewlett-Packard Enterprise in Boston.
Vorhang auf für die Global Partner Conference von Hewlett-Packard Enterprise in Boston.
(Bild: Hewlett-Packard Enterprise)

Die Pop-Gruppe Boston hat in den 80er-Jahren ein Instrumental mit dem Titel „A New World ” aufgenommen. Eine neue Welt eröffnet sich auch für den Channel bei der weltweiten Partnerkonferenz, die vom 12. bis 14. September in Boston stattfindet. Hewlett Packard Enterprise (HPE) verkündet auf der Global Partner Conference (GPC) weitreichende Änderungen im Partnerprogramm. Sie sollen dafür sorgen, dass HPE und die Partner mit den Änderungen in der IT-Landschaft hin zu immer mehr Services nicht nur Schritt halten, sondern dort auch wachsen können. Kerry Baily, weltweiter Channel-Cef bei HPE, zeigt sich sogar überzeugt, dass HPE besser als jeder andere Anbieter im Markt dafür positioniert ist, den Partnern fertige Lösungen für die komplette Bandbreite der Channel-Business-Modelle und für Wachstumsbereiche zur Verfügung zu stellen.

Kompetenzen im Partner-Ready-Programm

Bisher gab es im Partner-Ready-Programm von HPE zwei Wege, um in eine höhere Stufe aufzusteigen: Verkaufsvolumen und Zertifizierungen. Nun kommen Kompetenzen als dritte Möglichkeit hinzu. In Boston stellt die Enterprise-Firma insgesamt elf Kompetenzen vor, in denen sie die Expertise der Partner belohnt und weiter fördert.

Fünf davon werden formal auf der GPC gestartet, die anderen im Laufe der nächsten 12 Monate ausgerollt. Die Reihenfolge soll durch die Bedürfnisse des Marktes und das Feedback des Channels bestimmt werden.

Die fünf Bereiche, mit denen HP das Kompetenz-Modell beginnt sind „Application Development and Transformation”, „Incident Recovery”, „Data Management Infrastructure and Architecture” sowie „Intelligent Workplace” und „Digital Collaboration”. Später folgen dann Kompetenzfelder wie „IT Automation and Orchestration”, „Risk Management and Secure Design”, „Threat Detection and Response”, „Data Discovery and Assessment”, „Data Analytics and Business Insight” und „Campus Mobility”.

Diese elf Kompetenzen spiegeln sich jeweils in HPE-Lösungen und Diensten wieder. Die Firma sieht in ihnen den Schlüssel zu weiterem Wachstum für HPE und Partner.

Ulrich Seibold, Vice President Indirekter Vertrieb, SMB und Service Provider, bei der HPE Enterprise Group Deutschland sieht zwar auch weiterhin Raum für Partner, die primär Infrastruktur verkaufen, schließlich gäbe es noch genug Kunden, die Software und Services anderer Anbieter einsetzen und hauptsächlich nach günstiger Hardware suchen. Aber langfristig gehöre die Zukunft den Partnern, die ihre Kunden umfassend mit HP-Lösungen und Services auf dem Weg der IT-Transformation begleiten. Laut Seibold wird seine Firma die von Partnern benannten Fähigkeiten in einzelnen Kompetenzen prüfen, ihnen aber auch mit Beratung und Workshops beim Erwerb neuer Fähigkeiten zur Seite stehen.

Service Provider und Technologiepartner

Für die wachsende Zahl der Service Provider und für Technologiepartner stellt HPE jeweils Erweiterungen der Partnerprogramme vor. So stellt HPE Service Providern ab 1. November neue Optionen im Flexible-Capacity-Angebot zur Verfügung. Das 2013 gestartete Programm mit am Bedarf orientierter Bezahlung wird um Installations- und Reparaturdienstleistungen erweitert, die durch entsprechend qualifizierte Partner erbracht werden können. Dazu kommen noch flexiblere Bestelloptionen bei der Konfiguration der VMs und Docker-Container als neues Angebot. HPE und Docker hatten im Juni den Beginn einer strategischen Partnerschaft verkündet.

Unabhängige Software- und Hardware-Entwicklern steht das HPE Partner Ready for Technology Partners Program offen. Entwicklungs-Tools und Informationen gibt es gratis, weitergehende Optionen wie Tests durch HPE oder Hilfen beim Marketing gibt es in verschiedenen Stufen gegen einen jährlichen Beitrag.

Integration des Aruba-Partnerprogramms

Mit HPE Partner Ready for Networking will Hewlett Packard Enterprise die besten Teile des Aruba PartnerEdge- und des bisherigen HPE-Networking-Programms kombinieren. Für die Produkte des 2015 übernommenen Enterprise-WLAN-Herstellers sieht HPE jedenfalls in Zeiten von IoT und mobilem Arbeiten glänzende Wachstumschancen.

Auf der GPC in Boston kündigt Aruba ferner ein OpEx-basiertes Network-as-a-Service-Modell an (NaaS), das Software Defined Networking (SDN) und cloud-managed WLAN umfasst. Mit im Boot sind dabei HPE Financial Services, HPE Technology Services, Accenture und Deloitte.

Zudem stellt Aruba mit der Mobile First Platform externen Entwicklern Application Programming Interfaces (APIs) zur Verfügung. Die Basis der APIs bildet das neue Betriebssystem ArubaOS 8.

Server und Storage

Neue Hardware-Angebote kündigt HPE in Bosten natürlich auch an. So schnürt die Firma diverse Bundles aus Hardware und Support rund um den Hyper Converged 380. Vorkonfiguriert für den Einsatz von Docker gibt es diverse Server wie die Proliant DL360, DL380 und BL460. Die Storage-Systeme Storevirtual 3200 und MSA 2042 bringen Software-Defined Storage und Flash auch für kleine und mittlere Unternehmen.

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